Wie viele Stationen hat die Moskauer Metro?

Zahlen, bitte!

„Sehr geehrte Fahrgäste, willkommen in einem Palast, der sich bewegt.“

Wie viele Stationen hat die Moskauer Metro?

→ Ein U-Bahn-Netz in Zahlen.

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Kurz gesagt

Die Moskauer Metro zählt Stand 2024 rund 263 Stationen auf 15 Linien. Mit 472 Kilometern Streckenlänge ist sie das größte U-Bahn-Netz Europas, noch vor London.

Keine U-Bahn der Welt sieht so aus wie die in Moskau.

Wer dort einsteigt, geht an Marmorsäulen, Mosaiken und Kronleuchtern vorbei, bevor überhaupt der Zug kommt.

Hinter dem Glanz steht aber eine ganz nüchterne Frage: Wie groß ist dieses Netz, und wie viele Stationen hat es wirklich?

Prunkvolle Station der Moskauer Metro
Foto: Florstein, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die wichtigsten Zahlen

≈ 263

Stationen

auf 15 Linien, Stand 2024

472 km

Streckennetz

größtes U-Bahn-Netz Europas

≈ 2,8 Mrd.

Fahrgäste pro Jahr

Stand 2020

Stationszahl und Netzlänge wachsen fast jedes Jahr; die Angaben beziehen sich auf den Stand 2024.

Ein Netz so lang wie eine halbe Bahnreise

Die Strecken der Moskauer Metro ergeben zusammen rund 472 Kilometer.

Das ist ungefähr die Entfernung, die ein Zug von Berlin bis weit hinter München zurücklegt, nur eben unter und über einer einzigen Stadt.

Damit hat Moskau das längste U-Bahn-Netz Europas, noch vor der Londoner U-Bahn mit etwa 402 Kilometern.

Weltweit liegen nur einige chinesische Netze wie Schanghai und Peking noch davor.

Die Länge erklärt, warum eine einzelne Fahrt quer durch die Stadt gut eine Stunde dauern kann.

Bahnsteig der Moskauer Metro mit einfahrendem Zug
Foto: Svetlov Artem, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

263 Stationen, und es werden mehr

Stand Mitte 2024 zählt die Metro rund 263 Stationen auf 15 Linien.

Diese Zahl ist keine feste Größe, denn Moskau baut sein Netz seit Jahren in hohem Tempo aus.

Allein die neue Große Ringlinie brachte in kurzer Zeit viele Stationen auf einmal hinzu.

Wer eine ältere Quelle liest, findet deshalb schnell 240 oder 250 Stationen.

Für eine ehrliche Antwort gehört immer das Jahr dazu, auf das sich die Zahl bezieht.

Gut zu wissen

Die Stationszahl hängt davon ab, was man mitzählt.

Rechnet man die Ring-S-Bahn und die neuen Durchmesserlinien dazu, die auf vielen Plänen wie Metrolinien erscheinen, kommt man auf deutlich mehr Haltepunkte als 263.

Die hier genannte Zahl meint die klassische Metro ohne diese Zusatznetze.

Warum die Zahl schwer festzunageln ist

Auf den offiziellen Plänen tauchen Linien auf, die genau genommen keine U-Bahn sind.

Die Ring-S-Bahn, der Kleine Moskauer Eisenbahnring, wird dort als Linie 14 geführt.

Eine frühere Einschienenbahn lief als Linie 13, bis sie im Juni 2025 stillgelegt wurde.

Dazu kommen die Moskauer Durchmesserlinien, eine Art S-Bahn, die ebenfalls ins Netz eingezeichnet ist.

Je nachdem, ob man diese Strecken mitzählt, schwankt die Gesamtzahl der Haltepunkte erheblich.

Die längste und die kürzeste Linie

Die längste Linie ist die Große Ringlinie, auf Russisch Bolschaja Kolzewaja, mit rund 57,5 Kilometern.

Sie ist heute einer der größten U-Bahn-Ringe der Welt und verbindet die äußeren Linien miteinander.

Am anderen Ende steht die Butowskaja-Linie mit nur etwa zehn Kilometern.

Zwischen diesen beiden Enden liegt die ganze Spannweite eines Netzes, das vom kurzen Zubringer bis zum riesigen Ring alles kennt.

Die Nummern der Linien folgen grob der Reihenfolge, in der sie eröffnet wurden.

Paläste unter der Erde

Viele Moskauer Stationen sind als unterirdische Paläste bekannt.

Bahnhöfe wie Komsomolskaja oder Majakowskaja zeigen Marmor, Mosaiken, Bronze und Kronleuchter.

Sie entstanden in einer Zeit, in der die U-Bahn auch ein Schaufenster des Staates sein sollte.

Für die Fahrgäste heißt das: Die Station ist nicht nur ein Zwischenstopp, sondern oft ein eigenes Bauwerk.

Genau diese Architektur macht die Metro bis heute zu einem Ziel für Besucher aus aller Welt.

Tief wie ein Hochhaus

Die Moskauer Metro gehört zu den U-Bahnen mit den tiefsten Tunneln und Stationen der Welt.

