Der Bahnhof Bad Soden am Taunus, ein Kopfbahnhof mit Uhrturm von 1914

Ortstermin

„Sehr geehrte Fahrgäste, Endstation Bad Soden am Taunus; der Zug endet hier, denn weiter geht es nicht.“

Der Bahnhof Bad Soden am Taunus, ein Kopfbahnhof mit Uhrturm von 1914

→ Ein Ortstermin im hessischen Main-Taunus-Kreis.

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Kurz gesagt

Bad Soden am Taunus ist ein alter Kurort am Südhang des Taunus und hängt seit 1847 an einer der ältesten Zweigbahnen Deutschlands. Sein Bahnhof ist ein Kopfbahnhof, dessen Gebäude von 1847 stammt und 1914 einen Uhrturm bekam.

Der Zug nach Bad Soden am Taunus fährt in einen Kopfbahnhof, an dem die Gleise einfach enden.

Mitten in der Stadt, nahe der Königsteiner Straße, steht ein Empfangsgebäude, das seit über hundert Jahren fast unverändert geblieben ist.

Es erinnert daran, dass hier einst die Kurgäste ankamen, die den kleinen Ort im Taunus berühmt machten.

Bad Soden lebt bis heute von seinen warmen Quellen und von einer Bahn, die fast so alt ist wie die Eisenbahn selbst.

Bad Soden Bf April 2009a
Foto: roje, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ein Kopfbahnhof in der Stadtmitte

Der Bahnhof Bad Soden ist ein Kopfbahnhof, in dem die Züge halten und wieder zurückfahren.

Er liegt mitten in der Stadt, in der Nähe der Königsteiner Straße.

Das Empfangsgebäude wurde bereits im Jahr 1847 errichtet.

Damit gehört es zu den ältesten erhaltenen Bahnhofsbauten der Region.

Wer heute aussteigt, steht sofort im Zentrum und nicht am Rand der Stadt.

Für die Fahrgäste bedeutet das kurze Wege zwischen Bahnsteig, Bushalt und Innenstadt.

Bad Soden Taunus Bahnhofgelände
Foto: Daviidos, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die Sodener Bahn von 1847

Bad Soden liegt am Ende der sogenannten Sodener Bahn, die vom Bahnhof Höchst herführt.

Sie wurde 1847 eröffnet und gilt als eine der ältesten Zweigbahnen Deutschlands.

Nur wenige Jahre nach den ersten großen Strecken bekam der kleine Kurort seine eigene Schiene.

Der Grund war der Andrang der Badegäste, die bequem aus Frankfurt anreisen wollten.

So war die Bahn von Anfang an eng mit dem Ruf des Ortes verbunden.

Die kurze Strecke ist bis heute ein anschauliches Stück früher Eisenbahngeschichte.

Bad Soden Taunus Bahnhofsgelände neu
Foto: Daviidos, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Gut zu wissen

Der Bahnhof Bad Soden am Taunus ist ein Kopfbahnhof und Endpunkt der Sodener Bahn aus Frankfurt-Höchst.

Hier enden die S-Bahn-Linie S3 zum Frankfurter Südbahnhof und die Regionalbahn RB 11 über Sulzbach.

Das Empfangsgebäude stammt von 1847, der markante Uhrturm kam 1914 hinzu.

Bad Soden hat rund 23.000 Einwohner und war bis in die 1990er Jahre ein international bekannter Kurort.

Warum ein Kurort eine Bahn brauchte

Im 19. Jahrhundert war Bad Soden ein international bekannter Kurort.

Gäste aus ganz Europa kamen, um in den warmen Quellen zu baden und die Luft des Taunus zu atmen.

Ohne eine schnelle Verbindung nach Frankfurt wäre dieser Ruhm kaum möglich gewesen.

Die Bahn brachte die Reisenden direkt in die Stadtmitte, wenige Schritte von den Quellen entfernt.

Bis in die 1990er Jahre blieb Bad Soden ein Name, den man mit Erholung verband.

Heute ist es ein Ort mit Heilquellenbetrieb und zugleich ein ruhiger Wohnort westlich von Frankfurt.

Aus jener Zeit stammen viele der großzügigen Villen, die noch heute das Ortsbild prägen.

Bad Soden Taunus Bahnhofsgebäude
Foto: Daviidos, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Was heute am Prellbock hält

Am Kopfbahnhof enden zwei Linien des Nahverkehrs.

Die S-Bahn-Linie S3 verbindet Bad Soden über mehrere Halte mit dem Frankfurter Südbahnhof.

Zusätzlich fährt die Regionalbahn RB 11 nach Frankfurt-Höchst, mit Halt im benachbarten Sulzbach.

Beide bringen die Fahrgäste im dichten Takt in die große Stadt und wieder zurück.

