Der Bahnhof Hattingen, ein Keilbahnhof aus Ruhrsandstein

Ortstermin

„Nächster Halt Hattingen Mitte, Ausstieg zur Altstadt mit ihren rund 150 Fachwerkhäusern.“

Der Bahnhof Hattingen, ein Keilbahnhof aus Ruhrsandstein

→ Ein Ortstermin im südlichen Ruhrgebiet.

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Kurz gesagt

Der Bahnhof Hattingen wurde 1870 an der Ruhrtalbahn eröffnet und ist ein Keilbahnhof aus Ruhrsandstein. Seit 1987 bringt eine Stichstrecke die S-Bahn bis zum Haltepunkt Hattingen Mitte mitten in die Stadt.

Hattingen ist nach Witten die zweitgrößte Stadt im Ennepe-Ruhr-Kreis.

Sie liegt im südlichen Ruhrgebiet an der Ruhr zwischen Bochum, Essen und Wuppertal.

Bekannt ist die Stadt für ihre Altstadt mit fast 150 Fachwerkhäusern.

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Foto: Frank Vincentz, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die Ruhrtalbahn kommt

Der Bahnhof Hattingen liegt an der Mittleren Ruhrtalbahn.

Diese wurde am 28. Dezember 1869 von der Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft eröffnet.

Der erste Abschnitt führte von Dahlhausen an der Ruhr bis zur Henrichshütte.

1874 wurde die Strecke von der Henrichshütte bis Hagen verlängert.

1884 kam eine hier abzweigende Strecke nach Wuppertal hinzu.

Damit lag Hattingen an einer verzweigten Bahn entlang der Ruhr.

Der Bahnhof wurde so zu einem kleinen Knoten im südlichen Ruhrgebiet.

Von Anfang an verband die Bahn die Ruhrstadt mit dem übrigen Revier.

Der Bahnhof liegt nahe der Ruhr, die der ganzen Strecke ihren Namen gab.

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Foto: Frank Vincentz, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ein Keilbahnhof aus Ruhrsandstein

Der Bau des Empfangsgebäudes begann am 15. August 1868.

Am 15. Februar 1870 wurde es feierlich eröffnet.

Es steht in der Gabelung der beiden Strecken und ist damit ein Keilbahnhof.

Das mehrgliedrige Gebäude besteht aus Ruhrsandstein und hat einen dreigeschossigen Turm.

Sein spätklassizistischer Stil ist von Karl Friedrich Schinkel geprägt.

Die Bahnhofstraße verbindet den Bahnhof nahe der Ruhr mit der Altstadt.

Flussaufwärts grenzt das Gelände der 1854 gegründeten Henrichshütte an.

Nahe dem Bahnhof steht bis heute die alte Birschel-Mühle.

Die Bahnhofstraße war Ende des 19. Jahrhunderts die Achse einer Stadterweiterung nach Westen.

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Foto: Frank Vincentz, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Der Bahnhof Hattingen wurde 1870 an der Ruhrtalbahn eröffnet und ist ein Keilbahnhof aus Ruhrsandstein im Stil Schinkels. 1971 und 1979 verlor die Strecke ihre Verbindungen nach Hagen und Wuppertal.

Seit 1987 bringt eine Stichstrecke die Linie S 3 bis zum Haltepunkt Hattingen Mitte in der Innenstadt. Der alte Abschnitt der Ruhrtalbahn wird heute von einer Museumseisenbahn befahren.

Der Niedergang der Strecke

Mit dem Ende des Bergbaus nahm auch die Bedeutung der Ruhrtalbahn ab.

1971 wurde der Personenverkehr zwischen Hattingen und Hagen eingestellt.

Ab dem 30. November 1979 fuhren keine Züge mehr in Richtung Wuppertal.

Damit verlor der alte Knotenbahnhof zwei seiner Strecken.

Nur der Abschnitt nach Essen behielt seine Bedeutung.

Das denkmalgeschützte Empfangsgebäude ist heute renoviert.

In ihm ist unter anderem ein Gastronomiebetrieb untergebracht.

Damit war die einst wichtige Strecke am Ende nur noch ein Rest ihrer selbst.

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Foto: Frank Vincentz, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die S-Bahn übernimmt

Der verbliebene Abschnitt der Ruhrtalbahn nach Essen wurde am 20. Mai 1974 elektrifiziert.

Damit kam Hattingen in das Netz der S-Bahn Rhein-Ruhr.

Seitdem verkehrt hier die Linie S 3.

Sie fährt über Bochum-Dahlhausen und Essen weiter in Richtung Norden.

Der alte Bahnhof lag jedoch abseits der Innenstadt und des Busbahnhofs.

Nur wenige Buslinien bedienten ihn, während am zentralen Busbahnhof viele Linien begannen.

Deshalb entschied man sich für eine Verlängerung der S-Bahn ins Zentrum.

Für die Stadt bedeutete die S-Bahn den Anschluss an das dichte Nahverkehrsnetz des Reviers.

