Ortstermin
„Aue, bitte aussteigen, wer ins Tal der Zwickauer Mulde im Erzgebirge will.“
Der Bahnhof Aue, Knoten im Tal der Zwickauer Mulde
→ Ein Ortstermin im Erzgebirgskreis in Sachsen.
Lesezeit: 9 Minuten · Schalter: Ortstermin
Kurz gesagt
Aue liegt in einem tiefen Talkessel der Zwickauer Mulde im Erzgebirge. Der Bahnhof war einst ein bedeutender Eisenbahnknoten.
Aue liegt in einem tiefen Talkessel der Zwickauer Mulde mitten im Westerzgebirge.
Seit 2019 ist der Ort ein Teil der Großen Kreisstadt Aue-Bad Schlema im Erzgebirgskreis.
Sein Bahnhof erinnert an eine Zeit, in der Aue ein bedeutender Eisenbahnknoten war.

Die Stadt im Talkessel
Aue liegt am Zusammenfluss von Schwarzwasser und Zwickauer Mulde, den beiden großen Wasseradern des Westerzgebirges.
Die Flüsse haben sich tief in die Landschaft eingegraben und einen engen Talkessel geformt.
Rundherum steigen die bewaldeten Hänge des Erzgebirges steil an.
Seit Januar 2019 gehört Aue als Ortsteil zur Großen Kreisstadt Aue-Bad Schlema.

Der Bahnhof Aue
Der Bahnhof Aue (Sachs) war in der Vergangenheit ein bedeutender Eisenbahnknotenpunkt im Erzgebirge.
Hier trafen die Strecken Zwickau–Schwarzenberg und Chemnitz–Aue–Adorf aufeinander.
Im Jahr 2003 wurde der Bahnhof betriebsorientiert umgebaut und an die Omnibuslinien angebunden.
Heute bedient die Erzgebirgsbahn, eine Tochter der Deutschen Bahn, den Bahnhof.

Gut zu wissen
Aue ist seit 2019 ein Ortsteil der Großen Kreisstadt Aue-Bad Schlema im Erzgebirgskreis.
Der Bahnhof Aue (Sachs) war einst ein Knoten der Strecken Zwickau–Schwarzenberg und Chemnitz–Aue–Adorf.
Heute bedient die Erzgebirgsbahn den Bahnhof im Tal der Zwickauer Mulde.
Strecken durch das Erzgebirge
Die Strecke Zwickau–Schwarzenberg wurde vor allem für den Gütertransport gebaut, besonders für die Steinkohle.
Über Aue liefen so lange Zeit Kohle, Erze und Waren aus dem Erzgebirge.
Die Linie Chemnitz–Aue–Adorf verband die Stadt mit dem sächsischen Industrieraum und dem Vogtland.
Damit war Aue ein wichtiges Bindeglied im Netz des Westerzgebirges.

Als die Talsperre die Strecke trennte
Die Strecke nach Adorf wurde 1975 westlich von Aue unterbrochen.
Grund war der Bau der Talsperre Eibenstock, die das Tal überflutete.
Die verbliebene Reststrecke bis Blauenthal wurde später stillgelegt und die Gleise abgetragen.
Bis 2013 entstand auf der alten Trasse Stück für Stück ein Teil des Mulderadwegs.

Vom Knoten zur Regionalbahn
Nach der Wende gingen Deutsche Bundesbahn und Deutsche Reichsbahn in der Deutschen Bahn auf.
In der Folge entstanden RegioNetze, zu denen die Erzgebirgsbahn gehört.
Der Güterverkehr auf den alten Gütergleisen endete bis zum Ende der 1990er Jahre.
Heute ist Aue ein Halt im Regionalverkehr durch das obere Muldental.

Silber, Zinn und das weiße Metall
Aue galt bis zum Ende des 20. Jahrhunderts als bedeutende Bergbau- und Industriestadt.
Nachdem 1661 erstmals Zinnerze gefunden worden waren, entstanden zahlreiche Gruben, Poch- und Hammerwerke.
Im 19. Jahrhundert kamen die Gewinnung von Nickel und die Herstellung von Argentan hinzu.
So verband sich in Aue der alte Bergbau mit der neueren Metallindustrie.

Fußball, Handball und Stadtleben
Überregional bekannt ist Aue vor allem durch den Fußballverein FC Erzgebirge Aue.
Auch der Handballverein EHV Aue trägt den Namen der Stadt in die Ligen.
An Spieltagen füllt sich das Tal mit Fans aus dem ganzen Erzgebirge.
Rund um den Markt pulsiert das Leben der kleinen Erzgebirgsstadt.

Zwischen Mulde und Höhen
Von Aue aus erschließt sich das obere Muldental mit seinen Wäldern und Höhen.
Der steile Hang zum Stadtteil Auerhammer war einst ein Prallufer der Mulde.
Wanderwege führen von der Stadt hinauf in die umliegenden Berge des Westerzgebirges.
Das benachbarte Bad Schlema ist als Kurort bekannt.

Ankommen in Aue
Wer in Aue ankommt, steht in einem engen Tal, das von Bergbau und Bahn geprägt wurde.
Vom Bahnhof aus führt der Weg rasch in die Innenstadt an der Mulde.
Der Mulderadweg auf der alten Bahntrasse lädt zu einer Tour entlang des Flusses ein.
So wird aus der Fahrt durch das Erzgebirge ein Ausflug in eine alte Industrielandschaft.

Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
Häufige Fragen
Wo liegt der Bahnhof Aue?
Welche Bedeutung hatte der Bahnhof früher?
Warum wurde die Strecke nach Adorf unterbrochen?
Wer bedient den Bahnhof Aue heute?
Wofür ist Aue bekannt?
Weiterfahrt
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