Ortstermin
„Auf Gleis 2 fährt ein der Regional-Express in Richtung Gößnitz, Halt in Meerane, bitte einsteigen.“
Der Bahnhof Meerane, ein Halt in der alten Weberstadt
→ Ein Ortstermin im Landkreis Zwickau.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Meerane liegt an der Strecke von Glauchau nach Gößnitz, einem Teil der Mitte-Deutschland-Verbindung, und besteht seit 1858. Er ist die einzige Bahnstation der alten sächsischen Weberstadt.
Wer in Meerane aus dem Zug steigt, ist in einer alten sächsischen Weberstadt angekommen.
Die Stadt liegt im Nordwesten des Landkreises Zwickau nahe der Autobahn 4.
Ihr Bahnhof gehört zu den frühen Stationen Westsachsens.

Die einzige Bahnstation der Stadt
Der Bahnhof Meerane ist die einzige Bahnstation im Gebiet der sächsischen Stadt.
Er liegt an der Strecke von Glauchau-Schönbörnchen nach Gößnitz.
Diese Strecke ist ein Teil der sogenannten Mitte-Deutschland-Verbindung.
Güterverkehrsanlagen gibt es am Bahnhof heute nicht mehr.
Für die Fahrgäste ist er der zentrale Zugang zur Bahn.
Meerane ist zugleich Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Meerane-Schönberg.

An der Strecke seit 1858
Der Bahnhof Meerane besteht seit der Eröffnung der Strecke am 15. November 1858.
Sie wurde von der Sächsischen Staatseisenbahn gebaut.
Damit gehört Meerane zu den frühen Bahnstädten Westsachsens.
Die Bahn kam zu einer Zeit, als die Textilindustrie der Stadt stark wuchs.
In den Jahren 1940 und 1941 wurde das Empfangsgebäude vollständig umgebaut.
Der alte Fassadenschmuck wich dabei glatten Putzflächen.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Meerane besteht seit 1858 und liegt an der Strecke von Glauchau nach Gößnitz, einem Teil der Mitte-Deutschland-Verbindung. Er ist die einzige Bahnstation der Stadt. Heute halten hier Regionalbahnen und Regional-Express-Züge.
Meerane ist eine sächsische Stadt im Nordwesten des Landkreises Zwickau. Im 19. Jahrhundert prägte eine ausgeprägte Textilindustrie das Stadtbild. Das Alte Rathaus von 1727 und die St.-Martins-Kirche gehören zu ihren Wahrzeichen.
Teil der Mitte-Deutschland-Verbindung
Heute halten in Meerane Regionalbahnen und Regional-Express-Züge.
Sie verkehren auf der Mitte-Deutschland-Verbindung zwischen Sachsen und Thüringen.
So ist die Stadt in beide Richtungen an das Netz angebunden.
Der Bahnhof liegt verkehrsgünstig nahe der Autobahn 4.
Von dort sind Glauchau und Gößnitz schnell erreichbar.
So bleibt die Stadt trotz ihrer Größe gut mit der Bahn erreichbar.

Umbau und Fahrdraht
Im Mai 1984 erreichte das Elektrifizierungsprogramm der Deutschen Reichsbahn den Bahnhof Meerane.
Die Gleise wurden dabei aus Kostengründen mit einer einfachen Fahrleitung überspannt.
So konnten elektrische Züge die Strecke befahren.
Der Umbau zeigte, wie wichtig die Verbindung für den Verkehr war.
Bis heute prägt der Fahrdraht das Bild über den Gleisen.
Auch heute noch verkehren auf der Strecke elektrische Züge.

Als Fernzüge in Meerane hielten
Nach der politischen Wende von 1990 hielten in Meerane für kurze Zeit auch Fernzüge.
Im Fahrplan 1993 und 1994 hielt ein Zugpaar zwischen Chemnitz und Erfurt.
Dazu kam ein Interregio-Paar zwischen Chemnitz und Aachen.
Im Güterverkehr brachen die Leistungen jedoch stark ein.
Nach dem Jahr 2000 wurden die Güteranlagen stillgelegt und Gleise ausgebaut.
Seither ist der Bahnhof vor allem ein Halt des Nahverkehrs.

Die Stadt der Weber
Meerane wurde im 19. Jahrhundert von einer starken Textilindustrie geprägt.
Schon im 16. Jahrhundert gab es hier eine Weberei.
Im Jahr 1612 wurde eine Weberzunft gegründet.
Der Zuzug niederländischer Weber brachte neues Können in die Stadt.
Bekannt war Meerane für wollene und halbwollene Damenkleiderstoffe.
Im Jahr 1876 arbeiteten in der Stadt bereits rund 2500 Menschen in der Weberei.

Rathaus, Kirche und ein Komponist
Das Alte Rathaus von 1727 wurde vollständig restauriert und wird heute für Hochzeiten genutzt.
Im Alten Rathaus zeigt das Heimatmuseum die Geschichte der Stadt.
Zu sehen sind dort auch ein Handwebstuhl und ein mechanischer Webstuhl.
Die St.-Martins-Kirche wurde erstmals 1314 erwähnt, ihr Turm ist im Kern noch romanisch.
Im Kunsthaus erinnert eine Ausstellung an den Meeraner Komponisten Werner Bochmann.
Das barocke Pfarrhaus neben der Kirche ist das einzige original barock erhaltene Gebäude der Stadt.

Von den Schönburgern zur Industriestadt
Lange gehörte Meerane zu den Schönburgischen Herrschaften.
Im Jahr 1493 wurde die Herrschaft Meerane mit der Herrschaft Glauchau vereinigt.
Mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert wuchs die Stadt stark.
Die Erweiterung jener Zeit prägt bis heute das Stadtbild.
So wurde aus dem alten Weberort eine geschäftige Industriestadt.
Die Schönburger besaßen Meerane einst als böhmisches Lehen.

Ankommen in Meerane
Ankommen in Meerane heißt, in einer alten Weberstadt im Nordwesten des Landkreises Zwickau auszusteigen.
Vom Bahnhof führt der Weg in die Stadt mit ihrem restaurierten Alten Rathaus.
Von hier verbindet die Mitte-Deutschland-Verbindung die Stadt mit Sachsen und Thüringen.
Nach Glauchau und Zwickau ist es nur eine kurze Fahrt.
So verbindet der Bahnhof die Textilgeschichte mit dem heutigen Nahverkehr.
So bleibt die alte Weberstadt ein bequemer Halt an der Strecke.

Häufige Fragen
Seit wann hat Meerane einen Bahnhof?
Welche Züge halten heute in Meerane?
Hielten in Meerane auch Fernzüge?
Wofür ist Meerane bekannt?
Was kann man vom Bahnhof aus erreichen?
Weiterfahrt
→ Ortstermin Zwickau Hauptbahnhof: Wo Schumann und das Auto zu Hause sind – Zwickau ist die nahe Großstadt und ein Eisenbahnknoten in Westsachsen.
→ Ortstermin: Der Bahnhof Zwickau – Glauchau liegt an derselben Strecke und ist in wenigen Minuten erreichbar.
