Ortstermin
„Der InterCity nach Zürich fährt von Gleis drei, bitte Vorsicht beim Einsteigen.“
Der Bahnhof Bern, der zweitgrößte der Schweiz
→ Ein Ortstermin in Bern, am Westrand der Altstadt.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Bern ist nach Zürich der zweitgrößte Bahnhof der Schweiz. Der erste feste Bahnhof an dieser Stelle wurde 1860 eröffnet.
Wer in Bern aus dem Zug steigt, steht am Westrand einer der schönsten Altstädte Europas.
Der Bahnhof Bern ist der zentrale Bahnhof der schweizerischen Hauptstadt.
Dieser Ortstermin führt vom provisorischen Bahnhof von 1857 bis zum heutigen Bau auf mehreren Ebenen.

Der zweitgrößte Bahnhof der Schweiz
Der Bahnhof Bern ist der zentrale Bahnhof der schweizerischen Hauptstadt.
Nach dem Zürcher Hauptbahnhof ist er der zweitgrößte Personenbahnhof des Landes.
Betrieben wird er von gleich drei Bahngesellschaften.
Das sind die SBB, die BLS und die schmalspurige Regionalbahn RBS.
Zugleich ist er der Knotenpunkt der S-Bahn Bern.

Ein Gefängnis an gleicher Stelle
An der Stelle des heutigen Bahnhofs stand früher ein ganz anderes Gebäude.
Bis zum Jahr 1860 befand sich hier das sogenannte Schallenhaus.
Dieses gilt als das erste Gefängnis der Schweiz.
Für den Bahnhof musste es schließlich weichen.
So wurde aus einem Ort der Strafe ein Ort des Aufbruchs.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Bern ist nach dem Zürcher Hauptbahnhof der zweitgrößte Personenbahnhof der Schweiz.
Der erste feste Bahnhof an dieser Stelle wurde am 1. Mai 1860 als Kopfbahnhof eröffnet.
Bis 1891 wurde er zu einem Durchgangsbahnhof umgebaut, 1965 kam tief darunter der RBS-Bahnhof hinzu.
Der provisorische Bahnhof im Wylerfeld
Die erste Bahnstrecke von Olten nach Bern wurde 1857 eröffnet.
Weil eine Brücke über die Aare noch fehlte, endete sie zunächst außerhalb der Stadt im Wylerfeld.
Von diesem ersten Berner Bahnhof brachten Postkutschen die Reisenden ins Zentrum.
Am 15. November 1858 war die sogenannte Rote Brücke über die Aare fertig.
Von da an konnten die Züge bis in die Innenstadt fahren.

Der erste feste Bahnhof von 1860
Neben der Heiliggeistkirche entstand ein Kopfbahnhof mit einer viergleisigen Halle.
Gebaut wurde er unter dem Chefarchitekten Ludwig Maring und dem Ingenieur Wilhelm Pressel.
Mit dem Bau begann man am 12. Februar 1858.
Am 1. Mai 1860 konnte der Bahnhof eingeweiht werden.
Damit hatte Bern endlich einen festen Bahnhof im Herzen der Stadt.

Der Abriss des Christoffelturms
Vor dem Bahnhof stand bis dahin der Christoffelturm aus dem 14. Jahrhundert.
Er war einst Teil der alten Stadtmauer von Bern.
Im Jahr 1864 wurde der Turm abgebrochen, um Platz vor dem Bahnhof zu schaffen.
Seine Fundamente wurden 1974 wieder freigelegt.
Heute sind sie in der Christoffelunterführung unter dem Bahnhofplatz zu sehen.

Vom Kopfbahnhof zum Durchgangsbahnhof
Zunächst mussten die Züge zum Erreichen des Kopfbahnhofs ein umständliches Kehrmanöver ausführen.
Um das zu vermeiden, schlug die Bahn 1870 durchgehende Gleise vor.
Diese sollten hinter dem Burgerspital nach Westen führen.
Bis zum Jahr 1891 wurde aus dem Kopfbahnhof so ein Durchgangsbahnhof.
Dafür musste ein Teil der Böschung der Großen Schanze abgetragen werden.

Zweimal Feuer im Empfangsgebäude
Im Jahr 1897 wurde das Empfangsgebäude durch einen Brand vollständig zerstört.
Man baute es danach im gleichen Stil wieder auf.
In der Nacht zum 10. Juli 1902 brach erneut ein Feuer aus.
Die Feuerwehr brachte den Brand nach rund anderthalb Stunden unter Kontrolle.
Im Jahr 1930 wurde das Gebäude schließlich um 30 Meter verkürzt.

Drei Bahnen unter einem Dach
Am Bahnhof Bern treffen die Züge gleich mehrerer Bahnen aufeinander.
Neben den normalspurigen Linien der SBB und der BLS gibt es die schmalspurige RBS.
Für die RBS wurde 1965 ein eigener Bahnhof tief unter den übrigen Gleisen gebaut.
Er liegt etwa rechtwinklig unter den Anlagen von SBB und BLS.
So ist der Bahnhof heute ein Bauwerk auf mehreren Ebenen.

Ankommen in Bern
Wer in Bern ankommt, steht am Westrand der berühmten Altstadt.
Gleich neben dem Bahnhof steht die Heiliggeistkirche.
Von dort führen die Gassen mit ihren Lauben hinein in die alte Stadt.
Tief unter der Stadt fließt die Aare in einer großen Schleife.
So beginnt der Besuch in Bern gleich hinter dem Bahnhofplatz.

Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Häufige Fragen
Wie groß ist der Bahnhof Bern?
Wann wurde der Bahnhof gebaut?
Welche Bahnen halten in Bern?
Was war der Christoffelturm?
Was stand vor dem Bahnhof an dieser Stelle?
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