Der Bahnhof St. Pölten, Westbahn-Knoten und Start der Mariazellerbahn

Ortstermin

„St. Pölten Hauptbahnhof; Reisende zur Mariazellerbahn wechseln bitte zu den schmalen Gleisen, Anschluss nach Wien auf der Westbahn.“

Der Bahnhof St. Pölten, Westbahn-Knoten und Start der Mariazellerbahn

→ Ein Ortstermin in Niederösterreich.

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Kurz gesagt

Der St. Pöltner Hauptbahnhof ist ein großer Durchgangsbahnhof an der Westbahn und ein Knoten zahlreicher Strecken. Von hier fährt man in rund 25 Minuten nach Wien, und hier beginnt die schmalspurige Mariazellerbahn.

Wer in St. Pölten ankommt, erreicht die jüngste Landeshauptstadt Österreichs an einer der ältesten Hauptstrecken des Landes.

Der Bahnhof liegt an der Westbahn, die schon 1858 eröffnet wurde.

Von hier zweigen gleich mehrere Strecken ab, darunter die schmale Mariazellerbahn in die Berge.

Bahnhof St. Pölten
Foto: Stephan Mosel, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Der große Knoten an der Westbahn

Der St. Pöltner Hauptbahnhof ist ein Durchgangsbahnhof und ein wichtiger Bahnknotenpunkt in Niederösterreich.

Er liegt an der Westbahn, die im Jahr 1858 eröffnet wurde.

Insgesamt gibt es in der Stadt zwölf Bahnhöfe, von denen der Hauptbahnhof der größte ist.

Von ihm gehen zahlreiche Strecken in alle Richtungen aus.

Damit ist der Bahnhof das Rückgrat des Verkehrs in der Region.

St. Poelten Hauptbahnhof Umbau Juli 2010 2
Foto: EBFÖpro User berrie, CC BY-SA 3.0 de, via Wikimedia Commons

Der Spatenstich von 1856

Schon 1851 wurde der Bau der Kaiserin-Elisabeth-Westbahn beschlossen.

Am 9. September 1856 erfolgte in St. Pölten der Spatenstich für den neuen Hauptbahnhof.

Für die Stadt bedeutete das einen tiefen Einschnitt in ihr Bild.

Zuerst musste das Kremsertor weichen, bald darauf wurde die ganze Stadtmauer geschleift.

An ihrer Stelle entstand die heutige Promenade, und schon 1858 rollten die ersten Züge.

St. Poelten Hauptbahnhof Umbau Juli 2010 1
Foto: EBFÖpro User berrie, CC BY-SA 3.0 de, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Der St. Pöltner Hauptbahnhof liegt an der 1858 eröffneten Westbahn; der Spatenstich war bereits 1856.

Das heutige Aufnahmegebäude entstand ab 1887; von St. Pölten fährt man heute in rund 25 Minuten nach Wien.

Hier beginnt außerdem die schmalspurige Mariazellerbahn, die seit 1907 bis nach Mariazell führt.

Immer mehr Strecken

Nach der Westbahn kamen rasch weitere Linien hinzu.

1877 ging die Traisentalbahn von Leobersdorf über Kaumberg nach St. Pölten in Betrieb.

Acht Jahre später folgten die Strecken nach Krems und nach Tulln.

Mit jeder neuen Linie wuchs die Bedeutung des Bahnhofs.

Bald war das erste Gebäude für den vielen Verkehr zu klein geworden.

Bahnhof St. Pölten September 2010 Front
Foto: Alexander Wagner, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Das Aufnahmegebäude ab 1887

Ab dem Jahr 1887 entstand in zweijähriger Bauzeit das heutige Aufnahmegebäude.

Es erhielt eine Durchfahrt zur Kremser Landstraße.

Im Laufe der Zeit wurde der Bahnhof immer wieder umgebaut und erweitert.

Nach schweren Schäden im Zweiten Weltkrieg wurde er wieder aufgebaut.

So blieb der Bahnhof über mehr als anderthalb Jahrhunderte in Bewegung.

Sankt Pölten Hbf Bf 03
Foto: Priwo, Public domain, via Wikimedia Commons

Der Start der Mariazellerbahn

Ab 1898 war der Bahnhof zugleich Ausgangspunkt der späteren Mariazellerbahn.