Die Station Park Pobedy, auf Deutsch Siegespark, liegt je nach Messweise zwischen 73 und 84 Meter unter der Erde.

Das entspricht etwa einem Hochhaus mit über zwanzig Stockwerken, nur nach unten gebaut.

Die langen Rolltreppen dorthin sind selbst schon eine kleine Reise.

Die große Tiefe hatte auch einen praktischen Grund, denn tiefe Tunnel ließen sich im Ernstfall als Schutzräume nutzen.

Fast drei Milliarden Fahrgäste im Jahr

Rund 2,8 Milliarden Menschen fuhren im Jahr 2020 mit der Moskauer Metro.

An starken Werktagen sind es mehrere Millionen Fahrgäste an einem einzigen Tag.

Damit zählt sie zu den am stärksten genutzten U-Bahnen der Welt.

In den Hauptverkehrszeiten kommt auf vielen Linien alle anderthalb bis drei Minuten ein Zug.

Dieser dichte Takt ist der eigentliche Grund, warum so viele Stationen überhaupt bewältigt werden.

Wie 1935 alles begann

Eröffnet wurde die Metro am 15. Mai 1935.

Die erste Linie war nur gut elf Kilometer lang und hatte eine Handvoll Stationen.

Von diesem kleinen Anfang ist das Netz über neunzig Jahre auf heute 15 Linien gewachsen.

Besonders viel kam in den letzten beiden Jahrzehnten dazu, als Moskau Milliarden in neue Strecken steckte.

Die 263 Stationen von heute sind das Ergebnis eines sehr langen und bis zuletzt sehr schnellen Ausbaus.

Station ist nicht gleich Bahnhof

In der Metro spricht man von Stationen, nicht von Bahnhöfen im Sinne der Fernbahn.

Eine Station hat meist einen oder zwei Bahnsteige und dient allein der U-Bahn.

Umsteigeknoten, an denen sich mehrere Linien treffen, zählen oft als mehrere Stationen mit eigenen Namen.

Das ist ein Grund, warum die reine Stationszahl größer wirkt als die Zahl der Orte, die man ansteuern kann.

Wer in Moskau umsteigt, wechselt deshalb manchmal den Stationsnamen, ohne die Station im Alltagssinn zu verlassen.

Moskau im Vergleich

Mit 472 Kilometern Netz liegt Moskau in Europa an der Spitze, vor London mit rund 402 Kilometern.

Bei der reinen Zahl der Stationen haben andere Netze mehr, denn die New Yorker U-Bahn kommt auf weit über 400 Stationen.

Dafür befördert Moskau auf weniger Stationen sehr viel mehr Menschen je Kilometer.

Solche Vergleiche hängen immer davon ab, wie ein Land seine Stationen überhaupt definiert.

Die ehrlichste Antwort ist deshalb nicht nur eine Zahl, sondern die Erklärung, wie sie zustande kommt.

Was die Stationszahl wirklich verrät

Die 263 Stationen sagen weniger über die Größe der Stadt aus als über den Ehrgeiz, mit dem hier gebaut wird.

Jede neue Station bedeutet kürzere Wege für ein ganzes Stadtviertel.

Für Moskau ist die Metro nicht nur Verkehr, sondern ein Stück Alltag und Stolz zugleich.

Die Zahl wird in den nächsten Jahren weiter steigen, weil neue Abschnitte schon im Bau sind.

Wer heute 263 liest, darf also damit rechnen, morgen eine größere Zahl zu finden.

Ein Blick in die Zukunft

Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.

Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.

Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.

Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.

Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.

So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.

Zwischen Technik und Menschen

Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.

Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.

Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.

Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.

Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.

Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.

Häufige Fragen

Wie viele Stationen hat die Moskauer Metro?
Stand 2024 sind es rund 263 Stationen auf 15 Linien. Die Zahl steigt, weil das Netz laufend ausgebaut wird.
Wie lang ist das Netz der Moskauer Metro?
Die Strecken ergeben zusammen etwa 472 Kilometer. Damit ist es das größte U-Bahn-Netz Europas, vor London mit rund 402 Kilometern.
Wann wurde die Moskauer Metro eröffnet?
Am 15. Mai 1935. Die erste Linie war gut elf Kilometer lang und hatte nur wenige Stationen.
Welches ist die tiefste Station?
Park Pobedy, auf Deutsch Siegespark. Sie liegt je nach Messweise zwischen 73 und 84 Meter unter der Erde und gehört zu den tiefsten U-Bahnhöfen der Welt.
Warum schwanken die Angaben zur Stationszahl?
Weil manche Pläne die Ring-S-Bahn und die neuen Durchmesserlinien mitzählen. Ohne diese Zusatznetze kommt man auf die rund 263 Stationen der klassischen Metro.

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Über BahnSlam

Stephan Pinkwart verkörpert einzigartig die Welt der Poetry Slams und der Bahn. Mit fesselnden Auftritten verbindet er die Kraft der Worte mit seiner Liebe zu Zügen. Seine Poesie ist tiefgründig und emotional, und seine Leidenschaft für die Bahn symbolisiert Freiheit und Verbindung. Pinkwarts Kunst begeistert Poetry Slam-Fans und Eisenbahnliebhaber gleichermaßen.

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