Der Bahnhof Rheinsberg, wo die Nebenbahn am Schloss Friedrichs endet

Ortstermin

„Endstation Rheinsberg; bitte aussteigen zum Schloss, zum Rhin und zu einem Bilderbuch für Verliebte.“

Der Bahnhof Rheinsberg, wo die Nebenbahn am Schloss Friedrichs endet

→ Ein Ortstermin in Rheinsberg in Brandenburg.

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Kurz gesagt

Der Bahnhof Rheinsberg besteht seit 1899 und bildet heute das Ende der Nebenbahn aus Löwenberg. Von hier sind es nur wenige Minuten bis zum Schloss Rheinsberg, in dem einst der junge Kronprinz Friedrich lebte und das Kurt Tucholsky berühmt machte.

Rheinsberg ist eine Kleinstadt im Norden Brandenburgs, gelegen am Fluss Rhin.

Bekannt wurde der Ort vor allem durch sein Schloss und durch ein schmales Buch von Kurt Tucholsky.

Der Bahnhof liegt am Ende einer ruhigen Nebenbahn, knapp einen Kilometer vom Markt entfernt.

Rheinsberg Bahnhof ()
Foto: IngolfBLN, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Ankunft am Rhin

Der Bahnhof Rheinsberg liegt südlich der Innenstadt, knapp einen Kilometer von Markt und Schloss entfernt.

Hier endet die Bahn, denn Rheinsberg ist heute Endpunkt der Strecke.

Wer aussteigt, geht durch eine ruhige Kleinstadt am Wasser.

Der Rhin, ein Nebenfluss der Havel, prägt die ganze Gegend mit Seen und Kanälen.

Schon nach wenigen Minuten steht man vor dem berühmten Schloss.

Rheinsberg Bahnhof ()
Foto: IngolfBLN, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Ein Bahnhof seit 1899

Einen Bahnhof hat Rheinsberg seit dem Jahr 1899.

Er entstand an der Löwenberg-Lindow-Rheinsberger Eisenbahn, einer typischen märkischen Nebenbahn.

Bis dahin war der abgelegene Ort nur mühsam zu erreichen.

Mit der Bahn kamen nun leichter Gäste, Waren und Ausflügler.

Gerade für einen Erholungsort war das ein großer Vorteil.

Rheinsberg Bahnhof ()
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Gut zu wissen

Der Bahnhof Rheinsberg ist Endpunkt der Strecke aus Löwenberg; auf der Linie RB 54 fahren täglich rund neun Zugpaare mit Anschluss nach Berlin.

Der Bahnhof besteht seit 1899 und liegt knapp einen Kilometer von Markt und Schloss entfernt.

Sehenswert sind das Schloss Rheinsberg mit dem Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum, das Schlosstheater und die Seen ringsum.

Die Nebenbahn aus Löwenberg

Heute fährt auf der Strecke die Regionalbahn-Linie RB 54.

Sie wird von der Niederbarnimer Eisenbahn betrieben und verbindet Rheinsberg mit Löwenberg in der Mark.

Täglich verkehren etwa neun Zugpaare, in Löwenberg besteht Anschluss in Richtung Berlin.

Am Wochenende beginnt und endet sogar ein Zug direkt in Berlin am Ostkreuz.

So bleibt die kleine Stadt trotz ihrer Lage gut mit der Hauptstadt verbunden.

Rheinsberg Bahnhof ()
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Zwei verschwundene Strecken

Früher reichte die Bahn noch weiter als heute.

Zwischen 1928 und 1945 gab es eine Fortsetzung bis zum Flecken Zechlin.

Von 1958 bis 1996 führte zudem eine Strecke zum Kernkraftwerk am Großen Stechlinsee.

An seinem Südkopf zweigt bis heute das Gleis zu diesem stillgelegten Kraftwerk ab.

Von den einstigen Ästen ist im Alltag nur noch die Linie nach Löwenberg übrig.

Rheinsberg Bahnhof ()
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Der Bahnhof heute

Der Bahnhof Rheinsberg ist heute der Endpunkt der aus Löwenberg kommenden Strecke.

Er befindet sich im Besitz eines Eisenbahn-Infrastrukturunternehmens namens RegioInfra.

