Der Bahnhof Geithain, wo zwei sächsische Strecken zusammenfinden

Ortstermin

„Sehr geehrte Fahrgäste, in Geithain haben Sie Anschluss Richtung Leipzig, Chemnitz und Bad Lausick.“

Der Bahnhof Geithain, wo zwei sächsische Strecken zusammenfinden

→ Ein Ortstermin im Süden des sächsischen Landkreises Leipzig.

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Kurz gesagt

Geithain ist eine kleine Kreisstadt im Süden des Leipziger Landes und ein Eisenbahnknoten. Im Bahnhof treffen die Strecke Neukieritzsch–Chemnitz und die aus Leipzig kommende Bahn über Bad Lausick zusammen.

Der Bahnhof Geithain ist einer jener Orte, an denen sich zwei Bahnlinien die Hand geben.

Aus Leipzig kommt die eine, aus Richtung Chemnitz die andere, und in Geithain finden sie zusammen.

Für eine kleine Stadt ist das ein erstaunlich reges Kommen und Gehen.

Und gleich hinter dem Bahnhof beginnt eine Altstadt, die noch von Mauern und Türmen umgeben ist.

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Foto: Jwaller, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Wo zwei Strecken zusammenfinden

Der Bahnhof Geithain liegt an der Bahnstrecke von Neukieritzsch nach Chemnitz.

In ihn mündet außerdem die Strecke, die aus Leipzig über Bad Lausick heranführt.

Damit ist Geithain ein Knoten, an dem sich die Wege der Züge kreuzen.

Für den Süden des Leipziger Landes ist das ein wichtiger Umsteigepunkt.

Ohne diesen Bahnhof wären viele der umliegenden Orte deutlich schlechter erreichbar.

Von hier aus fahren die Züge fächerförmig in mehrere Richtungen auseinander.

01870 Geithain 1901 Bahnhof Brück & Sohn Kunstverlag
Foto: Brück & Sohn Kunstverlag Meißen, CC0, via Wikimedia Commons

Elektrisch bis Geithain

Die Bahn aus Leipzig über Borna ist bis Geithain elektrifiziert.

Hier enden die Fahrleitungen, und dahinter beginnt der nicht elektrifizierte Abschnitt.

Solche Übergänge markieren im Bahnnetz oft den Rand eines dichter befahrenen Kerns.

Für Geithain bedeutet es, dass moderne Elektrozüge bis in die Stadt fahren können.

Der Bahnhof liegt so an der Grenze zwischen zwei technischen Welten.

Bahnhof Geithain, Empfangsgebäude (Straßenseite) (1)
Foto: Aagnverglaser, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Der Bahnhof Geithain ist ein Knoten der Strecke Neukieritzsch–Chemnitz und der einmündenden Bahn aus Leipzig über Bad Lausick.

Der Regional-Express RE 6 fährt nach Leipzig und nach Chemnitz, die Regionalbahn RB 113 nach Leipzig über Borna.

Die Strecke aus Leipzig ist bis Geithain elektrifiziert; seit 2013 fahren die Züge durch den City-Tunnel Leipzig.

Geithain ist eine Große Kreisstadt im Süden des Landkreises Leipzig in Sachsen.

Zwei Wege nach Leipzig

Von Geithain aus führen gleich zwei Wege in die Großstadt Leipzig.

Der Regional-Express RE 6 fährt über Bad Lausick und braucht dabei nur kurze Zeit.

Die Regionalbahn RB 113 nimmt den Weg über Borna und hält an vielen kleinen Orten.

Seit der City-Tunnel Leipzig 2013 eröffnet wurde, fahren die Züge mitten unter die Innenstadt.

So ist Geithain heute schnell und bequem mit Leipzig verbunden.

Für viele Berufstätige und Studierende ist die Verbindung nach Leipzig der wichtigste Weg.

Bahnhof Geithain, Empfangsgebäude (Gleisseite) (2)
Foto: Aagnverglaser, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Nach Chemnitz über Burgstädt

In der anderen Richtung führt die Strecke weiter nach Chemnitz.

Der RE 6 fährt dabei über Burgstädt in die große Stadt am Rand des Erzgebirges.

Geithain liegt damit genau zwischen zwei sächsischen Zentren.

Wer will, erreicht von hier aus sowohl Leipzig als auch Chemnitz im Stundentakt.

Diese Lage macht den kleinen Bahnhof für die Region besonders wertvoll.

Die Fahrt führt durch die sanfte, hügelige Landschaft des mittelsächsischen Berglands.

