Ortstermin
„Sehr geehrte Fahrgäste, Sie erreichen Mühldorf am Inn, Knotenbahnhof der Südostbayernbahn, bitte alle umsteigen in Richtung Simbach und Passau.“
Der Bahnhof Mühldorf am Inn, ein Knoten im bayerischen Chemiedreieck
→ Ein Ortstermin im südöstlichen Oberbayern zwischen München und Passau.
Lesezeit: 9 Minuten · Schalter: Ortstermin
Kurz gesagt
Der Bahnhof Mühldorf am Inn ist ein Eisenbahnknoten im südöstlichen Bayern, der 1871 eröffnet wurde. Heute ist er der zentrale Bahnhof des bayerischen Chemiedreiecks und Sitz der Südostbayernbahn.
Mühldorf am Inn ist eine Kreisstadt, die ihren Aufstieg der Eisenbahn verdankt.
Bis 1860 war der Ort klein, dann kam die Bahn und mit ihr der große Sprung.
Heute ist der Bahnhof ein Knoten, an dem täglich rund hundert Regionalzüge halten.

Der Eisenbahnknoten im Chemiedreieck
Der Bahnhof Mühldorf (Oberbay) ist ein Eisenbahnknoten im südöstlichen Bayern.
Er liegt in der Kreisstadt Mühldorf am Inn und ist zugleich der zentrale Bahnhof des bayerischen Chemiedreiecks.
In der Stadt hat auch die Südostbayernbahn ihren Sitz, die ein Netz von 574 Kilometern betreibt.
Von Mühldorf aus führen die Strecken in mehrere Richtungen, unter anderem nach München, Simbach und Passau.

Ein Ort im eisenbahnlosen Viereck
Bis 1860 war Mühldorf nur ein kleiner Ort mit knapp 2.000 Einwohnern.
Die Stadt lag in einem Gebiet, das man das eisenbahnlose Viereck nannte.
Seine Ecken bildeten die Städte Salzburg, München, Landshut und Passau.
Zwischen ihnen fehlte lange eine Bahn, und Mühldorf lag mittendrin.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Mühldorf (Oberbay) wurde im Mai 1871 mit der Strecke München–Neuötting eröffnet und ist heute ein Eisenbahnknoten im südöstlichen Bayern.
Er ist der zentrale Bahnhof des bayerischen Chemiedreiecks, Sitz der Südostbayernbahn und wird täglich von rund 105 Regionalzügen und etwa 10.000 Reisenden genutzt.
Das Empfangsgebäude liegt am Bahnhofplatz 6 in der Oberen Stadt.
Wie die Bahn 1871 kam
Ein Gesetz von 1863 sah zunächst nur eine Strecke von München zur Grenze bei Simbach vor.
Ob auch Mühldorf einen Anschluss bekommen sollte, wurde erst später entschieden.
Im Mai 1871 wurde der Bahnhof Mühldorf mit der Eröffnung der Strecke München–Neuötting feierlich in Betrieb genommen.
Der Bahnanschluss brachte der Stadt einen kräftigen wirtschaftlichen Aufschwung.
Aus dem kleinen Ort wurde in wenigen Jahrzehnten eine Eisenbahnerstadt.

Zahlen eines Knotens
Heute halten in Mühldorf täglich rund 105 Regionalzüge der Südostbayernbahn.
Etwa 10.000 Reisende nutzen den Bahnhof an einem gewöhnlichen Tag.
Im Güterverkehr werden hier täglich etwa 800 Wagen abgefertigt.
Die Südostbayernbahn legt in ihrem Netz jährlich rund 8,23 Millionen Zugkilometer zurück.
Damit ist Mühldorf einer der wichtigen Bahnknoten im Südosten Bayerns.

Der Bahnhof in der Oberen Stadt
Der Bahnhof liegt nördlich des Stadtzentrums, in der sogenannten Oberen Stadt.
Sein Empfangsgebäude trägt die Adresse Bahnhofplatz 6.
Von hier ist es nur ein kurzer Weg hinunter in die Altstadt am Inn.
So liegen der geschäftige Bahnhof und der ruhige Stadtkern dicht beieinander.

Einst salzburgisch
Bis 1802 war Mühldorf eine Exklave des Erzstifts Salzburg mitten in Bayern.
Vor allem im Mittelalter war die Stadt ein wichtiger Handelsplatz.
Sie liegt am Schnittpunkt alter Verkehrswege zwischen München und Passau.
Diese Lage machte sie schon lange vor der Eisenbahn bedeutend.

Der Stadtplatz im Inn-Salzach-Stil
Der historische Stadtkern besteht aus Bauwerken im Inn-Salzach-Stil.
Dabei verbergen sich die Dächer hinter geraden, hochgezogenen Fassaden.
Der lange Stadtplatz ist das Herz der Altstadt und lädt zum Bummeln ein.
Die Altstadt liegt tiefer als der Bahnhof, unten an der Niederndorfer Stufe.

Kirchen und Türme
Über der Stadt erhebt sich die Stadtpfarrkirche St. Nikolaus.
Auch die Frauenkirche gehört zu den alten Kirchen Mühldorfs.
Der Nagelschmiedturm ist einer der Türme, die an die alte Stadtbefestigung erinnern.
Zusammen geben sie der Altstadt ihre unverwechselbare Silhouette.

Ankommen in Mühldorf am Inn
Wer in Mühldorf am Inn ankommt, steht an einem Bahnhof, der die Stadt einst groß gemacht hat.
Vom Bahnhofplatz führt der Weg in wenigen Minuten hinunter zum Stadtplatz.
Dort warten die Bürgerhäuser im Inn-Salzach-Stil, die Kirchen und die alten Türme.
So verbindet ein Besuch den geschäftigen Knoten mit einer stillen Altstadt am Inn.

Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
Häufige Fragen
Wann wurde der Bahnhof Mühldorf eröffnet?
Was war das eisenbahnlose Viereck?
Warum ist Mühldorf ein wichtiger Knoten?
Wie viele Züge halten in Mühldorf?
Was kann man in der Altstadt sehen?
Weiterfahrt
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