Ortstermin
„Auf Gleis 1 fährt ein die Regionalbahn nach Zella-Mehlis, Halt in Schmalkalden, bitte einsteigen.“
Der Bahnhof Schmalkalden, einst Keilbahnhof am Thüringer Wald
→ Ein Ortstermin am Thüringer Wald.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Schmalkalden erhielt 1874 seinen Anschluss und war zeitweise ein Keilbahnhof mit einer Strecke nach Brotterode. Heute ist er ein Durchgangsbahnhof am Rand des Thüringer Waldes, nur wenige Schritte von der Fachwerkaltstadt entfernt.
Wer in Schmalkalden aus dem Zug steigt, ist in einer der schönsten Fachwerkstädte Thüringens angekommen.
Die Stadt liegt am Südwestrand des Thüringer Waldes im Landkreis Schmalkalden-Meiningen.
Ihr Bahnhof war lange ein Verzweigungspunkt und ist heute ein ruhiger Durchgangsbahnhof.

Der wichtigste Bahnhof der Fachwerkstadt
Der Bahnhof Schmalkalden ist der wichtigste Bahnhof der thüringischen Fachwerkstadt.
Neben ihm gibt es im Stadtgebiet mehrere kleinere Haltepunkte.
Dazu zählen unter anderem Auehütte, Schmalkalden Fachhochschule und Wernshausen.
Der Bahnhof liegt am Rand des Thüringer Waldes im Landkreis Schmalkalden-Meiningen.
Von hier ist es nur ein kurzer Weg in die spätmittelalterliche Altstadt.
Schmalkalden ist zugleich eine Hochschulstadt und gehört zum Oberzentrum Südthüringen.

Ein Anschluss seit 1874
Mit der Strecke von Wernshausen nach Schmalkalden erhielt die Stadt am 2. April 1874 ihren Eisenbahnanschluss.
Damit war Schmalkalden an das wachsende Netz Thüringens angebunden.
Fünfzehn Jahre später wurde die Strecke weiter nach Zella-Mehlis verlängert.
Ihr erstes Teilstück ging am 15. Dezember 1891 in Betrieb.
Das zweite folgte am 25. Januar 1893.
So wuchs der kleine Bahnhof rasch zu einem wichtigen Halt der Region.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Schmalkalden erhielt 1874 mit der Strecke von Wernshausen seinen ersten Anschluss und war zeitweise ein Keilbahnhof. Seit der Einstellung der Strecke nach Brotterode 1996 ist er wieder ein Durchgangsbahnhof. Im Stadtgebiet gibt es zusätzlich mehrere Haltepunkte.
Schmalkalden liegt im Landkreis Schmalkalden-Meiningen am Südwestrand des Thüringer Waldes. Die Fachwerkstadt gehörte fast sechshundert Jahre lang zu Hessen. Bekannt ist sie durch den Schmalkaldischen Bund von 1531 und ihr gut erhaltenes Stadtbild.
Als Schmalkalden ein Keilbahnhof wurde
Am 3. November 1892 wurde eine weitere Strecke von Schmalkalden nach Brotterode eröffnet.
Mit ihr wurde der Bahnhof zu einem sogenannten Keilbahnhof.
Bei dieser Bauform laufen zwei Strecken keilförmig auseinander.
Das große Empfangsgebäude liegt seither zwischen den beiden Strecken.
So bildete der Bahnhof lange einen Verzweigungspunkt im südthüringischen Netz.
Für die Stadt bedeutete das einen regen Verkehr in mehrere Richtungen.

Vom Keilbahnhof zum Durchgangsbahnhof
Im Jahr 1996 wurde der Personenverkehr auf der Strecke nach Brotterode eingestellt.
Zuletzt fuhren die Züge dort nur noch bis Kleinschmalkalden.
Nach der Einstellung wurde die Strecke zurückgebaut.
Seitdem ist Schmalkalden wieder ein reiner Durchgangsbahnhof.
Der Regelverkehr läuft heute über das Gleis 1.
Damit endete für Schmalkalden die Zeit als Verzweigungspunkt zweier Strecken.

Gleise, Bahnsteige und viele Haltepunkte
Der Bahnhof besitzt einen Hausbahnsteig und einen Mittelbahnsteig.
Der erste Bahnsteig ist 115 Meter lang, der zweite 165 Meter.
Im Jahr 2013 wurde der Bahnhof umgebaut.
Innerhalb der Stadt sorgen mehrere Haltepunkte für kurze Wege zur Bahn.
So ist auch die Fachhochschule mit einem eigenen Halt an die Strecke angebunden.
Der erste Bahnsteig ist 55 Zentimeter hoch, der zweite etwas niedriger.

Neunzig Prozent Fachwerk
Schmalkalden gilt als eine der schönsten Fachwerkstädte Thüringens.
Rund neunzig Prozent der spätmittelalterlichen Fachwerkhäuser sind erhalten geblieben.
Das älteste Fachwerkhaus in der Weidebrunner Gasse stammt aus den Jahren 1369 und 1370.
Im Hessenhof findet sich mit einem Wandbildzyklus die älteste bekannte profane Wandmalerei Deutschlands.
So wirkt die Altstadt bis heute wie ein Bilderbuch des Mittelalters.
Viele der Häuser stammen aus der Zeit vor mehr als fünfhundert Jahren.

Der Schmalkaldische Bund
Bekannt ist Schmalkalden vor allem durch den Schmalkaldischen Bund.
In ihm schlossen sich 1531 die protestantischen Reichsstände zusammen.
Treibende Kraft war Landgraf Philipp der Großmütige von Hessen.
Fast sechshundert Jahre lang gehörte die Stadt als Exklave zu Hessen.
Das Lutherhaus von 1530 erinnert an die Zeit der Reformation.
So schrieb die kleine Stadt ein Stück deutscher Geschichte.

Schloss Wilhelmsburg über der Stadt
Über der Altstadt erhebt sich das Schloss Wilhelmsburg.
Es wurde zwischen 1585 und 1590 als Renaissanceschloss erbaut.
Heute beherbergt es ein Museum.
Die Stadtkirche St. Georg entstand zwischen 1437 und 1509.
Am Rand der Stadt zeigt die Neue Hütte eine historische Hochofenanlage.
Ein Zinnfigurenmuseum in der Stadt zeigt zudem historische Figuren.

Ankommen in Schmalkalden
Ankommen in Schmalkalden heißt, am Rand des Thüringer Waldes aus dem Zug zu steigen.
Vom Bahnhof sind es nur wenige Schritte in die Fachwerkaltstadt.
Über der Stadt wartet das Schloss Wilhelmsburg auf einen Besuch.
Mit der Bahn geht es weiter in Richtung Zella-Mehlis oder nach Wernshausen.
So verbindet der Bahnhof das alte Fachwerk mit dem Netz Südthüringens.
So bleibt die Fachwerkstadt bequem mit dem Zug erreichbar.

Häufige Fragen
Seit wann hat Schmalkalden einen Bahnhof?
Was ist ein Keilbahnhof?
Welche Bahn hält heute in Schmalkalden?
Wofür ist Schmalkalden bekannt?
Was kann man vom Bahnhof aus erreichen?
Weiterfahrt
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