Zahlen, bitte!
„Von 1887 bis 1928 zog die Gaisbergbahn Ausflügler auf den Hausberg von Salzburg.“
Wie lang war die Gaisbergbahn?
→ Eine Bergbahn in Zahlen.
Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Zahlen, bitte!
Kurz gesagt
Die Gaisbergbahn war 5,3 Kilometer lang. Von 1887 bis 1928 brachte die Zahnradbahn Ausflügler auf die 1275 Meter hohe Gaisbergspitze.
Die Gaisbergbahn war eine Zahnradbahn in der Stadt Salzburg.
Von 1887 bis 1928 brachte sie Ausflügler auf den Gaisberg.
Heute erinnert nur noch wenig an die einstige Bergbahn.

Die wichtigsten Zahlen
5,3 km
Streckenlänge
Parsch–Gaisbergspitze
1275 m
Gaisbergspitze
höchster Punkt
1887–1928
Betriebszeit
41 Jahre
Die schmalspurige Bahn überwand den Berg mit einer Leiterzahnstange nach dem System Riggenbach.
Die kurze Antwort
Die Gaisbergbahn war 5,3 Kilometer lang.
Sie verkehrte von 1887 bis 1928 als Zahnradbahn.
Ihr Ziel war die Gaisbergspitze auf 1275 Metern.
Heute ist die Strecke stillgelegt und abgebaut.

Der Gaisberg über Salzburg
Der Gaisberg ist der Hausberg der Stadt Salzburg.
Von seinem Gipfel reicht der Blick weit über die Stadt und das Umland.
Schon im 19. Jahrhundert war er ein beliebtes Ausflugsziel.
Eine Bahn sollte den Aufstieg bequem machen.
Gut zu wissen
Die Gaisbergspitze auf 1275 Metern ist bis heute ein beliebter Aussichtspunkt über Salzburg.
Die Bahn nutzte eine Leiterzahnstange nach dem System Riggenbach.
5,3 Kilometer auf den Berg
Die Bahn begann am Bahnhof im Stadtteil Parsch.
Über rund einen Kilometer verlief sie parallel zur Salzburg-Tiroler-Bahn.
Dann bog sie ab und stieg Richtung Gaisberg an.
Insgesamt legte sie 5,3 Kilometer zurück.
1275 Meter Gipfel
Über die Stationen Judenberg und Zistelalm ging es bergauf.
Am Ende stand die Gaisbergspitze auf 1275 Metern.
Von dort genossen die Gäste die berühmte Aussicht.
Die Höhe machte den Aufstieg zu einem kleinen Abenteuer.
Schmalspur mit Zahnstange
Die Bahn war schmalspurig mit 1000 Millimetern Spurweite.
Zwischen den Schienen lag eine Leiterzahnstange.
Diese arbeitete nach dem bewährten System Riggenbach.
So konnte die Bahn die steilen Abschnitte sicher bewältigen.
Warum eine Zahnradbahn
Der Anstieg auf den Gaisberg war für eine Reibungsbahn zu steil.
Eine Zahnstange lieferte den nötigen Halt.
So ließ sich der Berg auch mit schweren Zügen erklimmen.
Diese Technik war typisch für frühe Bergbahnen.
Eröffnet 1887
1887 nahm die Gaisbergbahn ihren Betrieb auf.
Sie gehörte damit zu den frühen Bergbahnen im Alpenraum.
Von Beginn an diente sie vor allem dem Ausflugsverkehr.
Für Salzburg war sie eine moderne Attraktion.
Eine Bahn für Ausflügler
Die Bahn diente in erster Linie touristischen Zwecken.
1889 beschlossen die Aktionäre sogar den Ankauf des Gaisbergs.
Ziel waren Hotels und andere Anlagen für die Gäste.
Der Berg sollte zu einem Ausflugsziel ersten Ranges werden.
Pause und Wiederaufnahme
In den Jahren um den Ersten Weltkrieg geriet der Betrieb ins Stocken.
Im Frühjahr 1921 wurde der reguläre Verkehr wieder aufgenommen.
Die Bahn kämpfte jedoch weiter mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten.
Der Ausflugsverkehr allein trug sie nur mühsam.
Stillgelegt 1928
1928 endete der Betrieb der Gaisbergbahn.
Nach 41 Jahren verschwand die Zahnradbahn vom Berg.
Die Gleise wurden später abgebaut.
Heute führen Straße und Wege auf den Gipfel.
Immer wieder Pläne
Weil der Ausflugsverkehr auf den Gaisberg stetig zunimmt, gab es mehrfach Ideen für eine neue Bahn.
Über eine Wiedererrichtung wurde immer wieder diskutiert.
Bisher scheiterten die Pläne an Kosten und Grundstücksfragen.
Die alte Bahn bleibt damit vorerst Geschichte.
Die Zahlen im Vergleich
Mit 5,3 Kilometern und einem Gipfel auf 1275 Metern war die Bahn eine klassische Ausflugsbergbahn.
Ihre Betriebszeit von 1887 bis 1928 umfasste gut vier Jahrzehnte.
Viele vergleichbare Bahnen überlebten länger.
Umso mehr lebt die Gaisbergbahn in Erinnerung und Zahlen weiter.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
