Zahlen, bitte!
„Jetzt geht es bergauf: Die Steigung erreicht auf dieser Strecke bis zu 30 Promille.“
Wie steil ist die Schmalspurbahn Zittau–Kurort Oybin?
→ Eine Schmalspurbahn in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Schmalspurbahn Zittau–Kurort Oybin steigt mit bis zu 30 Promille. Das schafft sie allein über die Reibung ihrer Räder.
Die Zittauer Schmalspurbahn führt von Zittau hinauf in das Zittauer Gebirge.
Dabei muss sie einen spürbaren Höhenunterschied überwinden.
Doch wie steil ist die Strecke, die ihre Dampfzüge erklimmen?

Die wichtigsten Zahlen
30 ‰
größte Neigung
nach Wikipedia
750 mm
Spurweite
sächsische Schmalspur
Oybin
Bergziel
im Zittauer Gebirge
Mit 30 Promille klettert die Bahn ohne Zahnstange ins Gebirge.
Die kurze Antwort
Die Schmalspurbahn Zittau–Kurort Oybin steigt mit bis zu 30 Promille an.
Dieser Wert steht in der Streckenbeschreibung nach Wikipedia.
Promille ist das übliche Maß für die Neigung einer Bahn.
30 Promille heißt 30 Meter Anstieg auf 1000 Meter Strecke.
Für eine Bahn ohne Zahnstange ist das ordentlich.
Sie klettert allein über die Reibung ihrer Räder.

Was Promille bei Bahnen bedeuten
Die Steigung einer Strecke gibt man in Promille an.
Ein Promille entspricht einem Meter Höhe je Kilometer.
Viele Hauptbahnen bleiben unter 20 Promille.
Schmalspurbahnen im Bergland dürfen oft steiler sein.
Die Zittauer Bahn nutzt diesen Spielraum.
So gewinnt sie auf kurzer Strecke an Höhe.
Gut zu wissen
Mit bis zu 30 Promille klettert die Zittauer Schmalspurbahn ohne Zahnstange ins Gebirge.
Die nahe Fichtelbergbahn im Erzgebirge ist mit 33 Promille noch eine Spur steiler.
Eine Reibungsbahn
Die Bahn ist eine reine Reibungsbahn.
Sie kommt ohne Zahnstange zwischen den Schienen aus.
Allein die Reibung der Räder treibt sie an.
30 Promille sind dafür schon anspruchsvoll.
Steilere Strecken brauchen meist eine Zahnstange.
Die Zittauer Bahn bleibt knapp darunter.
Der Weg ins Gebirge
Die Strecke beginnt in Zittau im Tal.
Von dort geht es über Olbersdorf stetig bergauf.
In Bertsdorf teilt sich die Strecke.
Ein Ast führt nach Oybin, der andere nach Jonsdorf.
Beide Orte liegen höher im Gebirge.
Die Bahn muss dafür kräftig klettern.
Warum die Loks arbeiten müssen
Auf der Steigung müssen die Lokomotiven kräftig ziehen.
Die Dampfloks der Bahn sind dafür gebaut.
Sie bringen die schmalen Wagen sicher den Hang hinauf.
Bergab sorgen gute Bremsen für Sicherheit.
So bleibt die steile Fahrt beherrschbar.
Der Dampf stößt hörbar aus dem Schlot.
Steilheit im Vergleich
Viele Hauptbahnen bleiben unter 20 Promille.
Die Zittauer Bahn liegt mit 30 Promille darüber.
Die Fichtelbergbahn im Erzgebirge schafft 33 Promille.
Echte Zahnradbahnen erreichen weit mehr.
Die Zugspitzbahn etwa steigt bis zu 250 Promille.
Die Zittauer Bahn bleibt eine klassische Reibungsbahn.
Was die Fahrgäste spüren
Auf der Steigung arbeitet die Lok hörbar.
Das langsame Klettern gehört zum Erlebnis.
Draußen zieht die Felsenwelt des Gebirges vorbei.
Die Fahrt ist gemütlich und doch kraftvoll.
Viele Gäste genießen gerade dieses Tempo.
Die Steigung macht die Reise erst gebirgig.
Eine Bahn für Ausflügler
Die Bahn erschließt beliebte Wanderorte.
Oybin ist für Burg und Kloster bekannt.
Jonsdorf lockt mit seinen Felsen.
Im Sommer bringt die Bahn viele Gäste.
Die Steigung führt sie mitten ins Gebirge.
Die Dampffahrt ist ein Erlebnis für sich.
Warum die Zahl zählt
Die Steigung bestimmt, wie eine Bahn gebaut und gefahren wird.
30 Promille verlangen kräftige Loks und gute Bremsen.
Sie zeigen, was eine Reibungsbahn leisten kann.
Wer die Steigung kennt, versteht die Bahn besser.
Darum lohnt der Blick auf diese eine Zahl.
Sie erklärt die ganze Fahrt ins Gebirge.
Was die Fahrgäste davon haben
Am Ende zählt für den Fahrgast vor allem eines: sicher und pünktlich anzukommen.
Jede kleine Verbesserung im Betrieb macht seine Reise ein wenig angenehmer.
Ein sauberer Zug und eine klare Anzeige nehmen ihm Sorge und Hektik.
Ein freundlicher Halt bleibt oft länger in Erinnerung als die Fahrt selbst.
So entsteht aus vielen Einzelheiten am Ende ein rundes Reiseerlebnis.
Und wer sich gut aufgehoben fühlt, steigt beim nächsten Mal gern wieder ein.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
