Zahlen, bitte!
„Sehr geehrte Reisende, Sie fahren mit dem KTX, Südkoreas schnellem Zug durch Berge und Täler.“
Wie schnell fährt der koreanische KTX?
→ Ein Zug in Zahlen.
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Kurz gesagt
Der koreanische Hochgeschwindigkeitszug KTX erreicht im Regelbetrieb 305 Kilometer pro Stunde. Damit gehört er zu den schnellsten planmäßig verkehrenden Zügen der Welt. Bei Versuchsfahrten fuhr ein koreanischer Testzug sogar 421 Kilometer pro Stunde.
Südkorea ist ein Land der Berge, der Tunnel und der dicht besiedelten Täler.
Mittendurch rast seit über zwanzig Jahren ein schneller weißer Zug.
Er heißt KTX, und seine wichtigste Zahl ist sein Tempo.

Die wichtigsten Zahlen
305 km/h
Regelgeschwindigkeit
planmäßige Höchstgeschwindigkeit im Betrieb
2004
Betriebsstart
erste Schnellfahrstrecke zwischen Seoul und Busan
421 km/h
Versuchsrekord 2013
erreicht von einem koreanischen Testzug
Quelle: deutschsprachige Wikipedia, Artikel „Korea Train Express“. Stand 2026.
Die große Zahl
Der KTX erreicht im Regelbetrieb eine Geschwindigkeit von 305 Kilometern pro Stunde.
Das ist seine planmäßige Höchstgeschwindigkeit im täglichen Fahrplan.
Damit zählt er zu den schnellsten regelmäßig verkehrenden Zügen der Welt.
Der Name KTX steht für Korea Train Express.
Es ist eine ganze Serie südkoreanischer Hochgeschwindigkeitszüge.
Ihr Markenzeichen ist genau dieses hohe, aber alltägliche Tempo.

Was Regelgeschwindigkeit bedeutet
Die 305 Kilometer pro Stunde sind kein einmaliger Rekord.
Es ist das Tempo, das der Zug Tag für Tag im Fahrplan fährt.
Fachleute nennen das die Regel- oder Betriebsgeschwindigkeit.
Sie liegt bewusst unter dem, was technisch möglich wäre.
So bleiben Reserven für Sicherheit, Verschleiß und den dichten Betrieb.
Der Fahrgast spürt vom hohen Tempo im Inneren erstaunlich wenig.
Gut zu wissen
Der KTX erreicht im Regelbetrieb 305 Kilometer pro Stunde und gehört damit zu den schnellsten planmäßig verkehrenden Zügen der Welt; betrieben wird er von den südkoreanischen Unternehmen Korail und SR.
Die erste Schnellfahrstrecke zwischen Seoul und Busan ging 2004 in Betrieb; bei Versuchsfahrten erreichte ein koreanischer Testzug im Jahr 2013 sogar 421 Kilometer pro Stunde.
Mehrere Generationen von Zügen
Unter dem Namen KTX fahren verschiedene Zugtypen.
Die ersten Modelle erreichen 305 Kilometer pro Stunde und bieten um die 400 Sitzplätze.
Spätere Züge wurden für noch höhere Geschwindigkeiten gebaut.
Einige sind für 320 Kilometer pro Stunde ausgelegt, fahren aber zunächst mit 300.
Ein neueres Modell von 2021 fährt mit bis zu 260 Kilometern pro Stunde.
So wächst die KTX-Familie mit jeder Generation ein Stück weiter.
421 Kilometer pro Stunde beim Versuch
Im Alltag bleibt es bei rund 305 Kilometern pro Stunde.
Auf eigenen Versuchsfahrten geht aber deutlich mehr.
Ein koreanischer Testzug erreichte im Jahr 2013 ganze 421 Kilometer pro Stunde.
Solche Fahrten dienen der Forschung und dem Test neuer Technik.
Im Fahrplan kommt ein derartiges Tempo nicht vor.
Es zeigt aber, welche Reserven in der Technik stecken.
In dreieinhalb Minuten auf Tempo
Hohe Geschwindigkeit will erst einmal erreicht werden.
