Ortstermin
„Nächster Halt Leiden Centraal, Übergang zu den Zügen nach Den Haag und Schiphol.“
Der Bahnhof Leiden, Grachten der Rembrandt-Stadt
→ Ein Ortstermin in Südholland.
Lesezeit: 9 Minuten · Schalter: Ortstermin
Kurz gesagt
Der Bahnhof Leiden Centraal wurde erstmals 1842 eröffnet und ist heute einer der meistgenutzten Bahnhöfe der Niederlande. Von der Halle sind es nur wenige Minuten in die Altstadt mit ihren Grachten und der ältesten Universität des Landes.
Leiden in Südholland ist die älteste Universitätsstadt der Niederlande und die Geburtsstadt Rembrandts.
Ihr Bahnhof Leiden Centraal zählt zu den meistgenutzten des ganzen Landes.
Dieser Ortstermin führt vom belebten Bahnsteig in eine ruhige Stadt voller Grachten.

Eine Universitätsstadt voller Grachten
Leiden liegt in der Provinz Südholland zwischen Den Haag und dem Meer und ist von zahlreichen Grachten durchzogen.
Die rund 130.000 Einwohner zählende Stadt ist vor allem als Universitätsstadt bekannt.
Ihre Hochschule ist die älteste der Niederlande und prägt bis heute das Leben in den Gassen.
Alte Bürgerhäuser, Kirchen und Kanäle geben der Altstadt ein ruhiges, gelehrtes Gepräge.
Wer mit dem Zug ankommt, steht nur wenige Minuten von diesem historischen Zentrum entfernt.

Leiden Centraal, einer der belebtesten Bahnhöfe
Der Bahnhof Leiden Centraal ist der größte Bahnhof der Stadt und einer der meistgenutzten der ganzen Niederlande.
Täglich strömen hier über 80.000 Reisende durch die Halle und über die Bahnsteige.
Vor dem Gebäude liegt ein großer Busbahnhof, der den städtischen und regionalen Verkehr bündelt.
Damit ist der Bahnhof der zentrale Knotenpunkt für Stadt und Umland.
Trotz des dichten Verkehrs liegt die ruhige Altstadt gleich hinter dem Bahnhof.

Gut zu wissen
Der erste Bahnhof von Leiden ging 1842 in Betrieb; 1879 folgte ein Hauptgebäude von D. A. N. Margadant und 1955 ein Betonbau von H. G. J. Schelling.
Täglich nutzen über 80.000 Menschen den Bahnhof Leiden Centraal, einen der meistfrequentierten der Niederlande.
Vom ersten Bahnhof 1842 zu Margadants Bau
Der erste Bahnhof wurde am 17. August 1842 mit der Bahnstrecke von Amsterdam nach Rotterdam eröffnet.
Entworfen hatte ihn der Ingenieur Frederik Willem Conrad, ein Pionier der niederländischen Eisenbahn.
1878 kam die Strecke nach Woerden hinzu, die Leiden mit dem Osten des Landes verband.
Im Jahr darauf erhielt der Bahnhof ein neues Hauptgebäude des Architekten D. A. N. Margadant.
Damit wuchs Leiden früh zu einem wichtigen Halt im dichten Netz der Randstad heran.

Der Betonbahnhof von 1955 und die Schiphollinie
1955 entstand nach Plänen von H. G. J. Schelling ein neuer Bahnhof aus grauem Beton.
Ähnliche Nachkriegsbauten errichtete derselbe Architekt auch in Arnheim, Hengelo und Zutphen.
Für die stetig wachsenden Fahrgastzahlen wurde dieser Bau jedoch bald zu klein.
1981 brachte die neue Schiphollinie eine direkte Verbindung zum Flughafen Amsterdam.
Später wurde der Bahnhof erneut umgebaut und zu der hellen Station von heute erweitert.

Verbindungen im Herzen Südhollands
Von Leiden Centraal fahren direkte Züge nach Rotterdam über Den Haag und nach Amsterdam über den Flughafen Schiphol.
In Richtung Osten führt die Strecke über Woerden bis nach Utrecht.
Zu Spitzenzeiten verkehren zudem direkte Züge nach Gouda.
Neben dem Hauptbahnhof dienen die kleineren Stationen De Vink und Leiden Lammenschans dem Nahverkehr.
So ist die Stadt von allen großen Nachbarn aus bequem und schnell zu erreichen.

Rembrandt und die älteste Universität des Landes
Leiden ist die Geburtsstadt des Malers Rembrandt, der hier im frühen 17. Jahrhundert zur Welt kam.
Die 1575 gegründete Universität ist die älteste der Niederlande und genießt bis heute großes Ansehen.
Rund um die Hochschule reihen sich Fakultäten, Bibliotheken und Studentenlokale.
Mehrere Museen von internationalem Rang gehören zum Umfeld der Universität.
Dazu zählen das Rijksmuseum van Oudheden mit seinen ägyptischen Schätzen und das Naturkundemuseum Naturalis.

Pieterskerk, Burcht und die Pilgerväter
Im Zentrum der Altstadt steht die große Pieterskerk, eine spätgotische Hallenkirche.
In ihrer Nähe lebten im frühen 17. Jahrhundert die englischen Pilgerväter, bevor sie nach Amerika aufbrachen.
Über den Dächern erhebt sich die Burcht, ein alter Rundwall auf einem künstlichen Hügel.
Von seiner Mauer reicht der Blick über die Kanäle und Giebel der Stadt.
So lassen sich auf engem Raum viele Jahrhunderte niederländischer Geschichte entdecken.

Hortus Botanicus und die Mühle De Valk
Am Rand der Altstadt liegt der Hortus Botanicus, einer der ältesten botanischen Gärten der Welt.
Schon im 16. Jahrhundert wurden hier seltene Pflanzen aus aller Welt gesammelt.
Ein weiteres Wahrzeichen ist die hohe Windmühle De Valk, die heute ein Museum beherbergt.
Von ihrer Galerie überblickt man die Altstadt und ihre vielen Wasserläufe.
Zwischen Mühle, Garten und Grachten lässt sich die Stadt in Ruhe zu Fuß erkunden.

Ankommen in Leiden
Ankommen in Leiden heißt, aus einem der belebtesten Bahnhöfe der Niederlande in eine stille Grachtenstadt zu treten.
Vom Bahnhof sind es nur wenige Minuten bis zu den ersten Kanälen und Kirchen.
Wer mag, verbindet den Besuch mit einem Abstecher nach Den Haag oder an die nahe Küste.
Auch der Flughafen Schiphol und Amsterdam sind in kurzer Zeit zu erreichen.
So fügt der Bahnhof Leiden schnelle Anbindung und das Bild einer alten Gelehrtenstadt zusammen.

Häufige Fragen
Wann wurde der Bahnhof Leiden eröffnet?
Wie viele Menschen nutzen Leiden Centraal?
Welche direkten Verbindungen gibt es ab Leiden?
Wofür ist Leiden bekannt?
Was sollte man in Leiden sehen?
Weiterfahrt
→ Ortstermin: Den Haag Centraal – Den Haag ist mit dem Zug in nur wenigen Minuten erreichbar.
→ Ortstermin: Haarlem – Über die Schiphollinie gelangt man direkt zum Flughafen Amsterdam und weiter in die Hauptstadt.