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Foto: Frank Vincentz, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ein neuer Halt in der Stadt

Nach dem Baubeginn 1985 wurde am 3. Juli 1987 eine kurze Stichstrecke eröffnet.

Sie führt von der Wuppertaler Seite aus zum Haltepunkt Hattingen Mitte.

Dieser Bahnhofsteil ist heute die südliche Endstation der Linie S 3.

Er liegt in Tieflage und hat einen 96 Zentimeter hohen Seitenbahnsteig.

Über Treppen, eine Rolltreppe und einen Aufzug ist er barrierefrei zu erreichen.

Weil er unmittelbar an Altstadt und Busbahnhof liegt, ist er die wichtigere Zugangsstelle.

1994 wurde auch die Straßenbahn nach Bochum an diesen Haltepunkt verlegt.

Die Straßenbahnlinie 308 fährt von Hattingen Mitte über den Bochumer Hauptbahnhof bis nach Gerthe.

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Foto: Frank Vincentz, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Der Museumszug auf der alten Strecke

Auf dem alten Teil der Ruhrtalbahn fährt heute eine Museumseisenbahn.

Sie gehört zum Eisenbahnmuseum in Bochum-Dahlhausen.

Zwischen April und Oktober hält sie an bestimmten Tagen auch in Hattingen.

Der Museumszug verkehrt zwischen dem Museum und dem Bahnhof Wengern Ost.

Mal zieht ihn eine Dampflok, mal eine Diesellok.

Zeitweise fährt auch ein alter Wismarer Schienenbus die Strecke.

So bleibt die alte Ruhrtalbahn an vielen Wochenenden lebendig.

So können Gäste die alten Loks und Wagen aus nächster Nähe erleben.

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Foto: Frank Vincentz, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die Altstadt aus Fachwerk

Die Hattinger Altstadt zählt fast 150 mittelalterliche Fachwerkhäuser.

In den 1960er Jahren setzten sich die Bürger gegen einen Flächenabriss durch.

So blieb der alte Stadtkern erhalten und ist heute ein beliebtes Ausflugsziel.

Zu den bekanntesten Bauten gehören die St.-Georgs-Kirche und das Alte Rathaus.

Auffällig ist auch der alte Glockenturm.

Das Bügeleisenhaus aus dem 17. Jahrhundert verdankt seinen Namen seiner spitzen Form.

Heute beherbergt es ein kleines Museum des Heimatvereins.

Die Rettung der Fachwerkstadt gilt heute als früher Erfolg des Denkmalschutzes.

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Foto: Frank Vincentz, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die Henrichshütte

Gleich neben dem Bahnhof liegt das Gelände der Henrichshütte.

Dieses Eisenwerk wurde bereits 1854 gegründet.

Über viele Jahrzehnte prägte es die Stadt und ihre Arbeitswelt.

Rohstoffe und Erzeugnisse gingen einst über die Ruhrtalbahn ein und aus.

Nach dem Ende der Produktion wurde die Hütte zu einem Industriemuseum.

Heute erzählt sie von der großen Zeit von Kohle und Stahl.

Damit gehört Hattingen zur Route der Industriekultur im Ruhrgebiet.

Über die Ruhr und ihre Bahn war das Werk eng mit dem ganzen Revier verbunden.

Wer möchte, verbindet den Bummel durch die Altstadt mit einem Besuch der Industriekultur.

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Foto: Frank Vincentz, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ankommen in Hattingen

Wer in Hattingen Mitte aussteigt, steht gleich am Rand der Altstadt.

Zwischen den Fachwerkhäusern lässt sich durch enge Gassen bummeln.

Ein kurzer Weg führt hinunter zur Ruhr und zur alten Henrichshütte.

Vom alten Keilbahnhof bringt die Bahnhofstraße die Gäste ebenfalls in die Stadt.

An manchen Tagen dampft zusätzlich der Museumszug entlang der Ruhr.

Mit der S-Bahn sind Bochum und Essen rasch erreichbar.

So verbindet Hattingen alte Fachwerkidylle mit der Geschichte von Kohle und Stahl.

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Foto: Frank Vincentz, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Häufige Fragen

Seit wann hat Hattingen einen Bahnhof?
Seit 1870, als das Empfangsgebäude an der Ruhrtalbahn eröffnet wurde.
Was ist ein Keilbahnhof?
Ein Bahnhof, dessen Gebäude in der Gabelung zweier Strecken liegt. In Hattingen zweigten die Strecken nach Hagen und Wuppertal ab.
Welche Züge halten heute?
Die Linie S 3 der S-Bahn Rhein-Ruhr, die am Haltepunkt Hattingen Mitte endet.
Warum wurde Hattingen Mitte gebaut?
Weil der alte Bahnhof abseits lag. 1987 verlängerte man die S-Bahn über eine Stichstrecke bis in die Innenstadt.
Fährt noch ein Dampfzug?
Ja, zwischen April und Oktober hält an bestimmten Tagen die Museumseisenbahn des Dahlhausener Eisenbahnmuseums in Hattingen.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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