Ortstermin
„Visp, Umsteigen zwischen Lötschberg, Simplon und der Schmalspurbahn nach Zermatt, bitte den Anschluss beachten.“
Der Bahnhof Visp, Knoten zwischen Lötschberg, Simplon und Zermatt
→ Ein Ortstermin im Oberwallis.
Lesezeit: 9 Minuten · Schalter: Ortstermin
Kurz gesagt
Der Bahnhof Visp ist mit täglich über 26.000 Fahrgästen der verkehrsreichste Bahnhof im Kanton Wallis. Seit dem Lötschberg-Basistunnel von 2007 treffen hier die großen Alpentransversalen und die Schmalspurbahn nach Zermatt zusammen.
Visp ist eine Kleinstadt im Schweizer Kanton Wallis, am Eingang des Vispertals.
Hier mündet die Vispa in die Rhône, die im Wallis Rotten genannt wird.
Trotz ihrer bescheidenen Größe ist die Stadt einer der wichtigsten Bahnknoten der Schweizer Alpen.

Der verkehrsreichste Bahnhof des Wallis
Mit täglich über 26.000 Fahrgästen ist der Bahnhof Visp der verkehrsreichste im ganzen Kanton Wallis.
An kaum einem anderen Ort treffen so viele unterschiedliche Linien auf so engem Raum zusammen.
Normalspurige Fernzüge und schmalspurige Bergbahnen teilen sich hier den Bahnhof.
Für viele Reisende ist Visp deshalb vor allem ein Ort des Umsteigens.

Das Tor zum Lötschberg-Basistunnel
Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2007 ging der lange Lötschberg-Basistunnel in Betrieb.
Seither ist Visp der Umsteigebahnhof der Neuen Eisenbahn-Alpentransversalen auf der Lötschberglinie.
Diese verbindet Bern über den Lötschberg mit Brig und weiter über den Simplon nach Domodossola.
Dank des Tunnels verkürzte sich die Reisezeit von Visp nach Bern auf nur noch rund 55 Minuten.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Visp ist mit über 26.000 Fahrgästen täglich der verkehrsreichste im Kanton Wallis.
Seit dem Lötschberg-Basistunnel von 2007 ist er Umsteigebahnhof zwischen Lötschberg- und Simplonlinie.
Die 1891 eröffnete Schmalspurbahn nach Zermatt startet ebenfalls hier und gehört heute zur Matterhorn-Gotthard-Bahn.
Die Schmalspurbahn nach Zermatt
Vom selben Bahnhof startet die meterspurige Strecke hinauf nach Zermatt.
Sie wurde 1891 als Visp-Zermatt-Bahn eröffnet und erschloss das bis dahin abgelegene Bergdorf.
Heute gehört sie zur Matterhorn-Gotthard-Bahn, die 2003 aus zwei Walliser Schmalspurbahnen entstand.
Weil Zermatt autofrei ist, führt für die meisten Gäste kein Weg an dieser Bahn vorbei.

Wo Normal- und Schmalspur sich treffen
In Visp kreuzen sich die Hauptlinie durch das Rhonetal und die Schmalspurstrecke ins Gebirge.
Reisende aus Bern, Genf oder dem Tessin steigen hier in die Bergbahn nach Zermatt oder in die Busse ins Saastal um.
Der moderne Bahnhof wurde für dieses Zusammenspiel eigens umgebaut und erweitert.
So fügt sich Visp nahtlos in das dichte Netz der Schweizer Alpenbahnen ein.

Eine Stadt am Zusammenfluss
Die Altstadt von Visp liegt dort, wo die Vispa aus dem Vispertal in die Rhône fließt.
Enge Gassen, alte Patrizierhäuser und Kirchen prägen den historischen Kern.
Über der Stadt erheben sich die Weinberge des sonnigen Oberwallis.
Von hier öffnen sich die Täler hinauf zu den höchsten Gipfeln der Schweiz.

Kirchen und Kulturzentrum
Das Stadtbild prägen mehrere römisch-katholische Kirchen und Kapellen.
Die Hauptkirche ist die St. Martinskirche über den Dächern der Altstadt.
Seit 1951 besitzt Visp außerdem eine reformierte Kirche.
Im Zentrum lädt das Kultur- und Kongresszentrum La Poste zu Veranstaltungen ein.

Ausgangspunkt für die höchsten Berge
Visp ist das Tor zu den berühmten Bergdörfern des Oberwallis.
Von hier führen Bahn und Bus nach Zermatt am Fuß des Matterhorns und ins Saastal.
Rund um die Stadt locken Wanderwege, Klettersteige und Weinpfade.
Wer die Viertausender der Walliser Alpen besuchen will, beginnt seine Reise oft in Visp.

Ein kleiner Ort mit großer Rolle
Es ist ungewöhnlich, dass eine so kleine Stadt einen derart wichtigen Bahnhof besitzt.
Doch die Lage am Schnittpunkt der Täler macht Visp zum natürlichen Knoten des Oberwallis.
Fern- und Regionalverkehr, Schmalspurbahn und Busse greifen hier eng ineinander.
So bündelt der Bahnhof den Verkehr einer ganzen Bergregion.

Ankommen in Visp
Ankommen in Visp heißt, mitten im sonnigen Rhonetal zwischen hohen Bergen auszusteigen.
Auf dem Bahnsteig stehen die roten Schmalspurzüge nach Zermatt bereit.
Wer mag, wechselt gleich in die Bergbahn und fährt hinauf zum Matterhorn.
So ist Visp für viele Reisende der Übergang vom Tal ins Hochgebirge.

Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
Häufige Fragen
Warum ist der Bahnhof Visp so wichtig?
Wie kommt man von Visp nach Zermatt?
Was brachte der Lötschberg-Basistunnel?
Seit wann gibt es die Bahn nach Zermatt?
Was kann man in Visp selbst ansehen?
Weiterfahrt
→ Der Bahnhof Brighton, Endstation am englischen Meer – Brig am Simplon, wenige Minuten rhoneabwärts an derselben Linie
