Ortstermin
„Cuneo, Umsteigen für die Gebirgsstrecke über den Col de Tende nach Ventimiglia und zur Küste, bitte alle einsteigen.“
Der Bahnhof Cuneo, Tor zur Gebirgsbahn nach Ventimiglia
→ Ein Ortstermin im Piemont.
Lesezeit: 9 Minuten · Schalter: Ortstermin
Kurz gesagt
Der Bahnhof Cuneo ist der Ausgangspunkt der Strecken nach Turin und über die Seealpen nach Ventimiglia und Nizza. Die kurvenreiche Gebirgsbahn durch die Berge gilt als eine der spektakulärsten Alpenbahnen.
Cuneo ist eine Stadt im Südwesten des Piemont und die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz.
Sie liegt auf einer keilförmigen Hochfläche zwischen den Flüssen Stura und Gesso, am Rand der Seealpen.
Für das Jahr 2024 wurde Cuneo zur Alpenstadt des Jahres gewählt.

Ausgangspunkt zweier Bahnlinien
Der Bahnhof Cuneo ist der Ausgangspunkt gleich mehrerer Bahnstrecken durch das südliche Piemont.
Nach Norden führt die Linie in die Regionhauptstadt Turin.
Nach Süden beginnt hier die berühmte Gebirgsbahn über die Seealpen nach Ventimiglia und Nizza.
Frühere Strecken nach Saluzzo und Mondovì werden heute vor allem im Güterverkehr genutzt.

Die Gebirgsbahn nach Ventimiglia
Die Strecke von Cuneo nach Ventimiglia zählt zu den aufwendigsten Gebirgsbahnen der Alpen.
Auf ihrem Weg über den Col de Tende windet sie sich mit Kehrtunneln und hohen Viadukten durch die Berge.
Sie verbindet das Piemont mit der italienischen und der französischen Mittelmeerküste.
Wegen ihrer vielen Kunstbauten wird sie oft als eine der schönsten Bahnfahrten Italiens gerühmt.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Cuneo ist Ausgangspunkt der Strecken nach Turin sowie über die Seealpen nach Ventimiglia und Nizza.
Die Gebirgsbahn über den Col de Tende gilt mit ihren Tunneln und Viadukten als eine der schönsten Alpenbahnen.
Beim Bahnhof überspannt das große Soleriviadukt das Tal der Stura di Demonte.
Das Soleriviadukt über die Stura
Unmittelbar bei der Stadt überspannt das große Soleriviadukt das Tal der Stura di Demonte.
Der mächtige Bogenviadukt trägt die Bahnstrecke aus Cuneo hinaus in Richtung Berge.
Er gehört zu den markantesten Bauwerken der Stadt und prägt die Silhouette der Hochfläche.
Von der Brücke öffnet sich der Blick auf die Gipfel der Seealpen.

Eine Stadt der Arkaden
Cuneo ist berühmt für seine kilometerlangen Arkaden entlang der Hauptstraßen.
Besonders die Via Roma und der Corso Nizza sind fast lückenlos von überdachten Gehwegen gesäumt.
Bei Regen wie bei Sonne lässt es sich so trockenen Fußes durch die ganze Altstadt gehen.
Die Arkaden stammen aus verschiedenen Epochen vom Mittelalter bis in die Nachkriegszeit.

Die Piazza Galimberti
Das Herz der Stadt ist die weite, von klassizistischen Bauten gerahmte Piazza Galimberti.
Hier stehen der Gerichtspalast und weitere repräsentative Gebäude mit ihren strengen Fassaden.
Der große Platz dient als Markt-, Fest- und Versammlungsort der Stadt.
Von ihm aus zieht sich die Via Roma schnurgerade in die ältere Altstadt.

Kirchen, Türme und Alleen
Über den Dächern erhebt sich der mittelalterliche Stadtturm am Palazzo della Torre.
In der Altstadt laden Kirchen und Wallfahrtsstätten zum Verweilen ein.
Die mehr als zwei Kilometer lange Viale degli Angeli führt als Allee aus der Stadt hinaus.
Das Teatro Toselli ist die traditionsreiche Bühne der Stadt.

Zwischen Bergen und Tälern
Cuneo liegt am Tor zu mehreren Alpentälern, die tief in die Seealpen hineinreichen.
Rund um die Stadt locken Wandergebiete, Burgen und kleine Bergdörfer.
Die Lage auf der Hochfläche verschafft weite Ausblicke auf die umliegende Bergwelt.
Im Winter sind die nahen Täler ein beliebtes Ziel für den Wintersport.

Knoten im Südwesten des Piemont
Für die ganze Provinz ist der Bahnhof Cuneo ein wichtiger Verkehrsknoten.
Von hier aus erreicht man Turin, die Küste und das Umland bequem mit der Bahn.
Die Mischung aus Fernverkehr und Gebirgsbahn macht den Bahnhof vielseitig.
So ist Cuneo Ausgangspunkt für Reisen in die Berge ebenso wie ans Meer.

Ankommen in Cuneo
Ankommen in Cuneo heißt, auf einer luftigen Hochfläche zwischen zwei Flusstälern auszusteigen.
Gleich hinter dem Bahnhof spannt sich der große Viadukt über die Stura.
Wer mag, besteigt hier den Zug in die Berge über den Col de Tende.
Die Stadt selbst empfängt ihre Gäste mit kühlen Arkaden und einem weiten Platz.

Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
Häufige Fragen
Wohin fahren die Züge von Cuneo?
Was ist an der Strecke nach Ventimiglia besonders?
Wofür ist Cuneo bekannt?
Was ist das Soleriviadukt?
Eignet sich Cuneo als Ausgangspunkt für Ausflüge?
Weiterfahrt
→ Ortstermin: Turin Porta Nuova – Turin, die Hauptstadt des Piemont, über die nördliche Bahnlinie erreichbar
