Ortstermin
„Spittal-Millstättersee, Umsteigen ins Drautal und zur Tauernbahn Richtung Salzburg, bitte Vorsicht beim Aussteigen.“
Der Bahnhof Spittal an der Drau, wo Tauernbahn und Drautalbahn sich treffen
→ Ein Ortstermin in Oberkärnten.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Spittal-Millstättersee wurde 1871 an der Drautalbahn eröffnet und ist heute das südliche Ende der Tauernbahn. Er macht Spittal an der Drau zur Drehscheibe Oberkärntens.
Spittal an der Drau ist eine Stadt mit rund 15.000 Einwohnern im Bundesland Kärnten.
Sie liegt dort, wo Drautal, Liesertal, Mölltal und das Gebiet um den Millstätter See zusammentreffen.
Als urbanes Zentrum Oberkärntens verdankt die Stadt ihre Rolle nicht zuletzt der Eisenbahn.

Ein Bahnhof mit doppeltem Namen
Der Bahnhof der Stadt trägt den Namen Spittal-Millstättersee und weist damit zugleich auf den nahen See hin.
Er wurde im November 1871 von der privaten Südbahn-Gesellschaft eröffnet.
Damals nahm diese den Abschnitt Villach–Franzensfeste der Drautalbahn in Betrieb.
So lag Spittal von Beginn an an einer wichtigen West-Ost-Verbindung durch das Drautal.

Wie die Tauernbahn die Stadt veränderte
Richtig bedeutend wurde die Station mit dem Bau der Tauernbahn ab 1901.
Diese Gebirgsstrecke verbindet Schwarzach-St. Veit im Salzburger Land mit Spittal-Millstättersee.
Ihr Herzstück ist der über acht Kilometer lange Tauerntunnel unter dem Alpenhauptkamm.
Weil die Station dadurch stark an Bedeutung gewann, erhielt sie bis 1906 ein wesentlich größeres Aufnahmsgebäude.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Spittal-Millstättersee wurde 1871 an der Drautalbahn eröffnet und bis 1906 stark vergrößert.
Er gilt als südlicher Endpunkt der ab 1901 gebauten Tauernbahn mit ihrem langen Tauerntunnel.
Von hier bestehen Verbindungen nach Villach, Lienz und über die Berge nach Salzburg.
Südliches Ende einer Gebirgsbahn
Verkehrlich gilt Spittal-Millstättersee als südlicher Endpunkt der Tauernbahn.
Betrieblich mündet diese schon einige Kilometer nordwestlich bei Pusarnitz in die Drautalbahn ein.
Für Reisende bedeutet das, dass hier die Züge aus Salzburg auf die Strecke durch das Drautal treffen.
Von Spittal aus führen die Gleise weiter nach Villach im Osten und nach Lienz in Osttirol im Westen.

Knoten für Oberkärnten
Der Bahnhof ist das Tor zu den Tälern und Seen rund um Spittal.
Wer zum Millstätter See, ins Mölltal oder in die Nockberge will, steigt häufig hier um.
Auch Fernzüge aus Deutschland und dem Norden Österreichs halten auf ihrem Weg nach Villach und Italien.
Damit ist die Station weit mehr als nur der Bahnhof einer mittelgroßen Stadt.

Schloss Porcia
Das bekannteste Bauwerk der Stadt ist das Schloss Porcia mitten im Zentrum.
Es gilt als einer der bedeutendsten Renaissancebauten außerhalb Italiens.
Sein von Arkaden umrahmter Innenhof ist im Sommer Schauplatz von Theater und Konzerten.
Nur wenige Gehminuten vom Bahnhof entfernt versetzt der Bau die Besucher in die Zeit um 1600.

Kirchen, Paläste und ein altes Hospital
Das Khevenhüller Stadtpalais dient heute als Rathaus der Stadt.
Die katholische Pfarrkirche Mariä Verkündigung prägt gemeinsam mit der evangelischen Lutherkirche das Stadtbild.
Der Name Spittal geht auf ein mittelalterliches Hospital zurück, das einst Reisende und Kranke aufnahm.
An seinem historischen Standort ist heute die Fachhochschule Technikum Kärnten untergebracht.

See, Berge und Museen
Nur wenige Kilometer entfernt lädt der Millstätter See zum Baden und zu Schifffahrten ein.
Im Westen öffnet sich das Mölltal mit dem Großglockner und seinen Gletschern.
In Molzbichl zeigt das Museum Carantana Funde aus der frühen Geschichte Kärntens.
Über dem Drautal thront das langgestreckte Schloss Rothenthurn mit Wurzeln im 11. Jahrhundert.

Mit dem Zug durch Oberkärnten
Für einen Ausflug ohne Auto ist Spittal ein idealer Ausgangspunkt.
Vom Knotenbahnhof lassen sich das Drautal, das Mölltal und die Seenregion bequem erreichen.
Regionalzüge und Fernverbindungen greifen hier wie Zahnräder ineinander.
So bleibt die Stadt, die mit der Drautalbahn groß wurde, bis heute ein Verkehrsmittelpunkt.

Ankommen in Spittal an der Drau
Ankommen in Spittal an der Drau heißt, zwischen Fluss, Seen und hohen Bergen auszusteigen.
Vom großzügigen Aufnahmsgebäude aus sind es nur wenige Schritte bis zum Schloss Porcia.
Wer mag, wechselt gleich in den Anschlusszug ins Mölltal oder nach Lienz.
Die Luft riecht nach Wasser und Wald, und das Drautal öffnet sich weit nach allen Seiten.

Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
Häufige Fragen
Wie heißt der Bahnhof von Spittal an der Drau?
Seit wann gibt es den Bahnhof?
Welche Rolle spielt die Tauernbahn?
Was sollte man in Spittal ansehen?
Eignet sich Spittal für Ausflüge ohne Auto?
Weiterfahrt
→ Der Bahnhof Villach, Kärntens Knoten zum Alpen-Adria-Raum – die Draustadt Villach, wichtiger Knoten im Osten des Drautals
