Ortstermin
„Willkommen im Hauptbahnhof Košice, bitte umsteigen in die Züge nach Bratislava, Prag und Budapest.“
Der Bahnhof Košice, alter Knoten im Osten der Slowakei
→ Ein Ortstermin in der Ostslowakei.
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Kurz gesagt
Der Hauptbahnhof Košice wurde 1860 mit der Bahn nach Miskolc eröffnet und 1872 durch die Kaschau-Oderberger Bahn zum großen Knoten. Heute treffen hier fünf Strecken zusammen, zwei davon gehören zum Paneuropäischen Korridor Va.
Košice ist nach Bratislava die zweitgrößte Stadt der Slowakei und liegt im Osten des Landes.
Dank ihrer Lage wurde sie früh zu einem wichtigen Knoten im Eisenbahnnetz Mitteleuropas.
Der Hauptbahnhof verbindet die Stadt bis heute mit Prag, Wien, Budapest und der Ukraine.

Die erste Bahn von 1860
Am 14. August 1860 erreichte die Eisenbahn Košice zum ersten Mal.
Eine Strecke verband die Stadt mit dem ungarischen Miskolc und weiter mit Budapest.
Diese Linie war Teil der Bahn durch das Theißtal im damaligen Königreich Ungarn.
Damit bekam Košice früh Anschluss an das Netz der Habsburgermonarchie.
Über den Süden war die Stadt nun mit der ungarischen Hauptstadt verbunden.

Die Kaschau-Oderberger Bahn
1872 wurde die große Kaschau-Oderberger Bahn fertiggestellt, die Košice über rund 350 Kilometer mit Bohumín verband.
Sie führte durch die Täler am Fuß der Hohen Tatra über Spišská Nová Ves und Žilina.
Der Abschnitt bis Košice ging im März 1872 in Betrieb.
So entstand eine lange Ost-West-Verbindung von der Stadt bis ins industrielle Schlesien.
Die Bahn blieb bis 1924 in privater Hand, bevor sie zur Tschechoslowakischen Staatsbahn kam.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Košice wurde 1860 mit der Strecke nach Miskolc eröffnet. Das heutige Gebäude steht seit 1973 und hat vier Bahnsteige.
Košice ist der östliche Endpunkt der Strecke von Žilina und ein Knoten für fünf Linien. Bis zur Grenze zur Ukraine sind es knapp hundert Kilometer.
Ein Bahnhof wird mehrmals gebaut
Ein erstes Empfangsgebäude entstand 1871.
Das heutige Bahnhofsgebäude steht seit 1973 und ist eine umgebaute Fassung des älteren Baus.
Es ist ein nüchterner Zweckbau aus der Zeit der Modernisierung des Netzes.
Vor dem Bahnhof liegt ein großer Platz mit Anschluss an Straßenbahn und Busse.

Knoten für fünf Strecken
Heute ist Košice der östliche Endpunkt der wichtigen Strecke von Žilina nach Košice.
Diese Linie bildet das Rückgrat des slowakischen Ost-West-Verkehrs.
Am Bahnhof treffen insgesamt fünf Strecken zusammen.
Zwei von ihnen gehören zum Paneuropäischen Korridor Va, der von Venedig über Bratislava und Žilina bis ins ukrainische Uzhhorod reicht.
Bis zur Grenze zur Ukraine sind es vom Bahnhof aus knapp hundert Kilometer.

Breitspur für das Eisenerz
Eine Besonderheit der Region ist eine breitspurige Bahn aus der Ukraine.
Sie wurde zwischen 1965 und 1966 gebaut und ist rund hundert Kilometer lang.
Über sie wird Eisenerz aus dem Osten zum großen Stahlwerk südlich von Košice gebracht.
Die breite Spur entspricht dem Maß der Bahnen in der früheren Sowjetunion.
1978 wurde diese reine Güterstrecke zusätzlich elektrifiziert.

Züge nach Prag, Wien und Budapest
Vom Hauptbahnhof fahren Fernzüge in viele Richtungen.
Mehrere Gesellschaften teilen sich den Verkehr, darunter die staatliche Bahn und private Anbieter.
Seit Dezember 2014 fährt auch das private Unternehmen Leo Express nach Košice.
Schnellzüge verbinden die Stadt mit Bratislava und Prag im Westen.
Grenzüberschreitend gibt es Verbindungen nach Budapest und in die Ukraine.

Tor in den Osten der Slowakei
Für Reisende ist Košice das Tor in den Osten des Landes.
Von hier aus erreicht man die Hohe Tatra und die alten Bergstädte der Zips.
Auch Ausflüge in die Ostslowakei beginnen oft am Hauptbahnhof.
Zwischen Bahnhof und Altstadt verkehren Straßenbahnen und Busse im dichten Takt.

Eine Stadt mit langer Geschichte
Košice erhielt bereits im Mittelalter bedeutende Stadtrechte und war lange eine wohlhabende Handelsstadt.
2013 war die Stadt eine der Kulturhauptstädte Europas.
Ihr Wahrzeichen ist der Dom der heiligen Elisabeth, die größte Kirche der Slowakei.
Der gotische Bau entstand ab dem späten 14. Jahrhundert.

Ankommen in Košice
Vom Bahnhof führt eine kurze Straße direkt zur langgestreckten Hauptstraße Hlavná.
An ihr reihen sich Bürgerhäuser, Kirchen und das prächtige Staatstheater aneinander.
Vor dem Theater plätschert der singende Brunnen, der zu Musik seine Fontänen bewegt.
Der Dom der heiligen Elisabeth lädt mit seiner Krypta und seinen Türmen zum Besuch ein.
So beginnt der Bummel durch die Altstadt gleich hinter dem Bahnhofsplatz.

Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
Häufige Fragen
Seit wann hat Košice einen Bahnhof?
Was war die Kaschau-Oderberger Bahn?
Wozu dient die Breitspurbahn bei Košice?
Welche Züge fahren von Košice?
Was kann man in Košice besichtigen?
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