Ortstermin
„Nächster Halt Reinhardsbrunn-Friedrichroda, Übergang zur Thüringerwaldbahn nach Gotha und Tabarz, bitte Vorsicht beim Aussteigen.“
Der Bahnhof Friedrichroda, wo Kurort und Thüringerwaldbahn zusammentreffen
→ Ein Ortstermin im Thüringer Wald.
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Kurz gesagt
Friedrichroda ist ein Luftkurort im Thüringer Wald und Endstation der Bahn aus Fröttstädt. Am zweiten Halt Reinhardsbrunn-Friedrichroda steht ein prächtiges Empfangsgebäude im englischen Landhausstil, und die Thüringerwaldbahn fährt bis nach Gotha.
Friedrichroda ist ein Kurort mitten im Thüringer Wald und lässt sich bequem mit der Bahn erreichen.
Gleich zwei Bahnstationen und die berühmte Thüringerwaldbahn treffen hier aufeinander.
Schon die Anreise wird so zu einem kleinen Ausflug durch die Wälder Thüringens.

Ankunft in Friedrichroda
Friedrichroda ist eine kleine Stadt im Landkreis Gotha und ein staatlich anerkannter Luftkurort.
Die Stadt ist Endstation der Bahnstrecke, die von Fröttstädt herführt.
Damit endet die Reise für viele Gäste mitten in einem heilklimatischen Kurort.
Rund um den Bahnhof beginnt sogleich die frische Luft des Thüringer Waldes.
Auch der Ortsteil Finsterbergen trägt den Titel eines heilklimatischen Kurortes.
Von der ersten Minute an spürt man, dass hier Erholung großgeschrieben wird.

Zwei Bahnhöfe und die Strecke aus Fröttstädt
Auf dem Stadtgebiet liegen gleich zwei Bahnstationen.
Die eine ist der Endbahnhof Friedrichroda, die andere der Haltepunkt Reinhardsbrunn-Friedrichroda.
Letzterer liegt an der bereits 1870 erbauten Strecke von Fröttstädt nach Georgenthal.
Sein Bahnsteig misst rund zweihundertsechsundzwanzig Meter Länge.
Über Fröttstädt besteht Anschluss an die große Bahn zwischen Erfurt und Eisenach.
So ist der kleine Kurort trotz seiner Lage im Gebirge gut mit dem Netz verbunden.

Gut zu wissen
Friedrichroda ist Endstation der Bahnstrecke aus Fröttstädt und besitzt mit Reinhardsbrunn-Friedrichroda einen zweiten, denkmalgeschützten Haltepunkt.
Zusätzlich verbindet die Thüringerwaldbahn den Kurort über ihre Linie 4 mit Gotha und mit Bad Tabarz.
Die Kernstadt ist ein staatlich anerkannter Luftkurort und heilklimatischer Kurort im Thüringer Wald.
Der Bahnhof Reinhardsbrunn-Friedrichroda
Das Empfangsgebäude in Reinhardsbrunn wurde 1895 geplant und 1897 eröffnet.
Es ist im englischen Landhausstil errichtet, mit großen Walmdächern und sogenannten Bay-Windows.
Dazu treten Elemente des typischen Thüringer Fachwerkbaus.
Die freie Anordnung unterschiedlich hoher Baukörper macht das Haus zu einem echten Schmuckstück.
Heute steht das leider leerstehende Gebäude unter Denkmalschutz.
In den 1920er Jahren kam eine hölzerne Überdachung über den Bahnsteig hinzu.

Der Fürstenpavillon und die herzogliche Verbindung
Der ungewöhnliche Baustil des Bahnhofs hat einen fürstlichen Hintergrund.
Er gilt als Reverenz an den damals regierenden Herzog Alfred von Sachsen-Coburg und Gotha.
Dieser war der zweite Sohn der englischen Königin Victoria und in England geboren.
Hinter dem Bahnhof war für ihn und sein Gefolge ein eigener Fürstenpavillon eingerichtet.
Dort konnte sich die herzogliche Familie standesgemäß aufhalten, wenn sie mit der Bahn anreiste.
So erzählt schon das Bahnhofsgebäude von der Nähe des Ortes zum Adel.

