Ortstermin
„Endstation Rheinsberg; bitte aussteigen zum Schloss, zum Rhin und zu einem Bilderbuch für Verliebte.“
Der Bahnhof Rheinsberg, wo die Nebenbahn am Schloss Friedrichs endet
→ Ein Ortstermin in Rheinsberg in Brandenburg.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Rheinsberg besteht seit 1899 und bildet heute das Ende der Nebenbahn aus Löwenberg. Von hier sind es nur wenige Minuten bis zum Schloss Rheinsberg, in dem einst der junge Kronprinz Friedrich lebte und das Kurt Tucholsky berühmt machte.
Rheinsberg ist eine Kleinstadt im Norden Brandenburgs, gelegen am Fluss Rhin.
Bekannt wurde der Ort vor allem durch sein Schloss und durch ein schmales Buch von Kurt Tucholsky.
Der Bahnhof liegt am Ende einer ruhigen Nebenbahn, knapp einen Kilometer vom Markt entfernt.

Ankunft am Rhin
Der Bahnhof Rheinsberg liegt südlich der Innenstadt, knapp einen Kilometer von Markt und Schloss entfernt.
Hier endet die Bahn, denn Rheinsberg ist heute Endpunkt der Strecke.
Wer aussteigt, geht durch eine ruhige Kleinstadt am Wasser.
Der Rhin, ein Nebenfluss der Havel, prägt die ganze Gegend mit Seen und Kanälen.
Schon nach wenigen Minuten steht man vor dem berühmten Schloss.

Ein Bahnhof seit 1899
Einen Bahnhof hat Rheinsberg seit dem Jahr 1899.
Er entstand an der Löwenberg-Lindow-Rheinsberger Eisenbahn, einer typischen märkischen Nebenbahn.
Bis dahin war der abgelegene Ort nur mühsam zu erreichen.
Mit der Bahn kamen nun leichter Gäste, Waren und Ausflügler.
Gerade für einen Erholungsort war das ein großer Vorteil.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Rheinsberg ist Endpunkt der Strecke aus Löwenberg; auf der Linie RB 54 fahren täglich rund neun Zugpaare mit Anschluss nach Berlin.
Der Bahnhof besteht seit 1899 und liegt knapp einen Kilometer von Markt und Schloss entfernt.
Sehenswert sind das Schloss Rheinsberg mit dem Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum, das Schlosstheater und die Seen ringsum.
Die Nebenbahn aus Löwenberg
Heute fährt auf der Strecke die Regionalbahn-Linie RB 54.
Sie wird von der Niederbarnimer Eisenbahn betrieben und verbindet Rheinsberg mit Löwenberg in der Mark.
Täglich verkehren etwa neun Zugpaare, in Löwenberg besteht Anschluss in Richtung Berlin.
Am Wochenende beginnt und endet sogar ein Zug direkt in Berlin am Ostkreuz.
So bleibt die kleine Stadt trotz ihrer Lage gut mit der Hauptstadt verbunden.

Zwei verschwundene Strecken
Früher reichte die Bahn noch weiter als heute.
Zwischen 1928 und 1945 gab es eine Fortsetzung bis zum Flecken Zechlin.
Von 1958 bis 1996 führte zudem eine Strecke zum Kernkraftwerk am Großen Stechlinsee.
An seinem Südkopf zweigt bis heute das Gleis zu diesem stillgelegten Kraftwerk ab.
Von den einstigen Ästen ist im Alltag nur noch die Linie nach Löwenberg übrig.

Der Bahnhof heute
Der Bahnhof Rheinsberg ist heute der Endpunkt der aus Löwenberg kommenden Strecke.
Er befindet sich im Besitz eines Eisenbahn-Infrastrukturunternehmens namens RegioInfra.
Die Anlage ist überschaubar und passt zu einer beschaulichen Kleinstadt.
Für Ausflügler ist der Bahnhof ein bequemer Startpunkt in den Ort.
Von hier führen kurze Wege zum Schloss, zum Wasser und in die Gassen.

Das Schloss Rheinsberg
Das Schloss Rheinsberg wurde von 1734 bis 1739 von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff umgebaut.
Von 1736 bis 1740 lebte hier der junge Kronprinz Friedrich, der spätere König Friedrich II. von Preußen.
Auch sein Bruder Heinrich, Prinz von Preußen, wohnte lange in Rheinsberg.
In der DDR-Zeit diente das Schloss als Klinik, heute ist es ein Museum.
Im Schloss ist außerdem ein Museum für den Schriftsteller Kurt Tucholsky untergebracht.

Tucholsky und Fontane
Berühmt wurde Rheinsberg durch das Buch Rheinsberg, ein Bilderbuch für Verliebte von Kurt Tucholsky.
Es erzählt von ein paar unbeschwerten Sommertagen zweier junger Menschen im Ort.
Das Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum im Schloss bewahrt sein Werk und zeigt wechselnde Ausstellungen.
Schon Theodor Fontane hatte Rheinsberg in seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg beschrieben.
So ist die kleine Stadt seit Langem auch ein Ort der Literatur.

Musik, Kirche und Erholung
Im ehemaligen Kavalierhaus ist seit 1991 eine Musikakademie untergebracht, die das Schlosstheater betreibt.
Jeden Sommer lockt die Kammeroper Schloss Rheinsberg viele Besucher an.
In der Stadt steht die evangelische Kirche St. Laurentius, deren Kern aus dem 13. Jahrhundert stammt.
Rheinsberg ist zudem als staatlich anerkannter Erholungsort ausgewiesen.
Rund um die Seen laden Wege zum Wandern, Radfahren und Bootfahren ein.

Ankommen in Rheinsberg
Ankommen in Rheinsberg heißt, an einem stillen Endbahnhof auszusteigen und in eine andere Zeit einzutauchen.
Vom Bahnhof sind es nur wenige Minuten bis zum Schloss am Wasser.
Dort lässt sich der Spur des jungen Friedrich und der von Kurt Tucholsky folgen.
Wer mehr Ruhe sucht, wandert an den Seen entlang oder fährt mit dem Boot hinaus.
Und am Abend bringt die Nebenbahn einen gemächlich zurück Richtung Löwenberg und Berlin.

Häufige Fragen
Seit wann hat Rheinsberg einen Bahnhof?
Wie kommt man mit der Bahn nach Rheinsberg?
Was hat es mit dem Schloss Rheinsberg auf sich?
Warum ist Rheinsberg mit Kurt Tucholsky verbunden?
Gab es früher mehr Bahnstrecken?
Weiterfahrt
→ Der Bahnhof Neuruppin, drei Halte für die Fontanestadt – Die Fontanestadt liegt südlich und ist eine bekannte Nachbarin am Ruppiner See.
