Ortstermin
„Castrop-Rauxel Hauptbahnhof, Anschluss zum Rhein-Emscher-Express Richtung Dortmund.“
Der Bahnhof Castrop-Rauxel, ein Halt in der Europastadt im Grünen
→ Ein Ortstermin im nördlichen Ruhrgebiet.
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Kurz gesagt
Castrop-Rauxel entstand 1926 aus dem Zusammenschluss vieler Bergbaugemeinden im Ruhrgebiet. Ihr Hauptbahnhof liegt an der traditionsreichen Köln-Mindener Strecke von Duisburg nach Dortmund.
Manche Städte wurden aus Kohle und Schienen zusammengeschmiedet.
Castrop-Rauxel ist eine davon, mitten im nördlichen Ruhrgebiet.
Ihr Name verbindet gleich mehrere alte Gemeinden zu einer einzigen Stadt.
Und ihr Hauptbahnhof liegt an einer der ältesten Bahnstrecken der Region.

Eine Stadt aus vielen Gemeinden
Castrop-Rauxel liegt im Emscherland, dem nördlichen Teil des Ruhrgebiets.
Die Stadt gehört zum Kreis Recklinghausen und zur Metropolregion Rhein-Ruhr.
Heute leben in Castrop-Rauxel rund siebzigtausend Menschen.
Am 1. April 1926 wurde sie aus der Stadt Castrop und dem Amt Rauxel gebildet.
Damals kamen auch Gemeinden wie Habinghorst, Bladenhorst und Pöppinghausen hinzu.
Schon im Jahr 1902 war aus mehreren Orten die Stadt Castrop entstanden.
Der Doppelname erzählt bis heute von dieser großen Zusammenlegung.
Durch die nördlichen Stadtteile verlaufen der Rhein-Herne-Kanal und die Emscher.

Die alte Köln-Mindener Strecke
Der Hauptbahnhof liegt an der Bahnstrecke von Duisburg nach Dortmund.
Diese Linie gehörte einst der Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft.
Sie war ein Teilstück ihrer langen Stammstrecke von Deutz nach Minden.
Damit steht der Bahnhof an einer der ältesten Hauptstrecken des Ruhrgebiets.
Über diese Gleise rollte früher ein großer Teil des Kohleverkehrs.
Personenzüge und Güterzüge teilten sich hier lange dieselben Gleise.
Reisende spüren an diesem Bahnhof noch den Atem der alten Industriegeschichte.
Bis heute ist die Strecke eine wichtige Achse quer durch das Revier.
Der Bahnhof war so von Anfang an eng mit dem Bergbau verbunden.

Gut zu wissen
Castrop-Rauxel entstand am 1. April 1926 aus der Stadt Castrop und dem Amt Rauxel.
Der Hauptbahnhof liegt an der alten Köln-Mindener Strecke von Duisburg nach Dortmund.
Heute halten hier der Regional-Express RE 3, die Regionalbahn RB 32 und die S-Bahn-Linie S 2.
Die Zeche Erin wurde 1983 geschlossen und markierte das Ende des Bergbaus in der Stadt.
Der Hauptbahnhof heute
Heute halten am Hauptbahnhof mehrere Linien in dichtem Takt.
Einmal in der Stunde kommt der Regional-Express RE 3, der Rhein-Emscher-Express.
Ebenfalls stündlich verkehrt die Regionalbahn RB 32, die Rhein-Emscher-Bahn.
Diese Linie wird mit modernen Fahrzeugen vom Typ Flirt betrieben.
Außerdem hält hier die Linie S 2 der S-Bahn Rhein-Ruhr.
So ist Castrop-Rauxel gut mit Dortmund, Duisburg und dem übrigen Revier verbunden.
Damit ist der Bahnhof ein zuverlässiger Taktknoten mitten im Revier.
Auch der geplante Rhein-Ruhr-Express soll später über den Bahnhof führen.

Weitere Halte in der Stadt
Neben dem Hauptbahnhof gibt es weitere Stationen im weiten Stadtgebiet.
Dazu gehören die Haltepunkte Castrop-Rauxel Süd und Castrop-Rauxel-Merklinde.
Dort verkehrt im Stundentakt die Regionalbahn der Emschertalbahn.
Diese Linie trägt die Nummer RB 43 und fährt in Richtung Dortmund.
So ist die verzweigte Stadt gleich an mehreren Punkten ans Netz angeschlossen.
So bleibt kaum ein Winkel der Stadt weit von einer Station entfernt.
Die vielen Halte spiegeln die vielen alten Gemeinden wider.
Für die Bewohner sind kurze Wege zur Bahn dadurch selbstverständlich.

