Ortstermin
„Villach Hauptbahnhof, bitte umsteigen; Anschlusszüge nach Italien, Slowenien und ins Drautal finden Sie auf den Anzeigetafeln.“
Der Bahnhof Villach, Kärntens Knoten zum Alpen-Adria-Raum
→ Ein Ortstermin in Kärnten.
Lesezeit: 9 Minuten · Schalter: Ortstermin
Kurz gesagt
Der Villacher Hauptbahnhof ist ein großer Durchgangsbahnhof und einer der wichtigsten Knoten im österreichischen Bahnnetz. Von hier führen Linien nach Italien, nach Slowenien und in den Alpen-Adria-Raum.
Wer in Villach ankommt, erreicht einen der wichtigsten Bahnknoten Österreichs.
In der zweitgrößten Stadt Kärntens treffen Strecken aus Italien, Slowenien und dem übrigen Österreich zusammen.
Rundherum locken Berge, Thermen und mehrere Seen zu einem Ausflug.

Einer der wichtigsten Knoten Österreichs
Der Villacher Hauptbahnhof gilt als einer der wichtigsten Bahnknotenpunkte Österreichs.
Er ist ein Durchgangsbahnhof und dient vor allem dem Personenverkehr.
An ihm verknüpfen sich die Drautalbahn und die Rudolfsbahn.
Während die Drautalbahn hier zweigleisig verläuft, ist die Rudolfsbahn in diesem Abschnitt nur eingleisig.
Für den ganzen Süden Österreichs ist Villach damit ein zentrales Scharnier.

Die Eröffnung im Jahr 1864
Der heutige Hauptbahnhof wurde am 30. Mai 1864 unter dem Namen Bahnhof Villach eröffnet.
Mit diesem Tag begann die Erschließung Kärntens durch die Eisenbahn.
Schon ein Jahr zuvor, 1863, hatte die Bahn Kärnten überhaupt erst erreicht.
Die erste Strecke kam von Maribor durch das untere Drautal über Bleiburg und Klagenfurt nach Villach.
Vorher waren Postkutschen und Pferdefuhrwerke die einzigen Verkehrsmittel der Region.

Gut zu wissen
Der Villacher Hauptbahnhof wurde am 30. Mai 1864 eröffnet und leitete die Erschließung Kärntens durch die Eisenbahn ein.
Er ist ein Durchgangsbahnhof und verknüpft die Drautalbahn mit der Rudolfsbahn; von hier führen Linien nach Italien und Slowenien.
Villach ist mit rund 66 000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Kärntens und ein zentraler Knoten der S-Bahn Kärnten.
Vom Südbahnhof zur großen Südbahn
Ab dem Jahr 1868 trug der Bahnhof den Namen Villach Südbahnhof.
Im selben Jahr erreichte auch die Rudolfsbahn das Land Kärnten.
1871 folgte der Ausbau der Strecke über Spittal und Lienz nach Franzensfeste.
Damit erhielt Villach Anschluss an die großen Linien der Südbahn von Wien nach Triest und von Kufstein nach Ala.
Im Jahr 1909 wurde der Bahnhof schließlich wieder schlicht Bahnhof Villach genannt.

Linien in alle Richtungen
In Villach laufen bis heute mehrere Bahnlinien zusammen.
Die Drautalbahn führt von Innichen in Südtirol über Lienz und Spittal bis nach Maribor in Slowenien.
Die Rudolfsbahn kommt aus dem nördlichen Österreich über St. Veit an der Glan und führt weiter bis Tarvis in Italien.
Dazu kommt die Karawankenbahn, die nach Jesenice in Slowenien führt.
So ist der Bahnhof ein Tor in gleich drei Nachbarregionen des Alpen-Adria-Raums.

Die S-Bahn Kärnten
Auch im Nahverkehr ist Villach ein zentraler Knotenpunkt.
Hier treffen die Linien S1, S2 und S4 der S-Bahn Kärnten zusammen.
Die Linie S1 verkehrt alle 30 Minuten von Spittal an der Drau über Klagenfurt nach St. Veit an der Glan.
Vom Bahnhof fahren außerdem Busse ins Drautal, ins Gailtal, ins Rosental und zum Wörthersee.
Damit erschließt der Hauptbahnhof die ganze Umgebung der Stadt.

Zwischen Drau und Gail
Villach liegt am Zusammenfluss der Drau mit der Gail.
Die Stadt breitet sich am westlichen Rand des Klagenfurter Beckens aus.
Ihr historischer Stadtkern gruppiert sich um den weiten Hauptplatz.
Dort stehen die Dreifaltigkeitssäule und Teile der früheren Stadtmauer.
Mit rund 66 000 Einwohnern ist Villach die größte Stadt Österreichs, die nicht zugleich Landeshauptstadt ist.

Thermen, Römer und Burgen
Im Süden der Stadt liegt der Ortsteil Warmbad mit seinen warmen Quellen.
Schon in der Römerzeit bestand hier in der Nähe ein Ort namens Santicum.
Von dieser frühen Zeit zeugt der sogenannte Römerweg oberhalb von Warmbad.
Über der Gegend thront die Burg Landskron mit ihrer Adlerarena und dem nahen Affenberg.
Im Schillerpark zeigt zudem das größte Relief Europas das ganze Land Kärnten auf 182 Quadratmetern.

Berge und Seen ringsum
Über Villach erhebt sich der Dobratsch, ein Berg von 2166 Metern Höhe.
Er gilt als der Hausberg der Stadt und ist ein beliebtes Ausflugsziel.
In der Umgebung laden mehrere Seen zum Baden ein, darunter der Ossiacher See und der Faaker See.
Im Winter wiederum ist Villach für seinen großen Fasching bekannt.
Die Lage zwischen Bergen und Wasser macht die Stadt zu einem guten Standort für Ausflüge.

Ankommen in Villach
Ankommen in Villach heißt, mitten im Alpen-Adria-Raum aus dem Zug zu steigen.
Die Stadt ist nach Klagenfurt die zweitgrößte Kärntens.
Vom Hauptbahnhof sind es nur wenige Minuten bis zum Hauptplatz an der Drau.
Von dort führen die Wege hinaus zu den Seen, den Thermen und den Bergen.
So wird der große Knoten zum Ausgangspunkt für einen Ausflug in den Süden Österreichs.

Häufige Fragen
Seit wann hat Villach einen Bahnhof?
Warum ist Villach für die Bahn so wichtig?
Wohin fahren die Züge von Villach?
Was kann man vom Bahnhof aus erreichen?
Wie groß ist Villach?
Weiterfahrt
