Der Bahnhof Berlin-Karlshorst, wo einst die Rennbahn die Gleise brachte

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„Nächster Halt Karlshorst, Ausstieg zum Villenviertel, zur Trabrennbahn und zum Deutsch-Russischen Museum.“

Der Bahnhof Berlin-Karlshorst, wo einst die Rennbahn die Gleise brachte

→ Ein Ortstermin in Berlin.

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Kurz gesagt

Der Bahnhof Berlin-Karlshorst entstand 1894 zunächst als Rennbahnhof für die Pferderennbahn. Heute ist er ein S-Bahnhof mitten in einem grünen Villenviertel.

Karlshorst ist ein grüner Ortsteil im Berliner Bezirk Lichtenberg.

Sein Bahnhof verdankt seine Entstehung dem Pferdesport und einer alten Villenkolonie.

Wer hier aussteigt, steht zwischen breiten Alleen, Renntradition und einem bedeutenden Gedenkort.

Bahnhof Berlin Karlshorst Stellwerk Kh (2)
Foto: Andre_de, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ein Bahnhof für die Rennbahn

Die Geschichte des Bahnhofs begann mit dem Pferdesport.

Am 6. Mai 1894 wurde in Karlshorst eine Rennbahn eröffnet.

Am selben Tag ging der Rennbahnhof Carlshorst in Betrieb, ein Kopfbahnhof mit sieben Gleisen.

Für Besuche des Kaisers entstand sogar ein eigener Empfangspavillon.

Der Bahnhof war also von Anfang an eng mit den großen Renntagen verbunden.

Bahnhof Berlin Karlshorst Bauarbeiten Treskowallee
Foto: Andre_de, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Von Carlshorst zu Karlshorst

Neben dem Rennbahnhof nahm 1895 eine ebenerdige Vorortstation den Alltagsverkehr auf.

1901 wurde die Station in Karlshorst umbenannt, nun mit K statt C geschrieben.

1902 war der Bahnhof in seiner neuen Form fertiggestellt.

Von nun an konnte man von hier schnell die Berliner Innenstadt erreichen.

Auch das Naherholungsgebiet am Müggelsee rückte damit in greifbare Nähe.

Berlin Karlshorst S und Regionalbahnhof ()
Foto: Ingolf, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Der erste Bahnhof in Karlshorst entstand 1894 als Rennbahnhof für die Pferderennbahn.

Seit 2017 halten hier nur noch Züge der Berliner S-Bahn, das Empfangsgebäude steht unter Denkmalschutz.

Im Ortsteil erinnert das Deutsch-Russische Museum an die Kapitulation vom Mai 1945.

Heute ein Halt der S-Bahn

Bis 2017 hielten in Karlshorst auch Regionalzüge.

Seitdem wird der Bahnhof nur noch von der Berliner S-Bahn bedient.

Das denkmalgeschützte Empfangsgebäude erinnert weiter an die frühen Jahre.

Vom Bahnsteig aus ist man rasch in Lichtenberg oder in der Innenstadt.

So bleibt der Bahnhof ein wichtiger Zugang für den ganzen Ortsteil.

Berlin Karlshorst S und Regionalbahnhof ()
Foto: Ingolf, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Das Villenviertel am Bahnhof

Rund um den Bahnhof entstand ab 1892 eine großzügige Villenkolonie.

Ihr Gründer, der Baumeister Oscar Gregorovius, gab dem Viertel seinen Namen.

Wegen der vielen Villen wurde Karlshorst früher gern das Dahlem des Ostens genannt.

Bis 1920 gehörte der Ort noch zur Gemeinde Friedrichsfelde.

Erst mit dem Groß-Berlin-Gesetz wurde Karlshorst Teil der wachsenden Stadt.

Berlin Karlshorst S und Regionalbahnhof ()
Foto: Ingolf, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Karlshorst im Bezirk Lichtenberg

Heute ist Karlshorst ein Ortsteil des Berliner Bezirks Lichtenberg.

Der Name wird auf der letzten Silbe betont.

Der Ortsteil gilt als grün und ruhig, geprägt von Gärten und Alleen.

Die Treskowallee bildet als breite Straße seine Hauptachse.

Zwischen den Villen finden sich Cafés, Läden und kleine Plätze.

S3 am Bahnhof Karlshorst ()
Foto: kaffeeeinstein, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Der Ort der Kapitulation von 1945

In einem ehemaligen Offizierskasino in Karlshorst endete im Mai 1945 der Zweite Weltkrieg in Europa.

Hier wurde in der Nacht vom 8. auf den 9. Mai 1945 die bedingungslose Kapitulation unterzeichnet.

Heute befindet sich in dem Gebäude das Deutsch-Russische Museum.

Es erinnert als Gedenk- und Lernort an das Kriegsende.

Für viele ist der Besuch ein bewegender Teil eines Rundgangs durch Karlshorst.

S3 am Bahnhof Karlshorst ()
Foto: kaffeeeinstein, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Wo die Traber laufen

Ein Stück Karlshorster Tradition ist bis heute der Pferdesport.

Auf der Trabrennbahn Karlshorst drehen die Traber ihre Runden.

Sie führt die Geschichte fort, die einst den Bahnhof entstehen ließ.

An Renntagen zieht die Bahn viele Besucher in den Ortsteil.

So verbinden sich hier alte und neue Karlshorster Geschichte.

Berlin Karlshorst ()
Foto: LHOON, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons

Grün und Wasser in der Nähe

Von Karlshorst ist es nicht weit bis an die Ufer der Spree.

Nach Südosten reicht der Weg Richtung Köpenick und Müggelsee.

Der große See ist seit jeher ein beliebtes Ziel für Ausflüge.

Auch der Tierpark im benachbarten Friedrichsfelde ist schnell erreichbar.

So liegt viel Grün in bequemer Reichweite des Bahnhofs.

S Bahnhof Karlshorst 8136
Foto: GodeNehler, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ankommen in Karlshorst

Wer in Berlin-Karlshorst aussteigt, steht mitten im alten Villenviertel.

Vom Bahnhof führt die Treskowallee ins Zentrum des Ortsteils.

Zu Fuß erreicht man das Museum und die Trabrennbahn.

Mit der S-Bahn geht es bequem zurück in die Berliner Innenstadt.

So ist der Bahnhof das Tor zu einem stillen Stück im Osten Berlins.

S Bahnhof Karlshorst 8145
Foto: GodeNehler, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Ein Blick in die Zukunft

Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.

Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.

Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.

Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.

Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.

So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.

Zwischen Technik und Menschen

Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.

Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.

Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.

Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.

Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.

Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.

Häufige Fragen

Warum wurde der Bahnhof Karlshorst gebaut?
Er entstand 1894 zunächst als Rennbahnhof für die neue Pferderennbahn in Karlshorst.
Welche Züge halten heute in Karlshorst?
Seit 2017 wird der Bahnhof nur noch von der Berliner S-Bahn bedient.
Zu welchem Bezirk gehört Karlshorst?
Karlshorst ist ein Ortsteil des Berliner Bezirks Lichtenberg.
Was hat es mit dem Museum in Karlshorst auf sich?
Im Deutsch-Russischen Museum wurde 1945 die bedingungslose Kapitulation unterzeichnet, heute ist es ein Gedenkort.
Was kann man vom Bahnhof aus unternehmen?
Man erreicht das Villenviertel, das Museum und die Trabrennbahn bequem zu Fuß.

Weiterfahrt

→ Ortstermin: Der Bahnhof Berlin-Lichtenberg – Berlin-Lichtenberg ist der namensgebende Bezirk und mit der S-Bahn nur eine Station entfernt.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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