Ortstermin
„Hier liegen Gleise, auf denen ein normaler deutscher Güterwagen gar nicht fahren könnte.“
Der Fährhafen Mukran, ein Stück Breitspur auf Rügen
→ Ein Ortstermin an der Prorer Wiek.
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Kurz gesagt
Der Fährhafen im Sassnitzer Ortsteil Mukran wurde im Oktober 1986 für die Eisenbahnfähren nach Klaipėda eröffnet. Heute gilt er als östlichster Tiefwasserhafen Deutschlands und tritt unter dem Namen Mukran Port auf.
An der Ostküste von Rügen, südlich von Sassnitz, liegt ein Hafen mit einer besonderen Geschichte.
Er entstand in den 1980er Jahren für eine Fährlinie in die damalige Sowjetunion.
Bis heute liegen dort Gleise, die breiter sind als bei uns üblich.

Gebaut für eine Fähre nach Osten
Der Hafen wurde im Oktober 1986 in Betrieb genommen.
Er diente der Fährverbindung von Mukran nach Klaipėda im heutigen Litauen.
Auf großen Schiffen reisten ganze Güterwagen über die Ostsee.
So entstand eine direkte Verbindung zwischen der DDR und der Sowjetunion ohne Umweg über Polen.

Die breite Spur
In der Sowjetunion fuhren die Züge auf einer breiteren Spur als in Deutschland.
Damit diese Wagen ankommen konnten, baute man in Mukran Gleise in Breitspur.
Dort konnte man Wagen auf andere Radsätze setzen oder die Ladung umschlagen.
Diese breiten Gleise machen den Hafen bis heute zu etwas Besonderem.

Gut zu wissen
Der Fährhafen Sassnitz liegt im Ortsteil Mukran an der Prorer Wiek im Osten Rügens. Er wurde im Oktober 1986 als Fährhafen Mukran für die Fährverbindung nach Klaipėda eröffnet und besitzt Gleise in Breitspur.
Im Januar 1998 wurde er umgebaut und umbenannt, damals als größter deutscher Eisenbahnfährhafen an der Ostsee. Seit Mai 2016 tritt er als Mukran Port auf und gilt als östlichster Tiefwasserhafen Deutschlands.
Ein neuer Name
Nach der Wende änderte sich für den Hafen vieles.
Im Januar 1998 wurde er umgebaut und in Fährhafen Sassnitz umbenannt.
Damals war er der größte deutsche Eisenbahnfährhafen an der Ostsee.
Der Hafen öffnete sich nun für neue Verbindungen und Kunden.

Tiefes Wasser
Der Hafen gilt als östlichster Tiefwasserhafen Deutschlands.
Das bedeutet, dass hier auch große Schiffe anlegen können.
Die Lage an der offenen Ostsee ist dafür ideal.
Die Schiffe müssen keine lange Fahrt durch Flüsse oder enge Fahrrinnen zurücklegen.

Mukran Port
Seit Mai 2016 tritt der Hafen unter dem Namen Mukran Port auf.
Betrieben wird er von einer Gesellschaft, die zu 90 Prozent der Stadt Sassnitz gehört.
Die übrigen 10 Prozent hält das Land Mecklenburg-Vorpommern.
Der Hafen ist damit fest in öffentlicher Hand.

Ein Hafen für viele Aufgaben
Heute werden in Mukran ganz unterschiedliche Güter umgeschlagen.
Auch beim Bau von Windparks in der Ostsee spielt der Hafen eine Rolle.
Dafür werden große Bauteile auf Spezialschiffe verladen.
Die Eisenbahn bringt weiterhin Güter von und zum Hafen.

An der Prorer Wiek
Der Hafen liegt an einer weiten Bucht, der Prorer Wiek.
Ein Stück weiter südlich liegt das bekannte Seebad Binz.
Zwischen Hafen und Seebad erstreckt sich ein langer Sandstrand.
Industrie und Urlaub liegen hier ungewöhnlich nah beieinander.

Ein Ort zwischen den Welten
Mukran ist kein Ort, den man als Urlauber sofort auf dem Plan hat.
Doch seine Geschichte erzählt viel über Europa im Wandel.
Die breiten Gleise erinnern an eine Zeit, als der Osten ein eigenes Netz hatte.
Wer darüber nachdenkt, sieht Rügen mit anderen Augen.


Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
Häufige Fragen
Wo liegt der Fährhafen Mukran?
Wofür wurde er gebaut?
Warum gibt es dort Breitspur?
Wie heißt der Hafen heute?
Wem gehört der Hafen?
Weiterfahrt
→ Ortstermin: Bahnhof Binz (Rügen) – die Stadt mit dem alten Hafen
→ Ortstermin: Bahnhof Stralsund – das Seebad an der Prorer Wiek
