Ortstermin
„Von hier aus fährt ein Zug durch die Wälder des Erzgebirges bis nach Karlsbad.“
Der Bahnhof Johanngeorgenstadt, seit 1883 an der Grenze nach Böhmen
→ Ein Ortstermin im Westerzgebirge.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Johanngeorgenstadt liegt an der Strecke aus Schwarzenberg und an der Bahn nach Karlovy Vary. Seit seiner Eröffnung 1883 ist er ein Grenzbahnhof.
Hoch oben im Westerzgebirge, direkt an der Grenze zu Tschechien, liegt Johanngeorgenstadt.
Die Stadt wurde von Menschen gegründet, die ihre Heimat verlassen mussten.
Ihr Bahnhof verbindet Sachsen bis heute mit Böhmen.

Ein Grenzbahnhof seit 1883
Der Bahnhof Johanngeorgenstadt wurde im Jahr 1883 eröffnet.
Von Anfang an war er ein Grenzbahnhof.
Zuerst lag auf der anderen Seite Österreich, später die Tschechoslowakei.
Heute grenzt hier Tschechien an.

Zwei Strecken
Der Bahnhof liegt an der Strecke aus Schwarzenberg.
Hier schließt sich die Bahn nach Karlovy Vary an, auf Deutsch Karlsbad.
Sie führt durch das Gebirge hinunter nach Böhmen.
Die Fahrt gilt als eine der schönsten im Erzgebirge.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Johanngeorgenstadt liegt an der Strecke Johanngeorgenstadt–Schwarzenberg und an der anschließenden Bahn nach Karlovy Vary. Seit seiner Eröffnung 1883 ist er Grenzbahnhof, zunächst zu Österreich, später zur Tschechoslowakei und zu Tschechien.
Die Stadt entstand 1654 als Siedlung böhmischer Protestanten. Von 1946 bis 1958 prägte der Uranbergbau der Wismut das Stadtbild nachhaltig.
Gegründet von Glaubensflüchtlingen
Johanngeorgenstadt entstand im Jahr 1654.
Gegründet wurde die Stadt von evangelischen Glaubensflüchtlingen aus Böhmen.
Sie durften in ihrer alten Heimat ihren Glauben nicht mehr leben.
In Sachsen fanden sie eine neue Heimat.

Eine Bergstadt
Johanngeorgenstadt hat eine lange Bergbautradition.
Zuerst wurden hier Eisen und Zinn abgebaut.
Aus der Gegend stammten auch Erzproben, aus denen 1789 erstmals das Element Uran gewonnen wurde.
Der Bergbau hat die Stadt über Jahrhunderte geprägt.

Die Zeit der Wismut
Nach dem Zweiten Weltkrieg kam ein neuer Bergbau in die Stadt.
Von 1946 bis 1958 wurde hier in großem Stil Uran abgebaut.
Dieser Bergbau ging oft rücksichtslos vor.
Große Teile der alten Stadt mussten deshalb weichen.

Die Stadt des Schwibbogens
Johanngeorgenstadt gilt als Heimat des Schwibbogens.
Die leuchtenden Bögen gehören zur Weihnachtszeit im Erzgebirge.
In der Stadt steht ein besonders großer Schwibbogen.
Im Advent leuchtet er weit in die Nacht.

Wandern über die Grenze
Rund um die Stadt liegen dichte Wälder und Hochmoore.
Wanderwege führen auf beiden Seiten der Grenze durch das Gebirge.
Im Winter wird hier Ski gefahren.
Die Luft ist klar und frisch.

Ankommen im Grenzland
Wer in Johanngeorgenstadt aussteigt, steht an der Schwelle zu Böhmen.
Mit dem Zug geht es weiter bis nach Karlsbad.
Oder man bleibt und erkundet die Bergstadt.
So verbindet der Bahnhof zwei Länder und viele Geschichten.


Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
Häufige Fragen
Seit wann ist Johanngeorgenstadt Grenzbahnhof?
Wohin fährt die Bahn über die Grenze?
Wer hat die Stadt gegründet?
Was geschah zwischen 1946 und 1958?
Was ist ein Schwibbogen?
Weiterfahrt
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