Zahlen, bitte!
„Nächster Halt 72. Straße: die Second Avenue Subway, 4,45 Milliarden Dollar für knapp drei Kilometer.“
Wie viel kostet die Second Avenue Subway in New York?
→ Eine Strecke in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die erste Ausbaustufe der Second Avenue Subway kostete rund 4,45 Milliarden Dollar für nur drei Stationen und 2,9 Kilometer Strecke. Umgerechnet sind das etwa 1,5 Milliarden Dollar pro Kilometer.
Die Second Avenue Subway in New York gilt als eine der teuersten U-Bahnen der Welt.
Schon ihre erste, kurze Ausbaustufe verschlang Milliarden.
Die kurze Antwort auf die Titelfrage lautet: Phase 1 kostete rund 4,45 Milliarden Dollar.

Die wichtigsten Zahlen
4,45 Mrd. $
Kosten Phase 1
drei Stationen
2,9 km
neue Strecke
Phase 1
2017
Eröffnung Phase 1
am 1. Januar
~1,5 Mrd. $
je Kilometer
rechnerisch
Umgerechnet kostete schon die erste kurze Teilstrecke rund 1,5 Milliarden Dollar pro Kilometer.
4,45 Milliarden Dollar für den Anfang
Die erste Ausbaustufe der Second Avenue Subway kostete rund 4,45 Milliarden US-Dollar.
Dafür entstanden nur drei neue Stationen.
Dazu kamen rund 2,9 Kilometer neuer Tunnel.
Damit gilt die Strecke als eine der teuersten U-Bahnen der Welt.

Drei Stationen an der Upper East Side
Die drei neuen Stationen liegen an der Upper East Side in Manhattan.
Sie sind nach den Querstraßen 72., 86. und 96. Straße benannt.
Dieser Stadtteil war lange schlecht an die U-Bahn angebunden.
Die neue Strecke sollte die überfüllte Lexington Avenue Line entlasten.
Gut zu wissen
Die hier genannten 4,45 Milliarden Dollar beziehen sich auf die erste Ausbaustufe; die gesamte geplante Linie kostet ein Vielfaches.
Die Zahl pro Kilometer ist ein rechnerischer Wert aus Gesamtkosten und Streckenlänge der ersten Stufe.
Rund 1,5 Milliarden Dollar pro Kilometer
Teilt man die Kosten durch die Länge, ergibt sich eine enorme Zahl.
Auf jeden Kilometer entfallen rechnerisch rund 1,5 Milliarden Dollar.
Das ist ein Vielfaches dessen, was U-Bahnen anderswo kosten.
New York hält damit einen traurigen Rekord bei den Baukosten.
Warum der Bau so teuer war
Der Untergrund von Manhattan ist dicht bebaut und voller Leitungen.
Jede neue Röhre muss zwischen Fundamenten und alten Tunneln hindurch.
Dazu kommen hohe Löhne, strenge Vorschriften und teure Stationen.
All das treibt die Kosten in New York besonders stark nach oben.
Eröffnet am Neujahrstag 2017
Die erste Ausbaustufe ging am 1. Januar 2017 in Betrieb.
Nach Jahrzehnten der Planung war das ein historischer Moment.
Zur Eröffnung drängten sich viele Schaulustige in den neuen Stationen.
Bedient wird die Strecke vor allem von der Linie Q.
Eine Linie mit langer Geschichte
Die Idee einer U-Bahn unter der Second Avenue ist fast hundert Jahre alt.
Schon in den 1920er Jahren gab es erste Pläne.
Immer wieder stoppten Geldmangel und Krisen das Vorhaben.
Deshalb nennt man die Strecke auch die Linie, auf die man ewig wartete.
Was die ganze Linie kosten soll
Die drei neuen Stationen sind nur ein kleiner Teil des Gesamtplans.
Fertig gebaut soll die Linie rund 16 Kilometer lang werden.
Dann hätte sie 19 Stationen.
Die Gesamtkosten werden auf mehr als 24,7 Milliarden Dollar geschätzt.
Die zweite Ausbaustufe
Als Nächstes folgt die zweite Ausbaustufe nach Norden.
Sie soll die Strecke von der 96. bis zur 125. Straße verlängern.
Dieser rund 2,4 Kilometer lange Abschnitt ist mit etwa 6 Milliarden Dollar veranschlagt.
Der Bau begann im Jahr 2026.
Wofür das Geld steht
Hinter den 4,45 Milliarden stecken aufwendige Bauwerke.
Die Stationen reichen tief in den Fels unter der Stadt.
Lange Rolltreppen bringen die Fahrgäste nach unten.
Auch moderne Technik für Belüftung und Sicherheit kostet viel Geld.
Entlastung für eine volle Linie
Die benachbarte Lexington Avenue Line gehört zu den vollsten U-Bahnen der USA.
Über sie fahren mehr Menschen als über manches ganze Nahverkehrssystem.
Die Second Avenue Subway sollte diesen Andrang verteilen.
Schon nach kurzer Zeit nahmen viele Fahrgäste die neue Strecke an.
Kosten im internationalen Vergleich
In vielen Ländern kostet ein Kilometer U-Bahn einen Bruchteil davon.
Selbst teure Tunnelprojekte in Europa liegen meist deutlich darunter.
Fachleute untersuchen seit Jahren, warum New York so viel zahlt.
Die hohen Baukosten in New York gelten seit Langem als großes Thema.
4,45 Milliarden im Vergleich
Für 4,45 Milliarden Dollar baut man anderswo viele Kilometer Strecke.
In New York reichte das Geld für knapp drei Kilometer und drei Stationen.
Das zeigt, wie stark die Kosten vom Ort abhängen.
Kaum irgendwo ist U-Bahn-Bau so teuer wie in Manhattan.
Vom Plan zum Betrieb
Fast ein Jahrhundert lag zwischen erster Idee und erster Fahrt.
Immer wieder wurde gebaut und wieder gestoppt.
Erst Anfang der 2000er Jahre nahm das Projekt endgültig Fahrt auf.
2017 fuhren schließlich die ersten Züge der neuen Strecke.
Was die Zahl im Alltag bedeutet
Für Fahrgäste bedeuten 4,45 Milliarden Dollar vor allem drei moderne, entlastende Stationen.
Der Weg zur Arbeit wurde für viele an der Upper East Side kürzer.
Zugleich steht die Zahl für die Schwierigkeiten des Bauens in einer Großstadt.
Die 4,45 Milliarden sind damit Rekord und Mahnung zugleich.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