Die Thüringerwaldbahn
Neben den Zügen ergänzt die Thüringerwaldbahn das Angebot auf der Schiene.
Diese Überlandstraßenbahn verbindet Friedrichroda mit der Residenzstadt Gotha.
Die Strecke von Gotha nach Tabarz wurde im Jahr 1929 fertiggestellt.
Ihre Linie 4 hält an mehreren Stationen im Stadtgebiet von Friedrichroda.
Am Bahnhofsvorplatz von Reinhardsbrunn ließ sich früher bequem zwischen Zug und Bahn umsteigen.
Bis heute ist die Fahrt mit der Waldbahn ein Erlebnis für sich.

Der Kurort im Thüringer Wald
Friedrichroda gehört zu den bekanntesten Kurorten des Thüringer Waldes.
Schon vor dem Ersten Weltkrieg zählte der Ort jährlich etwa fünfzehntausend Gäste.
Die klare Luft und die Wälder ringsum machten ihn früh zu einem beliebten Reiseziel.
Bis heute laden Kurpark und Wanderwege zu ruhigen Tagen ein.
Auch der Schriftsteller Ernst Barlach hielt seine Zeit in Friedrichroda in einer kleinen Erzählung fest.
Der Ort verbindet damit Erholung und ein Stück Kulturgeschichte.

Kloster und Schloss Reinhardsbrunn
Ganz in der Nähe des Bahnhofs liegt das ehemalige Kloster Reinhardsbrunn.
Es wurde im Jahr 1085 von Ludwig dem Springer gegründet.
Über viele Jahre war es ein geistiges und kulturelles Zentrum Thüringens.
Ludwig der Springer erbaute außerdem die berühmte Wartburg bei Eisenach.
Die Wurzeln Friedrichrodas reichen bis zur Schauenburg zurück, die um 1044 entstand.
So ist die Gegend eng mit der Geschichte des Adelsgeschlechts der Ludowinger verbunden.

Vom Weberort zum Reiseziel
Lange lebten die Menschen in Friedrichroda vor allem vom Bleichen und Weben von Garn.
Im Jahr 1813 besaßen von rund zweihundertsiebzig Häusern die meisten einen eigenen Bleichplatz.
Damit die Bleichen sauber blieben, war das Halten von Geflügel schon 1521 verboten worden.
Später brachte die Industrialisierung Fabriken für Möbel, Taschenlampen und Batterien in den Ort.
Mit der Eisenbahn wuchs schließlich der Fremdenverkehr zur wichtigsten Einnahmequelle.
So wandelte sich der einstige Weberort Schritt für Schritt zum Reiseziel.

Ankommen in Friedrichroda
Ankommen in Friedrichroda heißt, mitten im Thüringer Wald aus dem Zug oder der Waldbahn zu steigen.
Vom Bahnhof aus locken der Kurpark und die Wanderwege des Gebirges.
Ganz in der Nähe erinnert Reinhardsbrunn an Klostergeschichte und herzogliche Zeiten.
Wer mag, fährt mit der Thüringerwaldbahn weiter nach Gotha oder nach Bad Tabarz.
Die klare Luft und die Ruhe machen den Ort zu einem echten Erholungsziel.
So bleibt Friedrichroda ein Bahnhof, an dem der Wald gleich hinter dem Bahnsteig beginnt.

Häufige Fragen
Wie erreicht man Friedrichroda mit der Bahn?
Was ist am Bahnhof Reinhardsbrunn-Friedrichroda besonders?
Was ist die Thüringerwaldbahn?
Wofür ist Friedrichroda bekannt?
Was hat es mit Reinhardsbrunn auf sich?
Weiterfahrt
→ Ortstermin Gotha: Bahnhof am Schloss und Tor zum Thüringer Wald – Die Residenzstadt Gotha ist über die Thüringerwaldbahn direkt mit Friedrichroda verbunden.
→ Ortstermin: Der Bahnhof Gotha – Bad Tabarz am Fuß des Großen Inselsbergs ist die Endstation der Thüringerwaldbahn.
