Ortstermin
„Čáslav, nächster Halt an der Strecke von Kolín nach Havlíčkův Brod.“
Der Bahnhof Čáslav, ein Halt an der alten Nordwestbahn
→ Ein Ortstermin in Mittelböhmen.
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Kurz gesagt
Čáslav ist eine alte Königs- und Hussitenstadt im Okres Kutná Hora. Der Bahnhof liegt an der früheren Österreichischen Nordwestbahn zwischen Kolín und Havlíčkův Brod.
Wer in Čáslav aussteigt, betritt eine der ältesten Hussitenstädte Böhmens.
Der Bahnhof liegt an einer Strecke, die einst die Österreichische Nordwestbahn erbaute.
Hinter den Gleisen warten gotische Kirchen, alte Mauern und eine bewegte Geschichte.

Eine Königsstadt im Okres Kutná Hora
Čáslav, auf Deutsch früher Tschaslau genannt, liegt im Okres Kutná Hora in Mittelböhmen.
Die Stadt wurde um das Jahr 1260 zur Königsstadt erhoben.
Schon im Mittelalter war sie ein wichtiger Ort an den Wegen durch die böhmische Ebene.
Im 15. Jahrhundert wurde Čáslav zu einem Hauptsitz der Hussiten.
Bis heute prägt diese Zeit das Selbstverständnis der Stadt.
Der Bahnhof am Rand des Ortes verbindet sie heute mit den größeren Städten der Umgebung.

An der Strecke der Österreichischen Nordwestbahn
Durch Čáslav verläuft die Bahnstrecke von Znojmo nach Nymburk.
Diese Linie wurde ursprünglich von der Österreichischen Nordwestbahn erbaut.
Sie führt über Havlíčkův Brod, Čáslav und Kolín weiter nach Nymburk.
Damit lag die Stadt an einer wichtigen Verbindung durch das östliche Böhmen.
Die Nordwestbahn band zahlreiche Orte der Region an ihr weites Streckennetz an.
So wurde auch Čáslav früh an den großen Bahnverkehr angeschlossen.

Gut zu wissen
Čáslav liegt im Okres Kutná Hora in Mittelböhmen und war im 15. Jahrhundert ein Hauptsitz der Hussiten.
Der Bahnhof liegt an der Strecke Znojmo–Nymburk, die ursprünglich die Österreichische Nordwestbahn über Havlíčkův Brod, Čáslav und Kolín erbaute.
In der Peter-und-Paul-Kirche soll der Überlieferung nach 1424 Jan Žižka bestattet worden sein; ein ihm zugeschriebener Schädelteil liegt im Rathaus.
Der Bahnhof und seine Verbindungen
Der Bahnhof von Čáslav liegt ein Stück außerhalb des historischen Stadtkerns.
Von hier fahren Regionalzüge in Richtung Kolín und weiter nach Prag.
In der anderen Richtung geht es nach Havlíčkův Brod und tiefer in das Böhmisch-Mährische Hochland.
Über Kolín und Nymburk sind viele weitere Ziele gut erreichbar.
Das Empfangsgebäude und die Gleise zeugen von der langen Bahngeschichte des Ortes.
Für Reisende ist Čáslav damit ein praktischer Halt auf dem Weg durch die Region.

Vom Bahnsteig in die Altstadt
Vom Bahnsteig führt ein kurzer Weg hinüber zur Altstadt.
Schon bald tauchen die Reste der alten Stadtbefestigung auf.
Zwischen den Mauern öffnet sich der weite Marktplatz der Stadt.
Der Weg dorthin lässt sich bequem in wenigen Minuten zu Fuß zurücklegen.
Unterwegs wechseln sich Wohnhäuser, kleine Läden und stille Gassen ab.
So liegt die Schiene in Čáslav nah an der historischen Stadt.

Die Hussiten und Jan Žižka
Im Zentrum der Stadt steht die Kirche des heiligen Petrus und Paulus.
In dieser Kirche tagte 1421 der Generallandtag, der Sigismund von Luxemburg die Anerkennung als böhmischer König verweigerte.
Der Überlieferung nach fand hier 1424 der Hussitenführer Jan Žižka seine letzte Ruhestätte.
Ein Teil eines Schädels, der ihm zugeschrieben wird, ist im Rathaus der Stadt ausgestellt.
Damit ist Čáslav eng mit einem der bekanntesten Kapitel der böhmischen Geschichte verbunden.
Viele Besucher kommen bis heute wegen dieser hussitischen Vergangenheit in die Stadt.

Kirchen, Mauern und Synagoge
Neben der Peter-und-Paul-Kirche besitzt Čáslav weitere sehenswerte Gotteshäuser.
Dazu zählen eine evangelische Kirche und die kleine Elisabethkirche.
Eine Synagoge erinnert an die jüdische Geschichte der Stadt.
Rund um den alten Kern haben sich Teile der mittelalterlichen Stadtbefestigung erhalten.
Die Mauern umschließen bis heute weite Teile der Altstadt.
Ein Rundgang entlang der Befestigung führt zurück in das mittelalterliche Čáslav.

Rathaus, Theater und Marktplatz
Am weiten Marktplatz steht das Rathaus der Stadt.
Dort wird auch der dem Hussitenführer zugeschriebene Schädel aufbewahrt.
In der Nähe liegt das Dusík-Theater, das an den aus der Region stammenden Komponisten erinnert.
Rund um den Platz reihen sich Bürgerhäuser und kleine Geschäfte aneinander.
An Markttagen füllt sich der Platz mit Ständen und Besuchern.
Von hier sind es nur wenige Minuten zurück zum Bahnhof.

Mit der Bahn in die Region
Čáslav ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge mit der Bahn.
In wenigen Minuten erreicht man von hier Kolín, einen großen Eisenbahnknoten.
Auch die berühmte Silberstadt Kutná Hora liegt ganz in der Nähe.
Über Kolín und Nymburk reicht das Streckennetz weit in die böhmische Ebene.
So lassen sich mehrere Ortstermine in der Umgebung bequem mit dem Zug verbinden.
Die alte Nordwestbahn verbindet dabei bis heute viele dieser Orte.

Ankommen in Čáslav
Wer heute in Čáslav ankommt, spürt die ruhige Würde einer alten Königsstadt.
Vom Bahnhof führt ein kurzer Weg an den Mauern entlang in die Altstadt.
Unterwegs begegnen einem Kirchen, der Marktplatz und das Rathaus mit seiner besonderen Reliquie.
Die Stadt lässt sich bequem an einem halben Tag zu Fuß erkunden.
Für Bahnfreunde lohnt schon der Gedanke an die alte Nordwestbahn vor der Abreise.
Čáslav bleibt so ein stiller, geschichtsträchtiger Halt an der böhmischen Schiene.

Häufige Fragen
Wo liegt Čáslav?
An welcher Bahnstrecke liegt Čáslav?
Was hat Čáslav mit Jan Žižka zu tun?
Was kann man in Čáslav besichtigen?
Seit wann ist Čáslav eine Stadt?
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