Die Anlage ist überschaubar und passt zu einer beschaulichen Kleinstadt.

Für Ausflügler ist der Bahnhof ein bequemer Startpunkt in den Ort.

Von hier führen kurze Wege zum Schloss, zum Wasser und in die Gassen.

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Das Schloss Rheinsberg

Das Schloss Rheinsberg wurde von 1734 bis 1739 von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff umgebaut.

Von 1736 bis 1740 lebte hier der junge Kronprinz Friedrich, der spätere König Friedrich II. von Preußen.

Auch sein Bruder Heinrich, Prinz von Preußen, wohnte lange in Rheinsberg.

In der DDR-Zeit diente das Schloss als Klinik, heute ist es ein Museum.

Im Schloss ist außerdem ein Museum für den Schriftsteller Kurt Tucholsky untergebracht.

Rheinsberg Bahnhof ()
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Tucholsky und Fontane

Berühmt wurde Rheinsberg durch das Buch Rheinsberg, ein Bilderbuch für Verliebte von Kurt Tucholsky.

Es erzählt von ein paar unbeschwerten Sommertagen zweier junger Menschen im Ort.

Das Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum im Schloss bewahrt sein Werk und zeigt wechselnde Ausstellungen.

Schon Theodor Fontane hatte Rheinsberg in seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg beschrieben.

So ist die kleine Stadt seit Langem auch ein Ort der Literatur.

Rheinsberg Bahnhof ()
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Musik, Kirche und Erholung

Im ehemaligen Kavalierhaus ist seit 1991 eine Musikakademie untergebracht, die das Schlosstheater betreibt.

Jeden Sommer lockt die Kammeroper Schloss Rheinsberg viele Besucher an.

In der Stadt steht die evangelische Kirche St. Laurentius, deren Kern aus dem 13. Jahrhundert stammt.

Rheinsberg ist zudem als staatlich anerkannter Erholungsort ausgewiesen.

Rund um die Seen laden Wege zum Wandern, Radfahren und Bootfahren ein.

Rheinsberg Bahnhof ()
Foto: IngolfBLN, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Ankommen in Rheinsberg

Ankommen in Rheinsberg heißt, an einem stillen Endbahnhof auszusteigen und in eine andere Zeit einzutauchen.

Vom Bahnhof sind es nur wenige Minuten bis zum Schloss am Wasser.

Dort lässt sich der Spur des jungen Friedrich und der von Kurt Tucholsky folgen.

Wer mehr Ruhe sucht, wandert an den Seen entlang oder fährt mit dem Boot hinaus.

Und am Abend bringt die Nebenbahn einen gemächlich zurück Richtung Löwenberg und Berlin.

Rheinsberg Bahnhof ()
Foto: IngolfBLN, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Häufige Fragen

Seit wann hat Rheinsberg einen Bahnhof?
Seit 1899, an der damaligen Löwenberg-Lindow-Rheinsberger Eisenbahn. Heute ist er Endpunkt der Strecke aus Löwenberg.
Wie kommt man mit der Bahn nach Rheinsberg?
Mit der Linie RB 54 der Niederbarnimer Eisenbahn ab Löwenberg in der Mark, wo Anschluss in Richtung Berlin besteht. Am Wochenende fährt ein Zug direkt bis Berlin Ostkreuz.
Was hat es mit dem Schloss Rheinsberg auf sich?
Von 1736 bis 1740 lebte hier der junge Kronprinz Friedrich, der spätere Friedrich II. von Preußen. Heute ist das Schloss ein Museum und beherbergt das Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum.
Warum ist Rheinsberg mit Kurt Tucholsky verbunden?
Sein Buch Rheinsberg, ein Bilderbuch für Verliebte machte den Ort berühmt. Ein Literaturmuseum im Schloss bewahrt sein Werk.
Gab es früher mehr Bahnstrecken?
Ja. Bis 1945 fuhr die Bahn weiter bis Flecken Zechlin, von 1958 bis 1996 gab es eine Strecke zum Kernkraftwerk am Großen Stechlinsee. Heute bleibt die Linie nach Löwenberg.

Weiterfahrt

→ Der Bahnhof Neuruppin, drei Halte für die Fontanestadt – Die Fontanestadt liegt südlich und ist eine bekannte Nachbarin am Ruppiner See.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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