Für die rund 23.000 Einwohner ist der Bahnhof damit die tägliche Verbindung nach Frankfurt.

Am Ende der Gleise sorgt ein Prellbock dafür, dass jeder Zug hier wirklich Schluss macht.

Bad Soden Taunus Bahnhofgelände neu1
Foto: Daviidos, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Der Uhrturm und das alte Gebäude

Das Empfangsgebäude von 1847 wurde im Lauf der Zeit mehrmals erweitert.

Im Jahr 1914 kamen ein Uhrturm und ein Anbau hinzu.

Seither hat sich das Gebäude kaum noch verändert.

Der Uhrturm gibt dem Bahnhof sein unverwechselbares Gesicht.

Wer genau hinsieht, liest an ihm ein Stück Verkehrsgeschichte aus mehr als anderthalb Jahrhunderten ab.

Der Uhrturm ist bis heute ein beliebtes Fotomotiv für ankommende Reisende.

Bad Soden am Taunus Bahnhof
Foto: Daviidos, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Eine Stadt aus warmen Quellen

Schon als Reichsdorf war Soden im Mittelalter für seine Sole- und Warmquellen bekannt.

Man geht davon aus, dass bereits die Römer in den warmen Quellen badeten.

Aus dem kleinen Dorf wurde im 19. Jahrhundert der mondäne Kurort Bad Soden.

Den amtlichen Zusatz Bad trägt der Ort seit dem Jahr 1922.

Noch heute sprudeln in der Stadt zahlreiche Quellen aus dem Boden.

Bad Soden am Taunus Bahnhof Messerplatz
Foto: Daviidos, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Der Quellenpark und der Sulzbach

Durch das Zentrum von Bad Soden fließt der kleine Sulzbach.

Er durchquert auch den Quellenpark, das grüne Herz des alten Kurbetriebs.

Von dort mündet der Bach schließlich in die Nidda.

Im Park liegen die gefassten Quellen, an denen früher die Kurgäste flanierten.

Zwischen alten Bäumen und Pavillons lässt sich die Blütezeit des Bades noch erahnen.

Bänke und schattige Wege laden dazu ein, nach der Ankunft eine Runde durch den Park zu drehen.

Bad Soden am Taunus Bahnhof Vorplatz
Foto: Daviidos, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Am Südhang des Taunus

Bad Soden am Taunus liegt an den Südhängen des Taunus im Main-Taunus-Kreis.

Mit rund 23.000 Einwohnern ist es ein wichtiger Wohn- und Arbeitsraum westlich von Frankfurt.

Zu den Nachbarn zählen die Taunusstädte Kronberg und Königstein.

Wie sie profitiert Bad Soden von der Nähe zur großen Stadt und von der frischen Luft der Höhen.

So mischt sich hier die Ruhe eines Kurorts mit dem Alltag einer Vorortgemeinde.

Von den Hängen aus reicht der Blick an klaren Tagen weit über die Ebene des Mains.

Bad Soden am Taunus Bahnhof renoviert Jan 2014
Foto: Daviidos, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Ankommen in Bad Soden am Taunus

Ankommen in Bad Soden heißt, in einem Kopfbahnhof zu enden, der zugleich der Anfang der Stadt ist.

Nur wenige Schritte trennen den Bahnsteig vom Quellenpark und den warmen Quellen.

Über dem Ganzen wacht der Uhrturm von 1914, der die Zeit im alten Bad misst.

Wer hier aussteigt, ist in einer Minute mittendrin in einer der ältesten Kurgeschichten des Taunus.

Bad Soden empfängt seine Gäste noch immer so, wie es die Kurstadt seit jeher tat.

Bad Soden am Taunus Am Bahnhof
Foto: Daviidos, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Häufige Fragen

Wie alt ist der Bahnhof Bad Soden am Taunus?
Das Empfangsgebäude wurde 1847 errichtet und gehört damit zu den ältesten der Region. Der Uhrturm kam 1914 hinzu.
Warum ist es ein Kopfbahnhof?
Weil die Sodener Bahn hier endet und die Züge zurückfahren müssen. Am Ende der Gleise steht ein Prellbock.
Welche Züge halten in Bad Soden?
Die S-Bahn-Linie S3 zum Frankfurter Südbahnhof und die Regionalbahn RB 11 nach Frankfurt-Höchst über Sulzbach. Beide verkehren im dichten Takt.
Was hat die Bahn mit dem Kurort zu tun?
Die Sodener Bahn von 1847 brachte die Badegäste bequem aus Frankfurt in die Stadtmitte. Ohne sie wäre der Ruf des Kurorts kaum denkbar gewesen.
Was kann man vom Bahnhof aus entdecken?
Den Quellenpark mit den warmen Quellen und den Sulzbach, der ihn durchfließt. Alles liegt nur wenige Schritte vom Bahnsteig entfernt.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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