Ortstermin
„Andermatt, Umsteigen zwischen Göschenen, Disentis und Zermatt, der Glacier Express hält auf seiner Alpenfahrt.“
Der Bahnhof Andermatt, Alpenkreuz der Matterhorn-Gotthard-Bahn
→ Ein Ortstermin im Urserental.
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Kurz gesagt
Der Bahnhof Andermatt ist ein Knoten der Matterhorn-Gotthard-Bahn, von dem Strecken nach Göschenen, Disentis und Zermatt abzweigen. Über die Schöllenenbahn klettert die Zahnradstrecke durch die wilde Schlucht herauf.
Andermatt liegt auf gut 1400 Metern Höhe im Urserental im Süden des Schweizer Kantons Uri.
Der Name bedeutet so viel wie an der Matte, also an der Wiese, und beschreibt die Lage im Hochtal treffend.
Sein Bahnhof ist einer der zentralen Knoten im Herzen der Schweizer Alpen.

Ein Knoten in drei Richtungen
Der Bahnhof Andermatt gehört zur Matterhorn-Gotthard-Bahn, die aus mehreren Schmalspurstrecken zusammengewachsen ist.
Von hier führen Gleise nach Göschenen hinab, nach Disentis im Osten und über den Oberalppass sowie Brig bis nach Zermatt.
Damit liegt Andermatt an der Ost-West-Achse quer durch die Zentralalpen.
Für viele Reisende ist der Ort ein Umsteigepunkt zwischen Tal und Hochgebirge.

Die Schöllenenbahn durch die Schlucht
Die Verbindung zum Gotthard-Nordtal übernimmt die Schöllenenbahn von Göschenen herauf.
Diese einspurige Zahnradbahn durchquert die wilde Schöllenenschlucht der Reuss.
Erbaut wurde die Strecke zwischen 1913 und 1917 durch eine eigene Gesellschaft.
2003 ging diese gemeinsam mit anderen Bahnen in der Matterhorn-Gotthard-Bahn auf.

Gut zu wissen
Der Bahnhof Andermatt gehört zur Matterhorn-Gotthard-Bahn mit Strecken nach Göschenen, Disentis und Zermatt.
Die Schöllenenbahn von Göschenen herauf wurde 1913 bis 1917 als Zahnradbahn erbaut.
Durch Andermatt verkehrt der Glacier Express zwischen Zermatt und St. Moritz.
Wo der Glacier Express hält
Durch Andermatt rollt der Glacier Express, der Zermatt mit St. Moritz verbindet.
Er gilt als einer der langsamsten Schnellzüge der Welt und als ein Erlebnis für sich.
Am Bahnhof Andermatt legt er einen seiner Halte auf der langen Fahrt über die Pässe ein.
Wer aussteigt, steht mitten in einer der bekanntesten Bahnlandschaften der Alpen.

Vom Militärdorf zum Ferienort
Lange war Andermatt vor allem durch die Armee und den Durchgangsverkehr geprägt.
In den vergangenen Jahren ist daraus ein großer Ferienort mit neuen Hotels und Bahnanlagen geworden.
Die Bahn bindet diese Entwicklung ein und bringt Gäste ohne Auto bis ins Hochtal.
So bleibt der Bahnhof der Ausgangspunkt für Ausflüge in alle Himmelsrichtungen.

Die Teufelsbrücke im Schöllenental
Oberhalb von Göschenen spannt sich im Schöllenental die berühmte Teufelsbrücke über die tosende Reuss.
Die heutige Brücke entstand 1828 bis 1830 anstelle einer schon 1303 erwähnten, sagenumwobenen Vorgängerin.
Der Legende nach soll der Teufel beim Bau der ersten Brücke seine Hand im Spiel gehabt haben.
Die Schlucht war über Jahrhunderte eines der größten Hindernisse auf dem Weg zum Gotthardpass.

Suworow und das Urserental
1799 zog der russische Feldmarschall Suworow mit seinen Truppen durch das Urserental und über die Teufelsbrücke.
An den erbitterten Kampf gegen die Franzosen erinnert seit 1898 ein großes Denkmal nahe der Brücke.
Im Ort selbst diente ein Patrizierhaus von 1786 dem Feldherrn damals als Hauptquartier.
Heute beherbergt dieses Haus das Talmuseum Ursern mit der Geschichte des Hochtals.

Kirchen und alte Gassen
Im Dorfkern steht die Pfarrkirche St. Peter und Paul mit ihrem Friedhof.
Etwas oberhalb liegt die kleine Wallfahrtskirche Maria Hilf.
Zwischen den dunklen Holzhäusern führen enge Gassen durch den historischen Ortskern.
Andermatt wurde bereits 1203 erstmals urkundlich erwähnt.

Pässe ringsum
Andermatt ist von gleich mehreren berühmten Alpenpässen umgeben.
Der Oberalppass führt nach Osten ins Bündnerland, der Furkapass nach Westen ins Wallis.
Nach Süden öffnet sich der Weg zum Gotthardpass, nach Norden die Schöllenen hinab.
Im Winter ist der Ort ein weitläufiges Skigebiet, im Sommer ein Ausgangspunkt für Wanderer.

Ankommen in Andermatt
Ankommen in Andermatt heißt, aus dem Zug in die klare, dünne Luft des Hochtals zu treten.
Ringsum steigen die Berge steil an, und die Gleise laufen in mehrere Täler auseinander.
Wer mag, besteigt gleich den nächsten Zug nach Disentis, Zermatt oder hinab nach Göschenen.
Nur wenige Bahnhöfe liegen so mitten im Gebirge wie dieser hier.

Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
Häufige Fragen
Zu welcher Bahn gehört der Bahnhof Andermatt?
Wie kommt man mit der Bahn nach Andermatt?
Hält der Glacier Express in Andermatt?
Was hat es mit der Teufelsbrücke auf sich?
Warum ist Andermatt historisch bekannt?
Weiterfahrt
→ Der Bahnhof Brighton, Endstation am englischen Meer – Göschenen an der Gotthardstrecke, von wo die Schöllenenbahn heraufklettert