Diese schmalspurige Bahn wurde 1907 bis in den Wallfahrtsort Mariazell verlängert.

Wenige Jahre später wurde sie elektrisch betrieben.

Noch heute startet die beliebte Strecke in die Berge am St. Pöltner Bahnhof.

1911 kam außerdem eine eigene Straßenbahn in der Stadt hinzu.

St Pölten Hauptbahnhof nachts 2012 a
Foto: Manfred Werner – Tsui, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Nach Wien in 25 Minuten

Die Westbahn ist bis heute die wichtigste Linie des Bahnhofs.

Nach dem Ausbau der Strecke fährt man in nur rund 25 Minuten bis nach Wien.

St. Pölten ist zudem die Endstation mehrerer Nebenbahnen.

Dazu zählen die Leobersdorfer Bahn und die Strecke durch das Tullnerfeld nach Krems und Tulln.

So laufen in St. Pölten Fern- und Nahverkehr eng zusammen.

St Pölten Hauptbahnhof nachts 2012 b
Foto: Manfred Werner – Tsui, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Eine der ältesten Städte

St. Pölten erhielt bereits 1159 das Stadtrecht durch den Bischof von Passau.

Damit gilt es, wenn auch umstritten, als eine der ältesten Städte Österreichs.

Schon in der Römerzeit bestand an dieser Stelle eine Siedlung.

Später wuchs der Ort rund um ein altes Kloster heran.

Viele Spuren dieser langen Geschichte finden sich noch in der Altstadt.

VFR Ostösterreich St. Pölten
Foto: flightlog, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Die barocke Altstadt

Berühmt ist St. Pölten vor allem für seine barocke Baukunst.

Die Baumeister Jakob Prandtauer und Joseph Munggenast prägten die Stadt im 18. Jahrhundert.

In ihrem Mittelpunkt liegt der weite Rathausplatz, der früher Breiter Markt hieß.

Ganz in der Nähe erhebt sich der alte Dom der Stadt.

Durch St. Pölten fließt der Fluss Traisen, der dem Alpenvorland hier seinen Lauf gibt.

Bahnhof St. Pölten Bushaltestellen
Foto: Linie29, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ankommen in St. Pölten

Ankommen in St. Pölten heißt, in der jüngsten Landeshauptstadt Österreichs aus dem Zug zu steigen.

Erst 1986 wurde die Stadt zur Hauptstadt von Niederösterreich.

Seitdem entstand am Rand der Altstadt ein modernes Regierungs- und Kulturviertel.

Vom Bahnhof sind es nur wenige Minuten zu Fuß bis zum Rathausplatz.

So verbindet die Stadt alte Geschichte und neue Bauten an einem großen Bahnknoten.

Aerial photograph of St. Pölten ()
Foto: flightlog, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Häufige Fragen

Seit wann hat St. Pölten einen Bahnhof?
Der Spatenstich war am 9. September 1856; schon 1858 fuhren die ersten Züge, als die Westbahn eröffnet wurde.
Welche Strecken beginnen in St. Pölten?
Neben der Westbahn ist St. Pölten Ausgangspunkt der schmalspurigen Mariazellerbahn sowie Endstation der Leobersdorfer Bahn und der Strecke nach Krems und Tulln.
Wie lange dauert die Fahrt nach Wien?
Nach dem Ausbau der Westbahn fährt man von St. Pölten in rund 25 Minuten bis nach Wien.
Was ist die Mariazellerbahn?
Die schmalspurige Mariazellerbahn beginnt am St. Pöltner Bahnhof und führt seit 1907 bis in den Wallfahrtsort Mariazell; sie wurde früh elektrifiziert.
Was kann man vom Bahnhof aus erreichen?
In wenigen Minuten liegt die barocke Altstadt mit dem Rathausplatz und dem Dom; seit 1986 ist St. Pölten zudem Landeshauptstadt Niederösterreichs.

Weiterfahrt

→ Wien Hauptbahnhof, der erste Hauptbahnhof der Stadt – Wien ist über die Westbahn in rund 25 Minuten erreichbar.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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