Der Bahnhof Johanngeorgenstadt, seit 1883 an der Grenze nach Böhmen

Ortstermin

„Von hier aus fährt ein Zug durch die Wälder des Erzgebirges bis nach Karlsbad.“

Der Bahnhof Johanngeorgenstadt, seit 1883 an der Grenze nach Böhmen

→ Ein Ortstermin im Westerzgebirge.

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Kurz gesagt

Der Bahnhof Johanngeorgenstadt liegt an der Strecke aus Schwarzenberg und an der Bahn nach Karlovy Vary. Seit seiner Eröffnung 1883 ist er ein Grenzbahnhof.

Hoch oben im Westerzgebirge, direkt an der Grenze zu Tschechien, liegt Johanngeorgenstadt.

Die Stadt wurde von Menschen gegründet, die ihre Heimat verlassen mussten.

Ihr Bahnhof verbindet Sachsen bis heute mit Böhmen.

Bhf. Johanngeorgenstadt
Foto: Benutzer:Hejkal, CC BY-SA 3.0 de, via Wikimedia Commons

Ein Grenzbahnhof seit 1883

Der Bahnhof Johanngeorgenstadt wurde im Jahr 1883 eröffnet.

Von Anfang an war er ein Grenzbahnhof.

Zuerst lag auf der anderen Seite Österreich, später die Tschechoslowakei.

Heute grenzt hier Tschechien an.

Bahnhof SZB Sicht Richtung ANA Johanngeorgenstadt
Foto: Aagnverglaser, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Zwei Strecken

Der Bahnhof liegt an der Strecke aus Schwarzenberg.

Hier schließt sich die Bahn nach Karlovy Vary an, auf Deutsch Karlsbad.

Sie führt durch das Gebirge hinunter nach Böhmen.

Die Fahrt gilt als eine der schönsten im Erzgebirge.

SZB Strecke nach Johanngeorgenstadt
Foto: Aagnverglaser, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Der Bahnhof Johanngeorgenstadt liegt an der Strecke Johanngeorgenstadt–Schwarzenberg und an der anschließenden Bahn nach Karlovy Vary. Seit seiner Eröffnung 1883 ist er Grenzbahnhof, zunächst zu Österreich, später zur Tschechoslowakei und zu Tschechien.

Die Stadt entstand 1654 als Siedlung böhmischer Protestanten. Von 1946 bis 1958 prägte der Uranbergbau der Wismut das Stadtbild nachhaltig.

Gegründet von Glaubensflüchtlingen

Johanngeorgenstadt entstand im Jahr 1654.

Gegründet wurde die Stadt von evangelischen Glaubensflüchtlingen aus Böhmen.

Sie durften in ihrer alten Heimat ihren Glauben nicht mehr leben.

In Sachsen fanden sie eine neue Heimat.

Johanngeorgenstadt, Germany panoramio
Foto: melechovsky, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Eine Bergstadt

Johanngeorgenstadt hat eine lange Bergbautradition.

Zuerst wurden hier Eisen und Zinn abgebaut.

Aus der Gegend stammten auch Erzproben, aus denen 1789 erstmals das Element Uran gewonnen wurde.

Der Bergbau hat die Stadt über Jahrhunderte geprägt.

Bahnhof Johanngeorgenstadt Gleise Richtung Schwarzenberg
Foto: Aagnverglaser, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die Zeit der Wismut

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam ein neuer Bergbau in die Stadt.

Von 1946 bis 1958 wurde hier in großem Stil Uran abgebaut.

Dieser Bergbau ging oft rücksichtslos vor.

Große Teile der alten Stadt mussten deshalb weichen.

Bahnhof Johanngeorgenstadt Gleise Richtung Karlovy Vary
Foto: Aagnverglaser, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die Stadt des Schwibbogens

Johanngeorgenstadt gilt als Heimat des Schwibbogens.

Die leuchtenden Bögen gehören zur Weihnachtszeit im Erzgebirge.

In der Stadt steht ein besonders großer Schwibbogen.

Im Advent leuchtet er weit in die Nacht.

Bahnhof Johanngeorgenstadt Empfangsgebäude Gleisseite (2)
Foto: Aagnverglaser, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Wandern über die Grenze

Rund um die Stadt liegen dichte Wälder und Hochmoore.

Wanderwege führen auf beiden Seiten der Grenze durch das Gebirge.

Im Winter wird hier Ski gefahren.

Die Luft ist klar und frisch.

Bahnhof Johanngeorgenstadt Empfangsgebäude Straßenseite
Foto: Aagnverglaser, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ankommen im Grenzland

Wer in Johanngeorgenstadt aussteigt, steht an der Schwelle zu Böhmen.

Mit dem Zug geht es weiter bis nach Karlsbad.

Oder man bleibt und erkundet die Bergstadt.

So verbindet der Bahnhof zwei Länder und viele Geschichten.

Bahnhof Johanngeorgenstadt, Blick nach Pachthaus
Foto: Aagnverglaser, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Bahnhof Johanngeorgenstadt, Höhentafel
Foto: Aagnverglaser, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Warum die Bahn für das ganze Land zählt

Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.

Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.

Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.

Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.

Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.

So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.

Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet

Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.

Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.

Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.

Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.

Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.

So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.

Die Bahn und der Klimaschutz

Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.

Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.

Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.

Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.

Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.

Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.

Der Zug als umweltfreundliche Wahl

Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.

Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.

Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.

Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.

Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.

So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.

Häufige Fragen

Seit wann ist Johanngeorgenstadt Grenzbahnhof?
Seit seiner Eröffnung im Jahr 1883.
Wohin fährt die Bahn über die Grenze?
Nach Karlovy Vary, auf Deutsch Karlsbad.
Wer hat die Stadt gegründet?
Evangelische Glaubensflüchtlinge aus Böhmen im Jahr 1654.
Was geschah zwischen 1946 und 1958?
Der Uranbergbau der Wismut veränderte die Stadt, große Teile der Altstadt verschwanden.
Was ist ein Schwibbogen?
Ein leuchtender Kerzenbogen, typisch für die Weihnachtszeit im Erzgebirge.

Weiterfahrt

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→ Ortstermin: Der Bahnhof Zwickau – weiter im Erzgebirge

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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