Ortstermin
„Vorsicht an der Bahnsteigkante, der Ortstermin nach Lucknow erreicht den Palastbahnhof Charbagh.“
Der Bahnhof Lucknow Charbagh, ein Palast für die Eisenbahn
→ Ein Ortstermin in Uttar Pradesh im Norden Indiens.
Lesezeit: 9 Minuten · Schalter: Ortstermin
Kurz gesagt
Der Bahnhof Lucknow Charbagh wirkt wie ein weitläufiger Palast. Sein Bau verbindet Formen der Mogul-, Awadhi- und Rajputen-Baukunst zu einem Schmuckstück.
Manche Bahnhöfe sehen aus wie Paläste, und dieser hier ist einer davon.
Der Bahnhof Lucknow Charbagh empfängt seine Reisenden hinter Bögen und Türmen.
Vor seinen Toren beginnt die alte Stadt der Nawabs im Norden Indiens.

Ein Bahnhof wie ein Palast
Der Bahnhof Lucknow Charbagh ist der größte und belebteste Bahnhof der Stadt Lucknow.
Offiziell trägt er den Namen Lucknow NR.
Sein Empfangsgebäude wirkt wie ein weitläufiger Palast.
Weiche Bögen, Kuppeln und kleine Türme prägen seine Fassade.
Betrieben wird der Bahnhof von der indischen Eisenbahn.
Er gehört zur Northern Railway, deren Verwaltung hier ihren Sitz hat.

Gebaut zwischen 1914 und 1923
Der Grundstein für den Bau wurde im Jahr 1914 gelegt.
Fertiggestellt wurde das Gebäude im Jahr 1923.
Für den Verkehr feierlich eröffnet wurde es im Jahr 1926.
Entworfen hat den Bahnhof der Architekt J. H. Horniman.
Ihm zur Seite stand der Ingenieur Chaubey Mukta Prasad.
Gemeinsam schufen sie eines der schönsten Bahnhofsgebäude Indiens.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Lucknow Charbagh wurde zwischen 1914 und 1923 erbaut und 1926 für den Verkehr eröffnet.
Sein palastartiges Gebäude verbindet Formen der Mogul-, Awadhi- und Rajputen-Baukunst.
Heute hat der Bahnhof neun Bahnsteige und wird täglich von über 80.000 Reisenden genutzt.
Mogulbögen und Türme
Der Bahnhof verbindet mehrere Baustile des alten Indien.
Formen der Mogul-, der Awadhi- und der Rajputen-Baukunst fließen ineinander.
Das gibt dem Gebäude sein palastartiges Aussehen.
Über dem Bau erheben sich Kuppeln und schlanke Türme.
Warme Farben und feine Verzierungen schmücken die Fassade.
Reisende betreten so keinen nüchternen Bau, sondern ein kleines Schmuckstück.

Neun Bahnsteige und viele Züge
Heute besitzt der Bahnhof neun Bahnsteige.
Zwei davon sind Kopfgleise, sieben sind durchgehende Bahnsteige.
Jeden Tag nutzen über 80.000 Reisende den Bahnhof.
Mehr als 180 Fern- und Eilzüge halten hier täglich.
Dazu kommen noch viele weitere Nahverkehrszüge.
Gleich nebenan liegt der Bahnhof Lucknow Junction einer anderen Gesellschaft.

Ein Bahnhof wird erneuert
Seit einiger Zeit wird der Bahnhof umfassend erneuert.
Das Projekt gehört zu einem großen indischen Programm für Bahnhöfe.
Dafür sind rund 420 Crore Rupien vorgesehen.
Die Zahl der Bahnsteige soll von neun auf elf steigen.
Nach den Plänen soll der Umbau etwa Ende 2026 fertig sein.

Lucknow, Hauptstadt von Uttar Pradesh
Lucknow ist die Hauptstadt des indischen Bundesstaates Uttar Pradesh.
Beim Zensus 2011 lebten in der Stadt rund 2,8 Millionen Menschen.
Sie liegt am Fluss Gomti, etwa 516 Kilometer östlich von Delhi.
Lucknow ist ein Zentrum für Industrie, Handel und Kunsthandwerk.
Die Stadt wächst seit Jahren sehr schnell.
Unter Sprachkennern gilt sie als Ort des reinsten Urdu und Hindi.

Die Stadt der Nawabs
Lucknow war einst die Residenz der Nawabs von Awadh.
Diese Fürsten machten die Stadt zu einem Ort der Kunst und der feinen Küche.
Noch heute ist Lucknow für seine höfliche Sprache bekannt.
Auch die berühmte Küche der Stadt geht auf diese Zeit zurück.
So verbindet Lucknow alte Pracht mit lebendiger Gegenwart.

Was rund um den Bahnhof wartet
Nicht weit vom Bahnhof liegt das gewaltige Bara Imambara.
Dieser Bau aus dem 18. Jahrhundert ist berühmt für seinen weiten Saal und sein Labyrinth.
Ganz in der Nähe erhebt sich das prächtige Tor Rumi Darwaza.
Es gilt als eines der Wahrzeichen der Stadt Lucknow.
Vom Bahnhof aus sind diese Ziele gut zu erreichen.

Ankommen in Lucknow
Ankommen in Lucknow heißt, durch einen Bahnhof zu treten, der wie ein Palast wirkt.
Schon das Gebäude stimmt auf die alte Stadt der Nawabs ein.
Der Bahnhof verbindet die Baukunst des alten Indien mit dem Verkehr von heute.
Hinter seinen Bögen beginnt eine Stadt voller Geschichte und Geschmack.
Ein Ortstermin hier ist der Auftakt für eine Reise durch Nordindien.

Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
Häufige Fragen
Wann wurde der Bahnhof Lucknow Charbagh gebaut?
Warum sieht der Bahnhof aus wie ein Palast?
Wie viele Bahnsteige hat der Bahnhof?
Wie heißt der Bahnhof offiziell?
Was kann man rund um den Bahnhof entdecken?
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