Der Bahnhof Bischofshofen, Knoten im Pongau zwischen drei Alpenbahnen

Ortstermin

„Bischofshofen, Knotenbahnhof im Pongau, Anschluss nach Salzburg, Innsbruck und Graz, bitte die Wagenreihung beachten.“

Der Bahnhof Bischofshofen, Knoten im Pongau zwischen drei Alpenbahnen

→ Ein Ortstermin im Salzburger Pongau.

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Kurz gesagt

Bischofshofen wurde 1870 als Bahnknoten erschlossen und wuchs ab 1875 mit Giselabahn und Kronprinz-Rudolf-Bahn zur Eisenbahnstadt. Heute kreuzen sich hier die Salzburg-Tiroler-Bahn und die Ennstalbahn.

Bischofshofen ist eine Stadt mit rund 10.800 Einwohnern im Bezirk St. Johann im Pongau im Bundesland Salzburg.

Sie liegt etwa 50 Kilometer südlich der Landeshauptstadt Salzburg auf rund 550 Metern Höhe an der Salzach.

Ihr Aufstieg vom bäuerlichen Ort zur Stadt ist eng mit der Eisenbahn verbunden, die hier gleich mehrere Linien zusammenführt.

Bischofshofen, Bahnhof von Süden (2009)
Foto: Jochen Teufel, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Vom Bauerndorf zur Eisenbahnstadt

Das zuvor kleinbürgerlich-bäuerliche Bischofshofen wurde 1870 als Bahnknotenpunkt erschlossen.

Der wirtschaftliche Aufschwung kam 1875 mit dem Anschluss an die Giselabahn in Richtung Salzburg und Wörgl.

Im selben Jahr band die Kronprinz-Rudolf-Bahn den Ort in Richtung Radstadt und das Ennstal ein.

Aus dem Dorf an der Salzach wurde so binnen weniger Jahre ein wichtiger Umschlagplatz der Alpenbahnen.

Bahnhof Bischofshofen 01
Foto: Eweht, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ein Kreuz aus drei Richtungen

Heute ist der Bahnhof Bischofshofen der Knotenpunkt von Salzburg-Tiroler-Bahn und Ennstalbahn.

Über diese Linien laufen die Verbindungen zwischen Salzburg, Innsbruck und Graz zusammen.

Über die nahe Tauernbahn besteht zudem Anschluss in Richtung Kärnten und Klagenfurt.

Für viele Reisende ist Bischofshofen deshalb vor allem ein Ort zum Umsteigen.

Bahnhof Bischofshofen 02
Foto: Eweht, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Bischofshofen wurde 1870 als Bahnknoten erschlossen und 1875 an Giselabahn und Kronprinz-Rudolf-Bahn angebunden.

Heute kreuzen sich hier Salzburg-Tiroler-Bahn und Ennstalbahn mit Anschluss über die Tauernbahn nach Kärnten.

Das 1945 zerstörte Empfangsgebäude wurde neu errichtet, 2003 folgte eine umfassende Modernisierung.

Ein Bahnhof, zweimal neu gebaut

1945, am Ende des Zweiten Weltkriegs, wurde das Bahnhofsgebäude vollständig zerstört und musste neu errichtet werden.

2003 schloss die Bahn eine umfassende Modernisierung der Knotenstation ab.

Dabei entstand ein moderner Umsteigepunkt mit neuen Bahnsteigen und Zugängen.

Im Zuge des Umbaus wurde auch das angrenzende Stadtzentrum neu gestaltet.

Bahnhof Bischofshofen 03
Foto: Eweht, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Wie die Schiene die Stadt formte

Die Bedeutung der Bahn lässt sich bis heute im Straßenbild ablesen.

Als die alte Hauptstraße zu eng wurde, baute man 1930 die breite Bahnhofstraße zur neuen Lebensader aus.

Rund um den Bahnhof entstand ein eigenes Viertel, das heute den Kern der jungen Stadt bildet.

Gut drei Viertel der Gemeindebevölkerung leben in diesem zentralen Stadtteil entlang der Salzach.

Bahnhof Bischofshofen 05
Foto: Eweht, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Kirchen und ein uralter Siedlungsplatz

Über der Stadt steht die katholische Pfarrkirche zum heiligen Maximilian, das älteste Wahrzeichen des Ortes.

