Der Bahnhof Le Havre, Endstation am Ärmelkanal

Ortstermin

„Endstation Le Havre, bitte alle aussteigen, dieser Zug endet hier.“

Der Bahnhof Le Havre, Endstation am Ärmelkanal

→ Ein Ortstermin in der Normandie.

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Kurz gesagt

Le Havre liegt dort, wo die Seine in den Ärmelkanal mündet, und empfängt seine Gäste in einem Kopfbahnhof von 1847. Dahinter beginnt die Welterbe-Stadt, die Auguste Perret nach dem Krieg neu erbaute.

Wer in Le Havre ankommt, steht am Ende einer der ältesten Bahnstrecken Frankreichs.

Der Bahnhof ist ein Kopfbahnhof, hier endet die Linie von Paris über Rouen.

Gleich dahinter beginnt eine Stadt, die nach dem Zweiten Weltkrieg vollständig neu entstand.

Le Havre, horloge publique
Foto: Philippe Alès, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ein Kopfbahnhof am Ärmelkanal

Der Bahnhof Le Havre ist ein Kopfbahnhof, die Gleise enden also im Gebäude.

Er wurde am 22. März 1847 eröffnet.

Damit gehört die Strecke von Paris nach Le Havre zu den frühen Bahnlinien Frankreichs.

Der Bahnhof liegt am östlichen Rand des wieder aufgebauten Stadtzentrums.

Von den Bahnsteigen aus blickt man direkt auf die lange Glashalle.

Gare du havre2
Foto: Matinee, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Das Bahnhofsgebäude von 1932

Das heutige Empfangsgebäude stammt aus dem Jahr 1932.

Entworfen hat es der Architekt Henri Pacon.

Über den Gleisen spannt sich eine weite Halle aus Glas und Stahl.

Diese große Glashalle lässt viel Tageslicht auf die Bahnsteige fallen.

So wirkt der Bahnhof trotz seiner Größe hell und freundlich.

Gare de Le Havre entrance II
Foto: Smiley.toerist, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Der Bahnhof Le Havre ist ein Kopfbahnhof am Ende der Strecke von Paris über Rouen.

Die meisten Züge sind Regionalzüge des TER Normandie, dazu gibt es eine schnelle Verbindung nach Lyon und Marseille.

Vor dem Bahnhof halten die Straßenbahnlinien A und B in Richtung Zentrum und Strand.

Die Linie von Paris nach Le Havre

Le Havre liegt am Ende der Bahnstrecke von Paris an die Küste.

Die Züge fahren über Rouen zum Pariser Bahnhof Saint-Lazare.

Diese Verbindung war lange der wichtigste Weg vom Meer in die Hauptstadt.

Auch Auswanderer und Reisende nach Übersee nutzten einst diesen Bahnhof.

Heute ist die Strecke eine der meistbefahrenen in der Normandie.

Gare de Le Havre entrance hal
Foto: Smiley.toerist, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Welche Züge heute halten

Die meisten Züge gehören zum Regionalverkehr TER Normandie.

Sie verbinden Le Havre mit Rouen, Yvetot, Fécamp und mit Paris.

Ein schneller TGV fährt über Rouen bis nach Lyon und Marseille.

Vor dem Bahnhof halten außerdem zwei Linien der Straßenbahn.

So erreichen Reisende das Zentrum und den Strand ohne Umweg.

Gare de Le Havre trainshed I
Foto: Smiley.toerist, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Der Bahnhof in Zahlen

Für die Züge stehen fünf Gleise zur Verfügung.

Im Jahr 2024 nutzten rund 2,07 Millionen Reisende den Bahnhof.

Damit ist Le Havre einer der wichtigen Bahnhöfe der Region.

Die Straßenbahnlinien A und B halten direkt vor dem Eingang.

Von dort fährt man in wenigen Minuten quer durch die Stadt.

Gare du Havre, train Intercités
Foto: Smiley.toerist, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Perret und der Wiederaufbau

Im Zweiten Weltkrieg wurde Le Havre zu großen Teilen zerstört.

Nach dem Krieg leitete der Architekt Auguste Perret den Wiederaufbau.

Zwischen 1945 und 1954 entstand ein völlig neues Stadtzentrum aus Beton.

Lange, gerade Straßen und helle Wohnhäuser prägen seither das Bild.

Seit 2005 gehört diese wieder aufgebaute Innenstadt zum Welterbe der UNESCO.

Gare Le Havre
Foto: Patrick Janicek, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Die Betonkirche Saint-Joseph

Das höchste Bauwerk der neuen Stadt ist die Kirche Saint-Joseph.

Auch sie wurde von Auguste Perret entworfen.

Ihr Turm ragt 107 Meter in den Himmel über dem Hafen.

Im Inneren leuchten tausende bunte Glasfenster an den Wänden.

Von weitem dient der Turm den Schiffen fast wie ein Leuchtturm.

Gare du Havre 2014
Foto: AirScott, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Hafen, Vulkan und Meer

Le Havre ist nach Marseille der zweitgrößte Seehafen Frankreichs.

Mitten in der Stadt steht das weiße Kulturhaus Le Volcan.

Es wurde vom brasilianischen Architekten Oscar Niemeyer gestaltet.

Am Wasser zeigt das Museum MuMa viele Werke des Impressionismus.

Nur wenige Schritte weiter beginnt der lange Kieselstrand.

Gare du Havre de nuit panoramio
Foto: Gilles Guillamot, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ankommen in Le Havre

Ankommen in Le Havre heißt, zwischen Seine und Meer zu stehen.

Vom Bahnhof führt die Straßenbahn schnurstracks ins neue Zentrum.

Wer mag, geht zu Fuß die breiten Boulevards hinunter zum Hafen.

Überall erzählt der helle Beton von einem mutigen Neuanfang.

So lässt sich Le Havre an einem Tag bequem entdecken.

La grande verrière de la gare du Havre
Foto: Remontees, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die Bahn und der Klimaschutz

Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.

Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.

Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.

Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.

Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.

Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.

Häufige Fragen

Wann wurde der Bahnhof Le Havre eröffnet?
Er ging am 22. März 1847 in Betrieb; das heutige Empfangsgebäude stammt aus dem Jahr 1932.
Wohin fahren die Züge von Le Havre?
Vor allem nach Rouen und Paris, dazu nach Fécamp und Yvetot sowie mit einem TGV bis Lyon und Marseille.
Wie viele Reisende nutzen den Bahnhof?
Im Jahr 2024 waren es rund 2,07 Millionen Fahrgäste.
Warum ist die Innenstadt von Le Havre Welterbe?
Weil sie nach dem Krieg von Auguste Perret völlig neu erbaut wurde und seit 2005 als einzigartiges Ensemble der UNESCO gilt.
Wie kommt man vom Bahnhof ins Zentrum?
Mit der Straßenbahn, die direkt vor dem Bahnhof hält und ins Zentrum sowie zum Strand fährt.

Weiterfahrt

→ Paris Gare de Lyon, der Bahnhof mit dem 64-Meter-Uhrturm – die Hauptstadt der Normandie an der Seine

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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