Ortstermin
„Endstation Lübeck-Travemünde Strand, Ausgang zur Strandpromenade und zum Kurhaus, bitte alle aussteigen.“
Der Bahnhof Travemünde, wo die Bahn direkt an die Ostsee führt
→ Ein Ortstermin an der Lübecker Bucht.
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Kurz gesagt
Travemünde ist der maritime Stadtteil der Hansestadt Lübeck und ein Seebad mit mehr als einer Million Gästen im Jahr. Der denkmalgeschützte Strandbahnhof bringt die Reisenden fast bis an die Ostsee, dazu kommen ein Hafenbahnhof und der Halt am Fährhafen Skandinavienkai.
Nur wenige Bahnhöfe in Deutschland liegen so nah am Meer wie der Strandbahnhof von Travemünde.
Von seinen Kopfgleisen sind es nur ein paar Schritte bis zur Strandpromenade an der Ostsee.
Travemünde ist der maritime Stadtteil der Hansestadt Lübeck und ein Seebad mit langer Tradition.

Ankunft am Strandbahnhof
Der Bahnhof Lübeck-Travemünde Strand wird von vielen auch schlicht Strandbahnhof genannt.
Er ist ein Kopfbahnhof und bildet den Endpunkt der Strecke aus Richtung Lübeck.
Betrieblich gilt er heute nur noch als Haltepunkt, doch seine Lage ist einzigartig.
Denn er liegt unmittelbar an der Strandpromenade und dem alten Kurhaus.
Wer aussteigt, hat das Rauschen der Ostsee fast schon im Ohr.
Damit ist der Bahnhof der wohl schönste Ausgangspunkt für einen Tag am Meer.

Drei Bahnhöfe für einen Stadtteil
Travemünde ist einer der wenigen Orte mit gleich drei Bahnstationen.
Von Süd nach Nord sind das der Skandinavienkai, der Hafen und der Strand.
Der Haltepunkt am Skandinavienkai dient vor allem den Fährgästen nach Skandinavien.
Der frühere Hafenbahnhof liegt nahe der kleinen Altstadt an der Trave.
Der Strandbahnhof schließlich bringt die Badegäste direkt an die Promenade.
So verteilt sich der Verkehr auf die verschiedenen Gesichter des Seebads.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Lübeck-Travemünde Strand ist ein denkmalgeschützter Kopfbahnhof direkt an der Strandpromenade.
Regionalzüge verbinden Travemünde aus Lübeck und Hamburg im Stundentakt, die Strecke ist seit 2008 elektrifiziert.
Travemünde besitzt mit Skandinavienkai, Hafen und Strand gleich drei Bahnstationen.
Die Lübeck-Büchener Eisenbahn und die Strecke von 1882
Bauherr des Bahnhofs war die private Lübeck-Büchener Eisenbahn.
Sie eröffnete im Jahr 1882 die Strecke von Lübeck nach Travemünde.
Zunächst endete die Bahn am Hafenbahnhof unweit der Altstadt.
1898 wurde die Strecke dann bis zum Strandbahnhof verlängert.
Damit rückte die Bahn bis dicht an den Ostseestrand heran.
Ein alter Wasserturm dieser Gesellschaft steht bis heute in der Nähe des Hafens.

Ein Jugendstil-Bahnhof mit Uhrenturm
Das erste Empfangsgebäude am Strand war noch ein einfacher Holzbau.
1911 und 1912 ersetzte man ihn durch einen Neubau des Architekten Fritz Klingholz.
Dieser zeigt Elemente des Jugendstils und ist als Stahlfachwerkbau ausgeführt.
Ein dreieckiger Giebel mit einer Lünette schmückt das Empfangsgebäude.
Eine Besonderheit ist der Uhrenturm mit einer Abfahrtsanzeige aus dem Jahr 1928, die noch mit Klappziffern arbeitet.
Seit 1991 steht der ganze Bahnhof unter Denkmalschutz.

Heute im Stundentakt aus Lübeck und Hamburg
Heute erreichen Regionalzüge Travemünde aus Lübeck und Hamburg im Stundentakt.
Die Strecke von Lübeck zum Strandbahnhof ist seit 2008 elektrifiziert.
Früher gab es sogar einen Streckenast vom Hafen weiter nach Niendorf.
Dieser wurde jedoch 1974 stillgelegt und später zu einem Rad- und Wanderweg umgebaut.
So verläuft heute ein grüner Weg dort, wo einst die Züge fuhren.
Für Ausflügler bleibt die schnelle Bahn aus der Großstadt die bequemste Anreise.

Das Seebad an der Trave
Travemünde ist ein Seebad, das jährlich mehr als eine Million Gäste anzieht.
Zwischen Promenade, Sandstrand und Kurhaus lässt sich die Ostsee in Ruhe genießen.
Der Ort liegt genau dort, wo der Fluss Trave in die Ostsee mündet.
Schon der Name verrät diese Lage an der Mündung der Trave.
Kleine Personenschiffe fahren von Frühjahr bis Herbst über die Trave bis nach Lübeck.
Das Seebadmuseum erzählt, wie aus dem alten Ort ein mondänes Bad wurde.

Der Priwall und der Skandinavienkai
Auf der anderen Seite der Trave liegt die Halbinsel Priwall, die man mit einer Fähre erreicht.
Dort wurden einst Seeflugzeuge erprobt, woran ein historischer Propeller an der Promenade erinnert.
Ganz in der Nähe liegt der Skandinavienkai, der bedeutendste deutsche Ostseefährhafen.
Von hier legen große Fähren nach Schweden und in andere Ostseeländer ab.
Zusätzlich machen jedes Jahr rund zwanzig Kreuzfahrtschiffe am Ostpreußenkai fest.
So ist Travemünde zugleich Badeort und geschäftiges Tor zur Ostsee.

Geschichte zwischen Lübeck und der Ostsee
Travemünde wurde im Jahr 1187 gegründet.
Schon 1226 sicherte sich die Stadt Lübeck durch einen kaiserlichen Freiheitsbrief die Rechte an dem Ort.
Im Jahr 1329 wurde Travemünde durch Kauf endgültig Teil des Lübecker Stadtstaates.
Seit den Zeiten Heinrichs des Löwen war der Ort stark befestigt.
1510 wehrten die Verteidiger sogar einen dänischen Angriff ab.
Bis heute gehört Travemünde als Stadtteil zur Hansestadt Lübeck.

Ankommen in Travemünde
Ankommen in Travemünde heißt, mit der Bahn beinahe bis an den Strand zu fahren.
Vom denkmalgeschützten Strandbahnhof sind es nur wenige Schritte zur Promenade.
Wer mag, setzt mit der Fähre auf den Priwall über oder blickt den Fähren am Skandinavienkai nach.
Die kleinen Personenschiffe laden zu einer gemächlichen Fahrt über die Trave nach Lübeck ein.
Zurück in die Hansestadt bringt die Regionalbahn ihre Gäste im Stundentakt.
So bleibt Travemünde ein Ort, an dem Schiene und Ostsee unmittelbar zusammentreffen.

Häufige Fragen
Wie viele Bahnhöfe hat Travemünde?
Seit wann fährt die Bahn nach Travemünde?
Was ist am Strandbahnhof besonders?
Wie kommt man heute nach Travemünde?
Was kann man in Travemünde unternehmen?
Weiterfahrt
→ Ortstermin: Lübeck Hauptbahnhof – Die Hansestadt Lübeck mit ihrer Altstadt zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe.
→ Ortstermin: Der Bahnhof Lübeck – Das benachbarte Timmendorfer Strand ist ein bekanntes Ostseebad.
