Ortstermin
„Endstation Le Havre, bitte alle aussteigen, dieser Zug endet hier.“
Der Bahnhof Le Havre, Endstation am Ärmelkanal
→ Ein Ortstermin in der Normandie.
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Kurz gesagt
Le Havre liegt dort, wo die Seine in den Ärmelkanal mündet, und empfängt seine Gäste in einem Kopfbahnhof von 1847. Dahinter beginnt die Welterbe-Stadt, die Auguste Perret nach dem Krieg neu erbaute.
Wer in Le Havre ankommt, steht am Ende einer der ältesten Bahnstrecken Frankreichs.
Der Bahnhof ist ein Kopfbahnhof, hier endet die Linie von Paris über Rouen.
Gleich dahinter beginnt eine Stadt, die nach dem Zweiten Weltkrieg vollständig neu entstand.

Ein Kopfbahnhof am Ärmelkanal
Der Bahnhof Le Havre ist ein Kopfbahnhof, die Gleise enden also im Gebäude.
Er wurde am 22. März 1847 eröffnet.
Damit gehört die Strecke von Paris nach Le Havre zu den frühen Bahnlinien Frankreichs.
Der Bahnhof liegt am östlichen Rand des wieder aufgebauten Stadtzentrums.
Von den Bahnsteigen aus blickt man direkt auf die lange Glashalle.

Das Bahnhofsgebäude von 1932
Das heutige Empfangsgebäude stammt aus dem Jahr 1932.
Entworfen hat es der Architekt Henri Pacon.
Über den Gleisen spannt sich eine weite Halle aus Glas und Stahl.
Diese große Glashalle lässt viel Tageslicht auf die Bahnsteige fallen.
So wirkt der Bahnhof trotz seiner Größe hell und freundlich.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Le Havre ist ein Kopfbahnhof am Ende der Strecke von Paris über Rouen.
Die meisten Züge sind Regionalzüge des TER Normandie, dazu gibt es eine schnelle Verbindung nach Lyon und Marseille.
Vor dem Bahnhof halten die Straßenbahnlinien A und B in Richtung Zentrum und Strand.
Die Linie von Paris nach Le Havre
Le Havre liegt am Ende der Bahnstrecke von Paris an die Küste.
Die Züge fahren über Rouen zum Pariser Bahnhof Saint-Lazare.
Diese Verbindung war lange der wichtigste Weg vom Meer in die Hauptstadt.
Auch Auswanderer und Reisende nach Übersee nutzten einst diesen Bahnhof.
Heute ist die Strecke eine der meistbefahrenen in der Normandie.

Welche Züge heute halten
Die meisten Züge gehören zum Regionalverkehr TER Normandie.
Sie verbinden Le Havre mit Rouen, Yvetot, Fécamp und mit Paris.
Ein schneller TGV fährt über Rouen bis nach Lyon und Marseille.
Vor dem Bahnhof halten außerdem zwei Linien der Straßenbahn.
So erreichen Reisende das Zentrum und den Strand ohne Umweg.

Der Bahnhof in Zahlen
Für die Züge stehen fünf Gleise zur Verfügung.
Im Jahr 2024 nutzten rund 2,07 Millionen Reisende den Bahnhof.
Damit ist Le Havre einer der wichtigen Bahnhöfe der Region.
Die Straßenbahnlinien A und B halten direkt vor dem Eingang.
Von dort fährt man in wenigen Minuten quer durch die Stadt.

Perret und der Wiederaufbau
Im Zweiten Weltkrieg wurde Le Havre zu großen Teilen zerstört.
Nach dem Krieg leitete der Architekt Auguste Perret den Wiederaufbau.
Zwischen 1945 und 1954 entstand ein völlig neues Stadtzentrum aus Beton.
Lange, gerade Straßen und helle Wohnhäuser prägen seither das Bild.
Seit 2005 gehört diese wieder aufgebaute Innenstadt zum Welterbe der UNESCO.

Die Betonkirche Saint-Joseph
Das höchste Bauwerk der neuen Stadt ist die Kirche Saint-Joseph.
Auch sie wurde von Auguste Perret entworfen.
Ihr Turm ragt 107 Meter in den Himmel über dem Hafen.
Im Inneren leuchten tausende bunte Glasfenster an den Wänden.
Von weitem dient der Turm den Schiffen fast wie ein Leuchtturm.

Hafen, Vulkan und Meer
Le Havre ist nach Marseille der zweitgrößte Seehafen Frankreichs.
Mitten in der Stadt steht das weiße Kulturhaus Le Volcan.
Es wurde vom brasilianischen Architekten Oscar Niemeyer gestaltet.
Am Wasser zeigt das Museum MuMa viele Werke des Impressionismus.
Nur wenige Schritte weiter beginnt der lange Kieselstrand.

Ankommen in Le Havre
Ankommen in Le Havre heißt, zwischen Seine und Meer zu stehen.
Vom Bahnhof führt die Straßenbahn schnurstracks ins neue Zentrum.
Wer mag, geht zu Fuß die breiten Boulevards hinunter zum Hafen.
Überall erzählt der helle Beton von einem mutigen Neuanfang.
So lässt sich Le Havre an einem Tag bequem entdecken.

Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
Häufige Fragen
Wann wurde der Bahnhof Le Havre eröffnet?
Wohin fahren die Züge von Le Havre?
Wie viele Reisende nutzen den Bahnhof?
Warum ist die Innenstadt von Le Havre Welterbe?
Wie kommt man vom Bahnhof ins Zentrum?
Weiterfahrt
→ Paris Gare de Lyon, der Bahnhof mit dem 64-Meter-Uhrturm – die Hauptstadt der Normandie an der Seine
