Ortstermin
„Nächster Halt Córdoba, bitte achten Sie beim Aussteigen auf den Abstand zwischen Zug und Bahnsteigkante.“
Der Bahnhof Córdoba, Schnellzughalt in der Stadt der vier Welterben
→ Ein Ortstermin in Andalusien.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Córdoba, auch Córdoba Central genannt, ging im September 1994 in Betrieb. Hier halten die AVE-Hochgeschwindigkeitszüge, die Madrid mit Sevilla, Málaga und Granada verbinden.
Wer mit dem Schnellzug durch Andalusien fährt, hält früher oder später in Córdoba.
Die Stadt am Guadalquivir war einst die Hauptstadt eines mächtigen Kalifats und ist heute für ihre Baudenkmäler berühmt.
Dieser Ortstermin schaut auf den modernen Bahnhof und auf die alte Stadt, die hinter ihm beginnt.

Ein Bahnhof für den Schnellzug
Der Bahnhof Córdoba trägt auch den Namen Córdoba Central.
Er ging am 9. September 1994 in Betrieb und löste eine ältere Station ab.
Betreiber der Züge ist die spanische Renfe, für die Anlagen ist das Unternehmen Adif zuständig.
Der Bahnhof verfügt über fünf Bahnsteige und ist ganz auf den modernen Verkehr ausgerichtet.
Schon von außen wirkt er wie ein Bauwerk, das für schnelle Züge und viele Reisende gedacht ist.

Der AVE und die Strecke nach Sevilla
Córdoba liegt an der ersten spanischen Schnellfahrstrecke, die Madrid mit Sevilla verbindet.
Auf ihr verkehren die AVE-Züge, die den Süden des Landes mit der Hauptstadt verknüpfen.
Vom Bahnhof Córdoba aus erreicht man über das Schnellnetz auch Málaga und Granada.
Damit ist die Stadt ein wichtiger Knoten im Hochgeschwindigkeitsverkehr Spaniens.
Neben dem AVE halten hier auch Züge der Gattungen Alvia, Avant und Media Distancia.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Córdoba ging am 9. September 1994 in Betrieb.
Für das Jahr 2024 wurden hier rund 5,7 Millionen Reisende gezählt.
Córdoba trägt gleich vier Titel als UNESCO-Welterbe, darunter die Mezquita-Catedral und die Medina Azahara.
Madrid, Málaga und Granada in Reichweite
Von Córdoba aus führen gleich mehrere Schnellstrecken in verschiedene Richtungen.
Die Verbindung nach Madrid-Atocha ist die wichtigste Achse nach Norden.
In die Gegenrichtung erreicht man Sevilla Santa Justa in kurzer Zeit.
Nach Süden zweigt die Strecke über die Berge nach Málaga ab.
So liegt Córdoba für Reisende günstig zwischen den großen Städten Andalusiens.

Zahlen und Betrieb
Der Bahnhof zählt zu den meistgenutzten Stationen Andalusiens.
Für das Jahr 2024 wurden hier rund 5,7 Millionen Reisende gezählt.
Fern- und Nahverkehr treffen unter einem Dach zusammen.
Der Bahnhof liegt nördlich der Altstadt, von der ihn nur wenige Straßen trennen.
In unmittelbarer Nähe befindet sich der Busbahnhof der Stadt.

Vom Bahnhof in die Altstadt
Vom Bahnhof bis zur berühmten Moschee-Kathedrale ist es ein überschaubarer Weg.
Reisende gehen dafür vom Bahnhofsvorplatz nach Süden in Richtung Fluss.
Unterwegs wandelt sich das Stadtbild von breiten Straßen zu engen Gassen.
Die moderne Technik des Bahnhofs und die alten Mauern der Stadt liegen damit nah beieinander.
Dieser Kontrast macht die Ankunft in Córdoba zu einem besonderen Erlebnis.

Die Mezquita-Catedral
Das größte Wahrzeichen der Stadt ist die Mezquita-Catedral, die Moschee-Kathedrale.
Ihr Bau begann im 8. Jahrhundert unter dem Herrscher Abd ar-Rahman I.
Nach der christlichen Eroberung im Jahr 1236 wurde das Gebäude zur Kathedrale umgewidmet.
Seit dem Jahr 1984 gehört die Mezquita-Catedral zum Welterbe der UNESCO.
Im Inneren tragen unzählige Säulen die berühmten rot-weißen Doppelbögen.

Die Römische Brücke und der Alcázar
Über den Guadalquivir spannt sich die Römische Brücke, die Puente Romano.
Sie ist rund 250 Meter lang und ruht auf sechzehn Bögen.
Ihre erste Fassung entstand im frühen 1. Jahrhundert vor Christus, später wurde sie mehrfach erneuert.
Am Rand der Altstadt liegt der Alcázar de los Reyes Cristianos mit seinen Gärten.
Von seinen Türmen reicht der Blick über die Dächer und den Fluss.

Die Judería und die Patios
Rund um die Moschee-Kathedrale erstreckt sich die Judería, das alte jüdische Viertel.
In seinen engen Gassen steht eine Synagoge aus dem Jahr 1315.
Im Frühjahr öffnen zum Fest der Patios viele Häuser ihre blumengeschmückten Innenhöfe.
Dieses Fest gehört zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO.
Etwas außerhalb liegt zudem die Palaststadt Medina Azahara aus dem 10. Jahrhundert.

Ankommen in Córdoba
Ankommen in Córdoba heißt, aus einem schnellen Zug in eine sehr alte Stadt zu treten.
Vom modernen Bahnhof sind es nur wenige Minuten bis zu den Gassen der Altstadt.
Die Mezquita-Catedral, die Römische Brücke und die Judería liegen nah beieinander.
Wer weiterreisen will, nimmt am selben Bahnhof den nächsten Schnellzug.
So verbindet Córdoba die Geschwindigkeit der Gegenwart mit der Tiefe seiner Geschichte.

Die Stadt des Kalifats
Córdoba war im Mittelalter die Hauptstadt des Kalifats von Córdoba.
Im 10. Jahrhundert galt die Stadt als eine der größten Europas und als ein Zentrum der Gelehrsamkeit.
An diese Blüte erinnern bis heute die Bauwerke rund um die Altstadt.
Die Stadt zählt heute rund 325.000 Einwohner und ist die drittgrößte Andalusiens.
So trägt Córdoba seine lange Geschichte sichtbar in seinen Straßen.
Häufige Fragen
Wann wurde der Bahnhof Córdoba eröffnet?
Welche Züge halten in Córdoba?
Welche Städte erreicht man von Córdoba aus schnell?
Wie weit ist es vom Bahnhof zur Mezquita?
Wie viele Welterbestätten hat Córdoba?
Weiterfahrt
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