Ortstermin
„Nächster Halt Riedlingen, bitte zur Fachwerkstadt an der Donau aussteigen.“
Der Bahnhof Riedlingen, wo die Donaubahn die Fachwerkstadt streift
→ Ein Ortstermin im westlichen Oberschwaben an der Donau.
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Kurz gesagt
Riedlingen ist eine Fachwerkstadt am Südrand der Schwäbischen Alb an der Donau. Der Bahnhof liegt rund 900 Meter südlich der Altstadt an der Donaubahn.
Riedlingen ist eine Kleinstadt am Südrand der Schwäbischen Alb, dort wo die Donau durch das westliche Oberschwaben fließt.
Die Stadt ist ein Mittelzentrum im Großraum Ulm und wurde bereits im Jahr 835 erstmals urkundlich erwähnt.
Der Bahnhof an der Donaubahn bringt Reisende bis heute nahe an die alte Fachwerkstadt an der Donau heran.

Ein Halt an der Donaubahn
Der Bahnhof Riedlingen liegt an der Donaubahn, der Bahnstrecke von Ulm nach Sigmaringen.
Regional-Express-Züge verbinden die Stadt im Stundentakt sowohl mit Ulm als auch mit Sigmaringen.
In Richtung Donaueschingen, teilweise sogar bis Villingen, fahren die Züge etwa im Zwei-Stunden-Takt.
Der Bahnhof selbst liegt rund 900 Meter südlich der historischen Altstadt.
So ist Riedlingen entlang des Flusses nach Osten wie nach Westen gut mit der Schiene verbunden.

Die Eröffnung von 1870
Die Station wurde im Jahr 1870 mit der Donaubahn eröffnet und ist bis heute ein Durchgangsbahnhof.
Die Strecke folgt über weite Abschnitte dem Lauf der Donau durch das weite Oberschwaben.
Riedlingen wurde damit früh an das Netz der württembergischen Bahnen angebunden.
Der Bahnhof entwickelte sich rasch zu einem wichtigen Ziel für die Menschen der ganzen Umgebung.
Für die Stadt am Rand der Alb bedeutete der Anschluss einen großen Schritt in die moderne Zeit.

Gut zu wissen
Riedlingen liegt an der Donaubahn Ulm–Sigmaringen und wird im Stundentakt von Regional-Express-Zügen bedient.
Der Bahnhof liegt rund 900 Meter südlich der Altstadt und wurde im Jahr 1870 eröffnet.
Von 1916 bis 1960 zweigte hier die schmalspurige Federseebahn nach Bad Schussenried ab.
Das Empfangsgebäude ist erhalten, seit 2017 gibt es ein Video-Reisezentrum, das auch am Wochenende geöffnet ist.
Die schmalspurige Federseebahn
Von 1916 bis 1960 zweigte im Bahnhof Riedlingen die schmalspurige Federseebahn nach Bad Schussenried ab.
In dieser Zeit war Riedlingen ein Anschlussbahnhof, an dem die Reisenden zwischen den Spurweiten wechselten.
Die Schmalspurbahn endete auf dem Bahnhofsvorplatz westlich des Empfangsgebäudes.
Von dort führte sie nach Norden und überquerte die Hauptstrecke bald auf einer Brücke in Richtung Buchau.
Nach der Stilllegung im Jahr 1960 wurden die Anlagen entfernt und teilweise wieder überbaut.

Bahnsteige und Empfangsgebäude
Die beiden Bahnsteige sind 38 Zentimeter hoch und über einen höhengleichen Übergang miteinander verbunden.
Der Hausbahnsteig ist überdacht und bietet den Reisenden Schutz bei Wind und Wetter.
Das Empfangsgebäude mit seiner alten Wartehalle ist bis heute erhalten geblieben.
Der vom Fahrdienstleiter bediente Fahrkartenschalter wurde im Jahr 2015 geschlossen.
Seit 2017 gibt es stattdessen ein Video-Reisezentrum, das auch am Wochenende zur Verfügung steht.

Güterverkehr von einst
Die Anlagen für den Güterverkehr lagen früher nördlich des Bahnhofs.
Zur Federseebahn gehörten ein Umladegleis mit einem Bockkran und zwei Rollbockgruben.
Auf diesen Rollböcken wurden die normalspurigen Wagen auf die schmale Spur gesetzt.
Von diesen technischen Einrichtungen ist am Bahnhof heute nichts mehr zu sehen.
Heute erinnert nur noch die Geschichte an das rege Umladen zwischen den Spurweiten.

Ein Rathaus von 1447
Das Riedlinger Rathaus wurde 1447 zunächst als Kaufhaus errichtet und dient heute der Stadtverwaltung.
Die Altstadt besticht durch ihren historischen Marktplatz mit Bürgerhäusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert.
Als Wahrzeichen gilt die katholische Kirche St. Georg, deren älteste Darstellung aus dem Jahr 1589 stammt.
Eine überregionale Attraktion ist die 1997 erbaute Orgel in dieser Kirche.
Riedlingen liegt zugleich an der Oberschwäbischen Barockstraße und an der Deutschen Fachwerkstraße.

Die Schöne Stiege
Das im Jahr 1556 erbaute Ackerbürgerhaus Schöne Stiege gehört zu den wichtigsten Fachwerkbauten Oberschwabens.
Seit Ende 2002 ist darin das städtische Museum der Stadt untergebracht.
In der Galerie im Spital zum Heiligen Geist am Wochenmarkt gibt es wechselnde Ausstellungen.
So bewahrt die Stadt ihre lange Geschichte an gleich mehreren Orten zugleich.
In der Stadtbücherei im ehemaligen Kapuzinerkloster erinnert zudem eine Gedenkstätte an den Schriftsteller Werner Dürrson.

An Donau und Alb
Riedlingen liegt am Donauradweg und am Radwanderweg zwischen Donau und Bodensee.
Auch der Oberschwäbische Pilgerweg führt seit 2009 mit einer Schleife durch die Stadt.
Rundherum breitet sich die weite Landschaft aus Fluss, Wiesen und den Höhen der Schwäbischen Alb aus.
Zu Fuß oder mit dem Rad lässt sich das Umland von hier aus sehr gut erkunden.
Die Donau begleitet dabei auf fast allen Wegen die Reisenden.

Ankommen in Riedlingen
Ankommen in Riedlingen heißt, den Bahnhof südlich der Stadt zu verlassen und in wenigen Minuten die Altstadt zu erreichen.
Schon bald steht man auf dem historischen Marktplatz zwischen den alten Bürgerhäusern.
Die Schöne Stiege und das alte Rathaus liegen nur wenige Schritte voneinander entfernt.
Wer mag, folgt anschließend dem Donauradweg hinaus in die weite Landschaft.
So verbindet der Ausflug die alte Fachwerkstadt mit dem breiten Tal der Donau.

Häufige Fragen
An welcher Strecke liegt Riedlingen?
Seit wann hat Riedlingen einen Bahnhof?
Was war die Federseebahn?
Wie weit ist es vom Bahnhof in die Altstadt?
Was sollte man in Riedlingen ansehen?
Weiterfahrt
→ Ortstermin: Ulm Hauptbahnhof – Ulm mit seinem Münster ist der große Knoten am östlichen Ende der Donaubahn.
→ Ortstermin: Der Bahnhof Kulmbach in Oberfranken – Sigmaringen mit seinem Hohenzollernschloss liegt donauaufwärts an derselben Strecke.