Bahnhof Geithain, Empfangsgebäude (Gleisseite) (1)
Foto: Aagnverglaser, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ein Knoten im Süden des Leipziger Landes

Betrieblich ist Geithain eine Betriebsstelle, an der mehrere Gleise zusammenlaufen.

Betrieben wird der Verkehr von der Mitteldeutschen Regiobahn und der DB Regio.

Beide bieten stündliche Verbindungen in die verschiedenen Richtungen an.

Für Pendler, Schüler und Ausflügler ist der Bahnhof der Mittelpunkt des Tages.

So schlägt in dem kleinen Ort ein überraschend kräftiger Verkehrspuls.

Damit ist der kleine Knoten für die ganze Umgebung von großem Nutzen.

Bahnhof Geithain, Empfangsgebäude (Straßenseite) (2)
Foto: Aagnverglaser, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Eine Stadt hinter der Mauer

Gleich hinter dem Bahnhof beginnt die alte Stadt Geithain.

Sie ist bis heute von einer Stadtmauer mit runden Bastionen umgeben.

Erhalten ist auch das untere Stadttor, durch das man in den Kern gelangt.

Solche Befestigungen sind in Sachsen nur noch selten so gut zu sehen.

Hinter den Mauern öffnet sich eine dicht gebaute, alte Kleinstadt.

Schmale Gassen und alte Häuser drängen sich innerhalb des alten Rings.

Bahnhof Geithain, Endpunkt der S Bahn aus Leipzig
Foto: Aagnverglaser, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Nikolaikirche und Marienkirche

Das größte Bauwerk der Stadt ist die romanisch-gotische Nikolaikirche.

Sie besitzt eine reiche Innenausstattung und beherrscht das Stadtbild.

Nicht weit entfernt steht die kleinere Marienkirche.

Beide Kirchen erinnern an die lange geistliche Geschichte des Ortes.

Unter dem Areal der Nikolaikirche liegen sogar unterirdische Gänge.

Ihre wuchtigen Türme sind schon von weitem über den Dächern zu sehen.

Bahnhof Geithain, Fassage mit ehemaligen Zielen von Geithain aus
Foto: Aagnverglaser, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Türme, Gänge und das Rathaus

Zu den Wahrzeichen Geithains gehört der Pulverturm, der auch Freiturm genannt wird.

Er gehörte einst zu einem adligen Freihof und diente der Verteidigung.

Am Markt steht das Rathaus, um das sich das städtische Leben dreht.

Ein Heimatmuseum bewahrt die Erinnerung an die Geschichte der Stadt.

So ist Geithain trotz seiner Kleinheit reich an alten Bauten und Geschichten.

Der Rundgang durch die Altstadt führt an vielen dieser Zeugen der Vergangenheit vorbei.

Bahnhof Geithain, BHG und Güterschuppen
Foto: Aagnverglaser, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ankommen in Geithain

Ankommen in Geithain heißt, an einem Knoten auszusteigen und in eine alte Stadt zu treten.

Wenige Schritte trennen den Bahnsteig von der Stadtmauer und ihren Türmen.

Wer mag, steigt hier um und fährt weiter nach Leipzig, Chemnitz oder Bad Lausick.

Und wer bleibt, entdeckt hinter den Mauern eine überraschend vollständige alte Kleinstadt.

So verbindet Geithain den regen Verkehr auf den Gleisen mit tiefer Ruhe hinter den Mauern.

Bahnhof Geithain, Gleisanlagen
Foto: Aagnverglaser, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Häufige Fragen

Welche Strecken treffen sich in Geithain?
Die Bahnstrecke Neukieritzsch–Chemnitz und die aus Leipzig über Bad Lausick kommende Linie. Deshalb ist Geithain ein Eisenbahnknoten.
Wie kommt man von Geithain nach Leipzig?
Mit dem RE 6 über Bad Lausick oder mit der RB 113 über Borna. Seit 2013 fahren die Züge durch den City-Tunnel Leipzig.
Fahren von Geithain auch Züge nach Chemnitz?
Ja, der RE 6 fährt über Burgstädt weiter nach Chemnitz. Geithain liegt genau zwischen Leipzig und Chemnitz.
Ist die Strecke elektrifiziert?
Die Bahn aus Leipzig über Borna ist bis Geithain elektrifiziert. Dahinter beginnt der nicht elektrifizierte Abschnitt.
Was kann man vom Bahnhof aus in Geithain sehen?
Die alte Stadtmauer mit runden Bastionen, das untere Stadttor und die romanisch-gotische Nikolaikirche. Auch der Pulverturm und das Rathaus lohnen den Weg.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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