Ortstermin
„In Dorsten wird der Zug geteilt, der vordere Teil fährt nach Borken, der hintere nach Coesfeld, bitte auf die Wagenreihung achten.“
Der Bahnhof Dorsten, wo sich der Flügelzug ins Münsterland teilt
→ Ein Ortstermin am Nordrand des Ruhrgebiets.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Dorsten ist ein Gemeinschaftsbahnhof mit Empfangsgebäude von 1880 und liegt zwischen Ruhrgebiet und Münsterland. Hier teilt sich der Regional-Express RE 14 und fährt weiter nach Borken und Coesfeld.
Wer in Dorsten aus dem Zug steigt, steht an einem Bahnhof zwischen zwei Landschaften.
Die Stadt liegt an der Lippe im Übergang zwischen dem Ruhrgebiet und dem südlichen Münsterland.
Ihr Bahnhof ist ein alter Gemeinschaftsbahnhof, an dem sich bis heute die Wege teilen.

Der zentrale Bahnhof am Rand des Ruhrgebiets
Der Bahnhof Dorsten ist der zentrale Bahnhof der Stadt am Westrand des Kreises Recklinghausen.
Er liegt östlich der Altstadt, unweit des Recklinghäuser Tors.
Dorsten liegt im Übergang zwischen dem Norden des Ruhrgebiets und dem südlichen Münsterland an der Lippe.
Der Bahnhof ist damit ein Tor zwischen zwei Landschaften.
Er gehört zum Verkehrsnetz der Metropolregion Rhein-Ruhr.
Vom Bahnsteig sind es nur wenige Schritte in die Innenstadt.

Ein Gemeinschaftsbahnhof von 1880
Der Bahnhof entstand als Gemeinschaftsbahnhof zweier Eisenbahngesellschaften.
Beteiligt waren die Rheinische Eisenbahn und die Niederländisch-Westfälische Eisenbahn.
Das Empfangsgebäude stammt aus dem Jahr 1880.
Es liegt in einer Insellage mittig zwischen den Strecken der beiden Gesellschaften.
Seit 1989 steht das Gebäude unter Denkmalschutz.
So erzählt der Bahnhof von der Zeit konkurrierender Bahngesellschaften.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Dorsten entstand als Gemeinschaftsbahnhof zweier Eisenbahngesellschaften, sein Empfangsgebäude von 1880 steht seit 1989 unter Denkmalschutz. Heute halten hier der Regional-Express RE 14 und die Regionalbahn RB 43. In Dorsten wird der RE 14 geteilt und fährt weiter nach Borken und Coesfeld.
Dorsten liegt an der Lippe im Übergang zwischen dem Ruhrgebiet und dem südlichen Münsterland. Die alte vestische Stadt erhielt 1251 die Stadtrechte. Zu ihren Sehenswürdigkeiten zählen das Schloss Lembeck und das Jüdische Museum Westfalen.
Fünf Gleise und eine Insellage
Dem Personenverkehr dienen in Dorsten fünf Bahnsteiggleise.
Die Gleise 1 und 2 mit ihren Außenbahnsteigen sind für den Durchgangsverkehr da.
Die Kopfgleise 3 und 4 teilen sich einen Mittelbahnsteig.
Das Kopfgleis 5 blieb als einziges auf der Westseite des Empfangsgebäudes.
Von Norden nach Süden misst der Bahnhof rund 2,4 Kilometer.
In den Jahren 2018 und 2019 wurde die Anlage umgebaut.

Wo der Flügelzug sich teilt
Zwischen Essen und Dorsten verkehrt der Regional-Express RE 14 als Flügelzug.
In Dorsten wird der Zug geteilt.
Der eine Zugteil fährt weiter nach Borken, der andere nach Coesfeld.
Diese Aufteilung macht den Bahnhof zu einem kleinen Knotenpunkt im Münsterland.
Der RE 14 trägt den Namen Emscher-Münsterland-Express.
So verbindet er das Ruhrgebiet mit dem westlichen Münsterland.

Im Takt nach Essen
Neben dem Regional-Express hält in Dorsten die Regionalbahn RB 43, die Emschertal-Bahn.
Zum nächsten Fernbahnhof in Essen besteht ein Halbstundentakt.
Die Züge fahren dabei über Gladbeck West, Bottrop und Essen-Borbeck.
So ist Dorsten gut an das dichte Netz des Ruhrgebiets angebunden.
Der Bahnhof bleibt der wichtigste Verkehrspunkt der Stadt.

Eine vestische Stadt an der Lippe
Die alte vestische Stadt Dorsten erhielt bereits am 1. Juni 1251 die Stadtrechte.
Verliehen wurden sie vom kurkölnischen Landesherrn.
Die historische Stadt lag südlich der Lippe.
Im 20. Jahrhundert wuchs Dorsten nach Norden über den Fluss hinaus.
Dabei kam das Gebiet der früheren Herrlichkeit Lembeck hinzu.
Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Altstadt am 22. März 1945 schwer zerstört.

Schloss Lembeck und die Klöster
Im Stadtteil Lembeck steht das Schloss Lembeck, eine weitläufige Wasserschlossanlage.
In seinem Dachgeschoss zeigt ein Heimatmuseum Funde aus Handwerk und Landwirtschaft.
In Lembeck steht außerdem die Karmelkapelle des Baumeisters Johann Conrad Schlaun.
In der Altstadt hatten die Franziskaner seit 1488 und die Ursulinen seit 1699 ihre Klöster.
Von der einstigen Fachwerkstadt blieben nach dem Krieg nur wenige Bauten erhalten.
Dazu zählen Teile der Stadtmauer und die alte Waage am Marktplatz.

Das Jüdische Museum Westfalen
Östlich der Altstadt liegt das Jüdische Museum Westfalen.
Es dokumentiert die Geschichte der westfälischen Juden vom Mittelalter bis in die Gegenwart.
Das Museum wurde 1992 eröffnet und 2001 um einen modernen Anbau erweitert.
Es erzählt diese Geschichte anhand beispielhafter Lebensläufe.
So bewahrt Dorsten die Erinnerung an einen wichtigen Teil seiner Vergangenheit.

Ankommen in Dorsten
Ankommen in Dorsten heißt, an einem denkmalgeschützten Bahnhof zwischen Ruhrgebiet und Münsterland auszusteigen.
Vom Bahnhof sind es nur wenige Schritte in die Innenstadt an der Lippe.
Wer mag, fährt hinaus nach Lembeck zum Wasserschloss.
Mit dem Regional-Express geht es im Takt nach Essen.
In die andere Richtung teilt sich der Zug nach Borken und Coesfeld.
So verbindet der Bahnhof die vestische Stadt mit dem großen Netz der Region.

Häufige Fragen
Wie alt ist der Bahnhof Dorsten?
Welche Züge halten in Dorsten?
Warum wird der Zug in Dorsten geteilt?
Seit wann ist Dorsten eine Stadt?
Was kann man vom Bahnhof aus erreichen?
Weiterfahrt
→ Ortstermin: Recklinghausen Hauptbahnhof – Recklinghausen ist die nahe Kreisstadt und ein Bahnknoten im Ruhrgebiet.
→ Ortstermin Bottrop Hauptbahnhof: Am Bahnhof der letzten Zeche – Bottrop liegt südwestlich an der Strecke in Richtung Essen.
