Der Fährhafen Mukran, ein Stück Breitspur auf Rügen

Ortstermin

„Hier liegen Gleise, auf denen ein normaler deutscher Güterwagen gar nicht fahren könnte.“

Der Fährhafen Mukran, ein Stück Breitspur auf Rügen

→ Ein Ortstermin an der Prorer Wiek.

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Kurz gesagt

Der Fährhafen im Sassnitzer Ortsteil Mukran wurde im Oktober 1986 für die Eisenbahnfähren nach Klaipėda eröffnet. Heute gilt er als östlichster Tiefwasserhafen Deutschlands und tritt unter dem Namen Mukran Port auf.

An der Ostküste von Rügen, südlich von Sassnitz, liegt ein Hafen mit einer besonderen Geschichte.

Er entstand in den 1980er Jahren für eine Fährlinie in die damalige Sowjetunion.

Bis heute liegen dort Gleise, die breiter sind als bei uns üblich.

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Foto: Chron-Paul, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Gebaut für eine Fähre nach Osten

Der Hafen wurde im Oktober 1986 in Betrieb genommen.

Er diente der Fährverbindung von Mukran nach Klaipėda im heutigen Litauen.

Auf großen Schiffen reisten ganze Güterwagen über die Ostsee.

So entstand eine direkte Verbindung zwischen der DDR und der Sowjetunion ohne Umweg über Polen.

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Foto: PantheraLeo1359531, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die breite Spur

In der Sowjetunion fuhren die Züge auf einer breiteren Spur als in Deutschland.

Damit diese Wagen ankommen konnten, baute man in Mukran Gleise in Breitspur.

Dort konnte man Wagen auf andere Radsätze setzen oder die Ladung umschlagen.

Diese breiten Gleise machen den Hafen bis heute zu etwas Besonderem.

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Foto: PantheraLeo1359531, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Der Fährhafen Sassnitz liegt im Ortsteil Mukran an der Prorer Wiek im Osten Rügens. Er wurde im Oktober 1986 als Fährhafen Mukran für die Fährverbindung nach Klaipėda eröffnet und besitzt Gleise in Breitspur.

Im Januar 1998 wurde er umgebaut und umbenannt, damals als größter deutscher Eisenbahnfährhafen an der Ostsee. Seit Mai 2016 tritt er als Mukran Port auf und gilt als östlichster Tiefwasserhafen Deutschlands.

Ein neuer Name

Nach der Wende änderte sich für den Hafen vieles.

Im Januar 1998 wurde er umgebaut und in Fährhafen Sassnitz umbenannt.

Damals war er der größte deutsche Eisenbahnfährhafen an der Ostsee.

Der Hafen öffnete sich nun für neue Verbindungen und Kunden.

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Foto: PantheraLeo1359531, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Tiefes Wasser

Der Hafen gilt als östlichster Tiefwasserhafen Deutschlands.

Das bedeutet, dass hier auch große Schiffe anlegen können.

Die Lage an der offenen Ostsee ist dafür ideal.

Die Schiffe müssen keine lange Fahrt durch Flüsse oder enge Fahrrinnen zurücklegen.

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Foto: PantheraLeo1359531, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Mukran Port

Seit Mai 2016 tritt der Hafen unter dem Namen Mukran Port auf.

Betrieben wird er von einer Gesellschaft, die zu 90 Prozent der Stadt Sassnitz gehört.

Die übrigen 10 Prozent hält das Land Mecklenburg-Vorpommern.

Der Hafen ist damit fest in öffentlicher Hand.

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Foto: PantheraLeo1359531, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ein Hafen für viele Aufgaben

Heute werden in Mukran ganz unterschiedliche Güter umgeschlagen.

Auch beim Bau von Windparks in der Ostsee spielt der Hafen eine Rolle.

Dafür werden große Bauteile auf Spezialschiffe verladen.

Die Eisenbahn bringt weiterhin Güter von und zum Hafen.

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Foto: PantheraLeo1359531, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

An der Prorer Wiek

Der Hafen liegt an einer weiten Bucht, der Prorer Wiek.

Ein Stück weiter südlich liegt das bekannte Seebad Binz.

Zwischen Hafen und Seebad erstreckt sich ein langer Sandstrand.

Industrie und Urlaub liegen hier ungewöhnlich nah beieinander.

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Foto: PantheraLeo1359531, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ein Ort zwischen den Welten

Mukran ist kein Ort, den man als Urlauber sofort auf dem Plan hat.

Doch seine Geschichte erzählt viel über Europa im Wandel.

Die breiten Gleise erinnern an eine Zeit, als der Osten ein eigenes Netz hatte.

Wer darüber nachdenkt, sieht Rügen mit anderen Augen.

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Foto: PantheraLeo1359531, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
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Foto: PantheraLeo1359531, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Der Zug als umweltfreundliche Wahl

Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.

Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.

Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.

Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.

Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.

So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.

Ein Blick in die Zukunft

Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.

Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.

Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.

Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.

Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.

So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.

Die Bahn und der Klimaschutz

Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.

Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.

Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.

Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.

Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.

Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.

Häufige Fragen

Wo liegt der Fährhafen Mukran?
Im Ortsteil Mukran der Stadt Sassnitz, an der Prorer Wiek im Osten von Rügen.
Wofür wurde er gebaut?
Für die Eisenbahnfähren nach Klaipėda, eröffnet im Oktober 1986.
Warum gibt es dort Breitspur?
Die Wagen aus der Sowjetunion fuhren auf breiterer Spur, dafür brauchte der Hafen passende Gleise.
Wie heißt der Hafen heute?
Offiziell Fährhafen Sassnitz, seit 2016 tritt er als Mukran Port auf.
Wem gehört der Hafen?
Zu 90 Prozent der Stadt Sassnitz und zu 10 Prozent dem Land Mecklenburg-Vorpommern.

Weiterfahrt

→ Ortstermin: Bahnhof Binz (Rügen) – die Stadt mit dem alten Hafen

→ Ortstermin: Bahnhof Stralsund – das Seebad an der Prorer Wiek

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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