Der KTX beschleunigt von null auf 300 Kilometer pro Stunde in rund dreieinhalb Minuten.
Genauer sind es etwa drei Minuten und zweiunddreißig Sekunden.
Dafür braucht der Zug eine enorme Antriebsleistung.
Erst diese Kraft macht den dichten Fahrplan überhaupt möglich.
Nach dem Beschleunigen hält der Zug sein Tempo über lange Strecken.
Die Strecke von Seoul nach Busan
Das Herzstück des KTX ist die Gyeongbu-Schnellfahrstrecke.
Sie verbindet die Hauptstadt Seoul mit der Hafenstadt Busan.
Der Betrieb auf dieser Achse begann im Jahr 2004.
Später kamen weitere Schnellfahrstrecken hinzu, etwa die Honam-Strecke.
Nach und nach wuchs so ein ganzes Netz schneller Verbindungen.
Heute erreicht der KTX die wichtigsten Großstädte des Landes.
Wer den KTX betreibt
Hinter dem KTX stehen zwei Eisenbahnunternehmen.
Den größten Teil betreibt die staatliche Gesellschaft Korail.
Daneben fährt ein weiteres Unternehmen namens SR einige Verbindungen.
Beide nutzen dieselben schnellen Strecken durch das Land.
Für die Fahrgäste wirkt das Angebot dabei wie aus einem Guss.
So teilen sich zwei Betreiber das schnelle Netz Südkoreas.
Zwölf Jahre Entwicklung
Ein so schneller Zug entsteht nicht über Nacht.
Der KTX durchlief eine rund zwölfjährige Entwicklungsphase.
Erst danach konnte die erste Strecke offiziell eröffnet werden.
In dieser Zeit wurden Technik, Strecke und Betrieb sorgfältig geplant.
Südkorea reihte sich damit in den Kreis der Hochgeschwindigkeitsländer ein.
Seit 2004 gehört der schnelle Zug fest zum Alltag des Landes.
Im Vergleich mit anderen Schnellzügen
Mit 305 Kilometern pro Stunde liegt der KTX im Spitzenfeld.
Der deutsche ICE fährt im Regelbetrieb meist 300 bis 320 Kilometer pro Stunde.
Der japanische Shinkansen erreicht auf manchen Strecken bis zu 320.
Chinas schnellste Serienzüge fahren planmäßig sogar rund 350.
Der KTX ordnet sich damit unter den schnellsten Zügen der Welt ein.
Jedes dieser Länder zeigt mit seinem Tempo ein Stück Ingenieurstolz.
Warum nicht noch schneller
Technisch wären auch im Alltag höhere Geschwindigkeiten denkbar.
Doch mehr Tempo kostet überproportional viel Energie.
Zudem steigen Lärm, Verschleiß und die Anforderungen an die Strecke.
Südkorea ist dicht besiedelt und bergig, mit vielen Tunneln.
Da ist ein sicheres, zuverlässiges Tempo wichtiger als ein Rekord.
Deshalb bleibt es im Fahrplan bei den bewährten 305 Kilometern pro Stunde.
Ein Land rückt zusammen
Das hohe Tempo verändert das Reisen in Südkorea spürbar.
Entfernungen, die früher Stunden kosteten, schrumpfen auf kurze Fahrten.
Viele Menschen pendeln heute mit dem KTX zwischen den Großstädten.
Das schnelle Netz verbindet den Norden und den Süden des Landes.
So rücken weit entfernte Orte plötzlich ganz nah zusammen.
Die Zahl 305 steht damit auch für ein engeres Land.
Was 305 Kilometer pro Stunde erzählen
Die Zahl 305 wirkt auf dem Papier nüchtern und technisch.
Tatsächlich steckt in ihr der Stolz eines ganzen Landes.
Sie steht für den Sprung Südkoreas in die Welt der schnellen Züge.
Jede Fahrt ist ein kleiner Beweis für diese technische Leistung.
So wird aus einer Tempoangabe eine Geschichte von Ehrgeiz und Technik.
Genau deshalb lohnt der Blick hinter die einfache Frage nach dem Tempo.
Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
