Ortstermin
„Auf Gleis 1 fährt ein die RB 77 nach Naumburg, Halt in Freyburg an der Unstrut, bitte einsteigen.“
Der Bahnhof Freyburg, Halt im Weinland an der Unstrut
→ Ein Ortstermin im Weinland Saale-Unstrut.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Freyburg (Unstrut) liegt an der Unstrutbahn und ging bereits 1889 in Betrieb. Heute verbindet ihn die Linie RB 77 im Stundentakt mit Naumburg, mitten im Weinland Saale-Unstrut.
Wer in Freyburg aus dem Zug steigt, ist im Herzen des Weinlandes Saale-Unstrut angekommen.
Die Stadt liegt an der Unstrut im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt.
Ihr Bahnhof brachte früher vor allem Sekt und Kalk auf die Schiene.

Ein Bahnhof an der Unstrutbahn
Der Bahnhof Freyburg liegt an der Unstrutbahn im Burgenlandkreis.
Auf ihr verkehren im Stundentakt die Züge der Linie RB 77 zwischen Naumburg Ost und Wangen.
Das alte Empfangsgebäude des Bahnhofs steht unter Denkmalschutz.
Freyburg ist das Zentrum des Weinanbaugebiets Saale-Unstrut.
Der Bahnhof bringt Ausflügler mitten in dieses Weinland.

In Betrieb seit 1889
Am 1. Oktober 1889 ging die Strecke von Naumburg an der Saale nach Artern in Betrieb.
Mit ihr nahm auch der Bahnhof Freyburg seinen Betrieb auf.
Wegen des regen Verkehrs wurden bald immer mehr Weichen und Gleise ergänzt.
Auch zusätzliches Bahnpersonal wurde nötig.
Im Jahr 1909 baute man das Stellwerk aus.
Damals trug der Bahnhof noch die Bezeichnung Freyburg an der Unstrut.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Freyburg (Unstrut) ging 1889 an der Strecke von Naumburg nach Artern in Betrieb und liegt heute an der Unstrutbahn. Im Stundentakt verkehrt die Linie RB 77 nach Naumburg. Das alte Empfangsgebäude steht unter Denkmalschutz.
Freyburg liegt an der Unstrut im Burgenlandkreis in Sachsen-Anhalt und ist das Zentrum des Weinanbaugebiets Saale-Unstrut. Bekannt ist die Stadt für die Rotkäppchen Sektkellerei und die romanische Neuenburg. Sie erhielt bereits 1261 das Stadtrecht.
Güter für Sekt und Kalk
Für die örtlichen Unternehmen spielte die Bahn lange eine wichtige Rolle.
Zu den wichtigsten Güterkunden zählte die Rotkäppchen Sektkellerei.
Auch die Kalkwerke Flemmig nutzten den Bahnhof für ihre Transporte.
Im Jahr 1934 kam erstmals eine Kleinlokomotive für den Rangierbetrieb zum Einsatz.
Seit 1946 wurden hier zudem große Mengen Kies abgefertigt.
So war der Bahnhof über Jahrzehnte ein geschäftiger Umschlagplatz.

Vom regen Verkehr zur RB 77
Im letzten Friedensfahrplan von 1914 fuhren zwischen Naumburg und Laucha elf Zugpaare täglich.
In den 1920er Jahren verkehrten noch sechs bis sieben Zugpaare am Tag.
Die Züge fuhren damals etwa zwischen fünf Uhr morgens und Mitternacht.
Heute verbindet die Linie RB 77 den Bahnhof im Stundentakt mit Naumburg.
So ist Freyburg bis heute verlässlich an die Bahn angebunden.

Der Bahnhof rückt näher an den Bus
Im Jahr 2012 wurden die Anlagen für den Reiseverkehr um 300 Meter verschoben.
Der Halt liegt seither beim Streckenkilometer 6,5.
Dort entstand zugleich eine Schnittstelle zum Regionalbusverkehr.
So können Reisende bequem zwischen Zug und Bus wechseln.
Das denkmalgeschützte alte Empfangsgebäude blieb dabei erhalten.

Rotkäppchen und die Sektkeller
Freyburg ist weit über die Region hinaus als Sektstadt bekannt.
In der Stadt liegen die historischen Kelleranlagen der Rotkäppchen Sektkellerei.
Der Wein aus dem Anbaugebiet Saale-Unstrut prägt die ganze Umgebung.
Durch die Stadt führen die Weinstraße Saale-Unstrut und der Unstrutradwanderweg.
Freyburg ist zudem ein staatlich anerkannter Erholungsort.
So verbinden sich hier Wein, Wandern und Radfahren.

Schloss Neuenburg über der Stadt
Über Freyburg erhebt sich die um 1090 erbaute Neuenburg.
Sie ist eine weiträumige romanische Anlage mit einem Bergfried.
Die Burg gehörte einst zum Gebiet der Landgrafen von Thüringen.
Auch die Straße der Romanik führt durch die Stadt.
Von der Burg reicht der Blick weit über das Unstruttal.

Turnvater Jahn und die Stadtkirche
In Freyburg erinnert ein Museum an Friedrich Ludwig Jahn, den sogenannten Turnvater.
Die Stadtkirche St. Marien stammt in Teilen aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts.
Ihr gotischer Chor entstand um das Jahr 1400.
Rund um die Altstadt haben sich Stadtmauer und Stadttore erhalten.
Freyburg wurde 1203 erstmals urkundlich erwähnt und erhielt 1261 das Stadtrecht.

Ankommen in Freyburg
Ankommen in Freyburg heißt, mitten im Weinland Saale-Unstrut aus dem Zug zu steigen.
Vom Bahnhof sind es kurze Wege in das Winzerstädtchen und zu den Sektkellern.
Über der Stadt wartet die Neuenburg auf einen Besuch.
Mit der RB 77 geht es im Stundentakt zurück nach Naumburg.
So verbindet der kleine Bahnhof die Sektstadt mit dem Knoten an der Saale.

Häufige Fragen
Seit wann hat Freyburg einen Bahnhof?
Welche Bahn hält heute in Freyburg?
Welche Rolle spielte der Güterverkehr?
Wofür ist Freyburg bekannt?
Was kann man vom Bahnhof aus erreichen?
Weiterfahrt
→ Ortstermin: Der Bahnhof Naumburg an der Saale – Naumburg mit seinem Dom ist der nahe Bahnknoten an der Saale.
→ Ortstermin: Der Bahnhof Weißenfels an der Saale – Weißenfels liegt flussabwärts an der Saale und ist über Naumburg erreichbar.
