Ortstermin
„Nächster Halt Oviedo, Übergang zwischen Breit- und Schmalspur sowie zur Altstadt über die Schalterhalle.“
Der Bahnhof Oviedo, wo Breit- und Schmalspur zusammenkommen
→ Ein Ortstermin in Asturien.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Oviedo ist der wichtigste Bahnhof der Hauptstadt Asturiens. Er vereint die Breitspur der Renfe mit den früheren Schmalspurstrecken der FEVE unter einem Dach.
Wer nach Oviedo fährt, erreicht die Hauptstadt des grünen Nordens von Spanien.
Der Bahnhof der Stadt ist eine Besonderheit, denn hier treffen zwei Spurweiten aufeinander.
Dieser Ortstermin stellt den Bahnhof und die alte Stadt dahinter vor.

Ein Bahnhof seit 1874
Der Bahnhof Oviedo wurde am 23. Juli 1874 eröffnet.
Anlass war die Inbetriebnahme eines Abschnitts der Bahn von Gijón nach León.
Gebaut wurde er von einer Gesellschaft, die das Netz in Asturien aufbaute.
Nach einer wechselvollen Geschichte ging der Bahnhof später an die spanische Staatsbahn.
Bis heute trägt er auch den alten Namen Estación del Norte, den Nordbahnhof.

Breitspur und Schmalspur unter einem Dach
Die größte Besonderheit des Bahnhofs ist das Nebeneinander zweier Spurweiten.
Auf der Breitspur fahren die großen Züge der Renfe.
Daneben enden die Schmalspurstrecken, die früher die Gesellschaft FEVE betrieb.
Seit dem Jahr 1999 laufen auch diese Schmalspurzüge in den Bahnhof ein.
Im Jahr 2013 ging die FEVE in der Renfe auf, die seither alle Züge betreibt.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Oviedo wurde am 23. Juli 1874 eröffnet.
Er vereint die Breitspur der Renfe mit den früheren Schmalspurstrecken der FEVE.
Die Cámara Santa der Kathedrale gehört zum Welterbe der UNESCO.
Wohin die Gleise führen
Vom Bahnhof Oviedo führen Strecken in alle Teile Asturiens.
Die Nahverkehrslinien verbinden die Stadt mit Gijón und dem Umland.
Über die Breitspur erreichen Fernzüge der Gattung Alvia die Hauptstadt Madrid.
Dabei halten sie unterwegs in León oder in Valladolid.
So ist Oviedo der Mittelpunkt des Bahnnetzes in der Region.

Gleise, Bahnsteige und Zahlen
Der Bahnhof verfügt über vier Bahnsteige, an denen insgesamt dreizehn Gleise liegen.
Für die Anlagen ist heute das Unternehmen Adif zuständig.
Im Jahr 2018 zählte der Bahnhof rund 3,5 Millionen Reisende.
Damit gehört er zu den wichtigen Bahnhöfen im Norden Spaniens.
Fern-, Regional- und Nahverkehr treffen hier zusammen.

Ein Bahnhof mit Narben und Neuanfang
Der Bahnhof hat die Geschichte des 20. Jahrhunderts miterlebt.
Im Spanischen Bürgerkrieg wurde das Gebäude beschädigt.
Der Architekt Agustín Ballesteros plante danach den Wiederaufbau.
Im Jahr 1946 wurde der Bahnhof wiedereröffnet.
So steht das heutige Gebäude für den Neuanfang nach schweren Jahren.

Die Kathedrale und die Cámara Santa
Im Herzen der Altstadt steht die Kathedrale San Salvador.
Der heutige Bau wurde 1388 über einer älteren Kirche errichtet.
Ihr Südturm kam im Jahr 1556 hinzu, der Nordturm blieb unvollendet.
An die Kathedrale schließt die Cámara Santa aus dem Jahr 802 an.
Diese kleine Kapelle gehört zum Welterbe der UNESCO.

Vorromanische Bauten am Naranco
Am Hang des Berges Naranco stehen zwei außergewöhnliche Bauten.
Santa María del Naranco entstand im 9. Jahrhundert als Halle für König Ramiro I.
Später wurde sie als Kirche genutzt.
Gleich daneben steht die kleine Kirche San Miguel de Lillo aus derselben Zeit.
Beide zählen zu den wichtigsten vorromanischen Bauwerken Spaniens.

Durch die Altstadt von Oviedo
Die Altstadt gruppiert sich um den Platz Plaza del Fontán.
Dort findet seit Jahrhunderten ein Markt statt.
Im Campoamor-Theater werden jedes Jahr die Preise der Princesa de Asturias verliehen.
Die Stadt wurde der Überlieferung nach im Jahr 761 von zwei Mönchen gegründet.
Unter König Alfons II. wurde Oviedo zur Residenz und Hauptstadt.

Ankommen in Oviedo
Ankommen in Oviedo heißt, im grünen Norden Spaniens auf eine stille, alte Stadt zu treffen.
Vom Bahnhof sind es nur wenige Minuten bis zur Kathedrale und zur Altstadt.
Wer mag, steigt in einen Schmalspurzug und fährt hinaus an die Küste.
Auch der Pilgerweg nach Santiago nimmt hier seinen Lauf.
So ist der Bahnhof ein ruhiger Auftakt für einen Besuch in Asturien.

Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
Häufige Fragen
Wann wurde der Bahnhof Oviedo eröffnet?
Was ist am Bahnhof Oviedo besonders?
Welche Städte erreicht man von Oviedo aus?
Was kann man in Oviedo besichtigen?
Warum ist Oviedo wichtig für den Jakobsweg?
Weiterfahrt
→ Ortstermin: Bilbao-Abando – die baskische Metropole mit dem Bahnhof Abando