Kohle auf der Schiene
Der Aufstieg der Stadt begann mit der Kohle unter ihren Feldern.
Im 19. und 20. Jahrhundert entstanden die Zechen Erin, Graf Schwerin, Ickern und Victor.
Der Bergbau formte über Jahrzehnte das Gesicht der ganzen Stadt.
Jede dieser Zechen war über eigene Gleise mit dem großen Netz verbunden.
Lange, schwere Kohlenzüge prägten das Bild rund um den Bahnhof.
Die Schiene brachte die Kohle zu den Häfen, Hütten und Kraftwerken.
Mit der Schließung der Zeche Erin endete 1983 der Bergbau in der Stadt.
Geblieben ist ein enges Netz aus Strecken, das die Stadt bis heute durchzieht.

Ein Knoten im Revier
Vom Hauptbahnhof aus ist man schnell im ganzen Ruhrgebiet unterwegs.
Dortmund und Duisburg sind mit der Bahn in kurzer Zeit erreicht.
Wer das Ruhrgebiet entdecken will, findet hier einen guten Ausgangspunkt.
Auch die Route der Industriekultur lässt sich von hier gut erkunden.
Am Bahnhof treffen Züge, Busse und Radwege aufeinander.
Viele Berufstätige nutzen die Bahn täglich zur Arbeit in den Nachbarstädten.
So bleibt der alte Eisenbahnknoten ein lebendiger Umsteigepunkt.
Der Bahnhof verbindet die Vergangenheit des Reviers mit seinem heutigen Alltag.

Die Zeche Erin und ihr irischer Name
An die Zeit der Kohle erinnert vor allem die frühere Zeche Erin.
Ihren Namen erhielt sie von dem irischen Bergbauunternehmer William Thomas Mulvany.
Erin ist ein alter, dichterischer Name für seine Heimat Irland.
Der Name klingt bis heute wie ein leiser Gruß aus Irland.
Mulvany begann hier um 1867 mit der Förderung der Kohle.
Heute zeugen der Förderturm und der Hammerkopfturm von dieser Vergangenheit.
Rund um die alte Zeche ist der grüne Erin-Park entstanden.
Aus der Industriestadt im Grünen wurde so die Europastadt im Grünen.

Schloss, Halde und viel Grün
Castrop-Rauxel hat aber weit mehr zu bieten als seine Bergbaugeschichte.
Im Stadtteil Bladenhorst steht das alte Wasserschloss Schloss Bladenhorst.
Auf der Halde Schwerin lädt eine begehbare Sonnenuhr zu einem Aufstieg ein.
Von dort reicht der Blick weit über das grüne Revier.
Radwege auf alten Bahntrassen verbinden heute die grünen Ecken der Stadt.
Zwischen den Stadtteilen liegen Parks, Kanäle und stille Wasserläufe.
Das neue Motto Europastadt im Grünen bringt dieses Bild auf den Punkt.
So zeigt sich die alte Bergbaustadt heute erstaunlich grün.

Ankommen in Castrop-Rauxel
Ankommen in Castrop-Rauxel heißt, eine Stadt aus vielen Wurzeln zu betreten.
Der Hauptbahnhof steht an einer der ältesten Strecken des Ruhrgebiets.
Von hier sind Erin-Park, Schloss und Halde gut zu erreichen.
Wer mag, fährt in kurzer Zeit weiter nach Dortmund oder Duisburg.
Zwischen Kohle, Kanal und Grün findet die Stadt ihr heutiges Gesicht.
Und der Rhein-Emscher-Express bringt am Abend alle wieder zurück.

Häufige Fragen
Wann entstand die Stadt Castrop-Rauxel?
An welcher Strecke liegt der Hauptbahnhof?
Welche Züge halten in Castrop-Rauxel?
Woher hat die Zeche Erin ihren Namen?
Was kann man in Castrop-Rauxel sehen?
Weiterfahrt
→ Ortstermin: Dortmund Hauptbahnhof – Dortmund liegt östlich und ist mit der Bahn in kurzer Zeit erreicht.
→ Ortstermin: Der Bahnhof Dortmund-Hörde – Herne grenzt im Süden an und gehört wie Castrop-Rauxel zum Ruhrgebiet.