Das Museum am Kastenturm bei der Pfarrkirche zeigt die rund fünftausendjährige Siedlungsgeschichte der Region.

Auf einer Geländestufe erhebt sich die Filialkirche Unserer Lieben Frau über dem Ort.

Die romanische Georgikirche dient als Gedächtniskapelle an den Ersten Weltkrieg.

Bahnhof Bischofshofen 04
Foto: Eweht, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Wasserfall, Burgruine und Aussicht

Oberhalb der Stadt stürzt der Gainfeldwasserfall über eine Felsstufe ins Tal.

Über ihm liegen die Reste der Ruine Bachsfall, der alten Burg Pongau.

Vom Buchberg mit seiner kleinen Kirche öffnet sich ein weiter Blick über das Salzachtal und das Fritztal.

Das Missionshaus St. Rupert mit seiner Kirche geht auf eine Gründung des heiligen Arnold Janssen zurück.

Bahnhof Bischofshofen 06
Foto: Herzi Pinki, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die Schanze über den Gleisen

Bekannt ist Bischofshofen vor allem als Austragungsort des Abschlussspringens der Vierschanzentournee.

Die Paul-Außerleitner-Schanze am Hang über der Stadt ist zum Jahreswechsel das Ziel der Skispringer und ihrer Fans.

Viele Zuschauer reisen mit Sonderzügen an, sodass der Knotenbahnhof an diesem Tag besonders stark ausgelastet ist.

Für ein paar Stunden wird die kleine Pongauer Stadt dann zum Mittelpunkt des Wintersports.

Bahnhof Bischofshofen 08
Foto: Herzi Pinki, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Tor in die Berge

Für Wanderer und Skifahrer ist Bischofshofen ein praktischer Ausgangspunkt in die umliegenden Täler.

Von hier aus erschließen sich das Ennstal, das Gasteinertal und die Skiregionen des Pongaus.

Wer ohne Auto unterwegs ist, findet im Knotenbahnhof Anschlüsse in fast alle Himmelsrichtungen.

So bleibt der Ort, dessen Aufstieg mit der Bahn begann, bis heute ein Drehkreuz des alpinen Verkehrs.

Bahnhof Bischofshofen 07
Foto: Herzi Pinki, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ankommen in Bischofshofen

Ankommen in Bischofshofen heißt, zwischen hohen Bergen auf einem belebten Bahnsteig zu stehen.

Von der Salzach weht kühle Luft herauf, über der Stadt zeichnet sich die Schanze gegen den Himmel ab.

Wer aussteigt, spürt schnell, dass hier seit anderthalb Jahrhunderten Züge aus drei Richtungen aufeinandertreffen.

Der Weg in die Altstadt, zu den Kirchen und hinauf zum Buchberg beginnt gleich vor dem Bahnhofsgebäude.

Bahnhof Bischofshofen 09
Foto: Herzi Pinki, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Häufige Fragen

Welche Bahnlinien kreuzen sich in Bischofshofen?
Der Bahnhof ist Knotenpunkt der Salzburg-Tiroler-Bahn und der Ennstalbahn und verbindet damit Salzburg, Innsbruck und Graz.
Seit wann ist Bischofshofen ein Bahnknoten?
Der Ort wurde 1870 als Knotenpunkt erschlossen und wuchs ab 1875 mit dem Anschluss an die Giselabahn zur Eisenbahnstadt.
Wofür ist Bischofshofen bekannt?
Über der Stadt steht die Paul-Außerleitner-Schanze, auf der zum Jahreswechsel das Abschlussspringen der Vierschanzentournee stattfindet.
Wurde der Bahnhof im Krieg zerstört?
Ja, 1945 wurde das Empfangsgebäude vollständig zerstört und anschließend neu aufgebaut; 2003 folgte eine umfassende Modernisierung.
Eignet sich Bischofshofen als Ausgangspunkt für Ausflüge?
Ja, vom Knotenbahnhof erreicht man das Ennstal, das Gasteinertal und viele Skiregionen des Pongaus ohne Auto.

Weiterfahrt

→ Der Bahnhof Freilassing, letzter Halt vor Salzburg – die Bezirkshauptstadt St. Johann im Pongau, wenige Minuten südlich an derselben Achse

→ Der Bahnhof Salzburg Hauptbahnhof, Tor nach Deutschland – Radstadt im Ennstal, erreichbar über die abzweigende Ennstalbahn

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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