Zahlen, bitte!
„Hier geht es gemächlich bergauf: höchstens 23,5 Promille auf dem Weg entlang der Nahe.“
Wie steil ist die Nahetalbahn?
→ Eine Strecke in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die größte Steigung der Nahetalbahn beträgt 23,5 Promille. Das heißt, auf tausend Metern Fahrweg gewinnt die Strecke höchstens 23,5 Meter an Höhe.
Entlang der Nahe zieht sich eine zweigleisige Hauptstrecke durch Rheinland-Pfalz und das Saarland.
Sie folgt dem Fluss und steigt dabei nur sanft an.
Die größte Steigung der Nahetalbahn liegt bei 23,5 Promille.

Die wichtigsten Zahlen
23,5 ‰
größte Steigung
maximales Gefälle
1435 mm
Spurweite
Normalspur
1852 / 1858
Eröffnung
in Etappen
23,5 Promille bedeuten 23,5 Meter Höhengewinn auf einem Kilometer Strecke.
Die Zahl zuerst
Die größte Steigung der Nahetalbahn beträgt 23,5 Promille.
Promille ist das übliche Maß für Steigungen bei der Eisenbahn.
23,5 Promille heißt, dass die Strecke auf 1000 Metern höchstens 23,5 Meter steigt.
Das entspricht etwa 2,35 Prozent.
Für eine Flussstrecke ist das ein moderater, aber spürbarer Wert.
Steiler wird die Nahetalbahn an keiner Stelle.

Was Promille bei der Bahn bedeuten
Autofahrer kennen Steigungen in Prozent, die Bahn rechnet in Promille.
Ein Promille ist ein Meter Höhe auf 1000 Metern Weg.
Das feinere Maß passt zur Bahn, weil ihre Steigungen klein sind.
Stahlräder auf Stahlschienen haben nur wenig Haftung.
Deshalb dürfen Hauptstrecken meist nicht sehr steil sein.
23,5 Promille liegen schon am oberen Rand des Üblichen für eine Hauptbahn.
Gut zu wissen
Die Steigung von 23,5 Promille ist der Höchstwert der Strecke, über weite Teile fällt sie deutlich geringer aus.
Das Promille-Maß bezieht sich auf den Höhengewinn je 1000 Meter Fahrweg und ist bei der Eisenbahn weltweit üblich.
Warum die Strecke so sanft steigt
Die Nahetalbahn folgt über weite Strecken dem Lauf der Nahe.
Ein Fluss sucht sich immer das flachste Gefälle durch die Landschaft.
Wer neben dem Fluss baut, erbt diese sanfte Linie.
So vermeidet die Bahn große Höhenunterschiede.
Nur wo das Tal enger oder der Fluss schneller fällt, steigt auch die Strecke.
Dort erreicht sie ihre 23,5 Promille.
Eine zweigleisige Hauptstrecke
Die Nahetalbahn ist eine zweigleisige Eisenbahnhauptstrecke.
Sie verbindet die Region Bingen am Rhein mit dem Saarland.
Dabei durchquert sie Rheinland-Pfalz entlang der Nahe.
Als Hauptstrecke trägt sie viel Güter- und Personenverkehr.
Die moderate Steigung erlaubt dafür schwere Züge.
Zu steile Rampen hätten den Betrieb teuer gemacht.
Die Eröffnung in Etappen
Die Strecke entstand nicht auf einen Schlag.
Der Abschnitt Neunkirchen–Saarbrücken wurde 1852 in Betrieb genommen.
Er war eine Fortsetzung der Pfälzischen Ludwigsbahn.
Für den Bau der eigentlichen Nahestrecke gründete sich 1856 die Rhein-Nahe Eisenbahn-Gesellschaft.
Weitere Abschnitte gingen in den folgenden Jahren in Betrieb, etwa 1858.
So wuchs die Verbindung Stück für Stück zusammen.
Höhengewinn über die ganze Strecke
Die Nahetalbahn führt knapp 100 Kilometer entlang des Flusses.
Über diese Länge bleibt sie meist nahe am Wasser.
Der Höhengewinn verteilt sich daher auf viele Kilometer.
Nur einzelne Abschnitte verlangen die volle Steigung.
Dadurch wirkt die Strecke insgesamt flach.
Die 23,5 Promille sind ein Spitzenwert, kein Durchschnitt.
Steigung und Zuglast
Je steiler eine Strecke, desto schwächer die mögliche Zuglast.
Bei 23,5 Promille können Loks noch ordentliche Lasten ziehen.
Das ist für eine Güterstrecke wichtig.
Zu steile Rampen würden eine zweite Schublok verlangen.
Das kostet Zeit und Geld.
Die sanfte Linie der Nahetalbahn spart beides.
Teilweise unter Fahrdraht
Ein Teil der Strecke ist elektrifiziert.
Der Abschnitt von Neubrücke an der Nahe bis Saarbrücken fährt unter Fahrdraht.
Elektrische Loks ziehen auf Steigungen besonders kräftig an.
Gerade bei 23,5 Promille ist das von Vorteil.
Auf dem übrigen Abschnitt verkehren Dieselfahrzeuge.
Beide kommen mit der moderaten Steigung gut zurecht.
Vergleich mit steilen Bahnen
Reine Gebirgsbahnen überwinden oft deutlich mehr als 23,5 Promille.
Manche Steilstrecken erreichen 40 Promille und mehr.
Dort braucht es bremsstarke Fahrzeuge oder sogar Zahnstangen.
Die Nahetalbahn gehört klar nicht in diese Klasse.
Sie ist eine flache Flussbahn, keine Bergbahn.
Ihre 23,5 Promille sind dafür genau der passende Rahmen.
Was das für Fahrgäste heißt
Für Reisende ist die Steigung kaum zu spüren.
Die Züge rollen gleichmäßig durch das Tal.
Es gibt keine spektakulären Rampen oder Kehren.
Dafür bietet die Fahrt lange Blicke auf Fluss und Felsen.
Die sanfte Linie macht die Reise ruhig und zügig.
Die Zahl hinter dieser Ruhe lautet 23,5 Promille.
Eine typische deutsche Flussstrecke
Viele deutsche Bahnen folgen Flüssen wie der Nahe.
Sie nutzen das vorgegebene, flache Gefälle der Täler.
So entstanden leistungsfähige Strecken ohne steile Rampen.
Die Nahetalbahn ist ein gutes Beispiel für dieses Prinzip.
Der Fluss plant gewissermaßen die Trasse vor.
Die Bahn muss nur sorgfältig danebenbleiben.
Die Zahl im Überblick
Die größte Steigung der Nahetalbahn beträgt 23,5 Promille.
Das sind 23,5 Meter Höhengewinn auf einem Kilometer.
Die Strecke ist zweigleisig und folgt knapp 100 Kilometer der Nahe.
Erste Abschnitte gingen ab 1852 in Betrieb.
Ein Teilstück ist heute elektrifiziert.
Als flache Flussbahn bleibt sie überall unter 23,5 Promille.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
