Zahlen, bitte!
„Auf Gleis eins die Standseilbahn zum Sommerberg: 738 Meter Fahrt über dem Enztal.“
Wie lang ist die Sommerbergbahn in Bad Wildbad?
→ Eine Standseilbahn in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Sommerbergbahn in Bad Wildbad misst 738 Meter von der Talstation bis zur Bergstation. Auf dieser kurzen Strecke überwindet sie einen großen Teil des Schwarzwaldhangs.
Bad Wildbad liegt tief im Tal der Enz, der Sommerberg hoch darüber.
Zwischen beiden fährt seit mehr als hundert Jahren eine kleine Standseilbahn.
Ihre Länge ist schnell genannt und doch erstaunlich für den Höhenunterschied, den sie schafft.

Die wichtigsten Zahlen
738 m
Streckenlänge
Tal- bis Bergstation
291 m
Höhenunterschied
bis zur Bergstation
1908
Eröffnung
am 23. Mai
Die Bahn ist 738 Meter lang und verbindet den Uhlandplatz mit dem Sommerberg.
Die kurze Antwort
Die Sommerbergbahn in Bad Wildbad ist 738 Meter lang.
Diese Länge misst die Strecke von der Talstation am Uhlandplatz bis zur Bergstation auf dem Sommerberg.
Der Wert steht so in der Streckenbeschreibung der Bahn und gilt für die heutige Anlage.
Für eine Standseilbahn ist das eine mittlere Länge.
Viele Berg- und Standseilbahnen in Deutschland bleiben unter einem Kilometer.
Die Sommerbergbahn fügt sich mit ihren 738 Metern gut in dieses Bild ein.

Wo die Bahn fährt
Die Talstation liegt am Uhlandplatz mitten in Bad Wildbad.
Von dort führt die Trasse den steilen Hang hinauf auf den Sommerberg.
Die Bergstation steht am Rand des beliebten Ausflugsgebiets.
Zwischen beiden Enden liegt eine einzige, gerade geführte Strecke.
Etwa in der Mitte befindet sich eine Ausweichstelle für die beiden Wagen.
So teilt sich die Fahrt in zwei fast gleich lange Abschnitte.
Gut zu wissen
Die Angaben zur Länge und Höhe der Sommerbergbahn beruhen auf der öffentlich zugänglichen Streckenbeschreibung der Bahn.
Die Spurweite beträgt 1000 Millimeter, es handelt sich also um eine meterspurige Standseilbahn.
738 Meter im Vergleich
738 Meter entsprechen gut sieben Fußballfeldern hintereinander.
Zu Fuß wäre der gleiche Weg bergauf deutlich mühsamer als die ruhige Fahrt im Wagen.
Die Bahn braucht für die Strecke nur wenige Minuten.
Gegenüber einer langen Hauptbahn wirkt die Zahl winzig.
Doch Standseilbahnen messen sich nicht an Länge, sondern an Steigung.
Auf engem Raum gewinnen sie viel Höhe, und genau das macht die 738 Meter besonders.
Viel Höhe auf wenig Weg
Auf den 738 Metern überwindet die Bahn 291 Höhenmeter bis zur Bergstation.
Bis zur Zwischenhaltestelle Panoramastation sind es bereits rund 80 Meter.
Das Verhältnis von Länge zu Höhe ist der Kern jeder Standseilbahn.
Die Steigung liegt zwischen 370 und 530 Promille.
Eine normale Eisenbahn käme an solchen Hängen nicht voran.
Die Seiltechnik der Standseilbahn macht den steilen Anstieg erst möglich.
Zwei Wagen am Seil
Auf der Strecke verkehren zwei Wagen gleichzeitig.
Sie sind über ein rund 800 Meter langes Zugseil miteinander verbunden.
Während der eine Wagen bergauf fährt, rollt der andere talwärts.
In der Bergstation läuft das Seil über eine Seilscheibe und wird von einem Elektromotor angetrieben.
Die beiden Wagen begegnen sich an der Ausweichstelle in der Streckenmitte.
Dieses Gegengewichtsprinzip spart viel Antriebskraft.
Von Hand zur Automatik
Seit der Eröffnung wurden die Wagen dreimal erneuert.
Die Fahrzeuge der vierten Generation fahren ohne Fahrer im Wagen.
Ein Mitarbeiter in der Bergstation steuert den Betriebsablauf.
Die geringere Platzzahl der neuen Wagen gleicht die Bahn durch höheres Tempo aus.
Ein alter Wagen der dritten Generation blieb als technisches Denkmal erhalten.
Er steht heute vor dem Bahnhof von Bad Wildbad.
Die Geschichte der Strecke
Der Baubeginn war im April 1907.
Am 23. Mai 1908 wurde die Bahn eröffnet.
Möglich wurde der Bau durch private Geldgeber, die eigens eine Aktiengesellschaft gründeten.
Die Schienen und Wagen lieferte die Maschinenfabrik Esslingen.
Das Drahtseil kam von der Firma Felten & Guilleaume aus Köln.
Die Gesamtkosten lagen bei rund 483.000 Mark.
Der Sommerberg als Ziel
Der Sommerberg ist ein beliebtes Ausflugsziel über Bad Wildbad.
Von oben reicht der Blick über die Stadt und das Enztal.
Der Berg ist Ausgangspunkt für viele Wanderungen und Radtouren.
Für Gäste ist die kurze Fahrt oft schon Teil des Ausflugs.
Die Bahn bringt sie bequem bis in die Höhe.
Der Weg von 738 Metern erspart ihnen den langen Anstieg zu Fuß.
Mehr als ein Ausflug
Die Sommerbergbahn ist nicht nur touristisch gedacht.
Sie bietet auch eine regelmäßige Verbindung des Wohngebiets Sommerberg mit der Kernstadt.
Tagsüber fährt sie im Halbstundentakt.
Bei Bedarf können zusätzliche Fahrten eingelegt werden.
Damit ist die kurze Strecke ein echtes Nahverkehrsmittel.
Für die Bewohner oben am Berg ersetzt sie eine steile Straße.
Anschluss im Tal
An der Talstation am Uhlandplatz besteht ein wichtiger Anschluss.
Seit der Verlängerung der Enztalbahn im Jahr 2003 hält dort die Stadtbahn.
Fahrgäste können direkt auf die Linie S6 der Stadtbahn Karlsruhe umsteigen.
So reicht die Verbindung vom Sommerberg bis weit in die Region.
Die kurze Bergstrecke wird damit Teil eines größeren Netzes.
Aus 738 Metern wird im Verbund eine lange Reisekette.
Technik am Hang
Die beiden Wagen hängen an einem gemeinsamen Zugseil.
Dieses wird in der Bergstation beschleunigt und wieder abgebremst.
Die Abteile der Wagen sind stufenförmig gebaut.
So sitzen die Fahrgäste am steilen Hang trotzdem waagerecht.
Ursprünglich lieferten Akkumulatoren aus Berlin die nötige Energie.
Die Technik hat sich über die Jahrzehnte mehrfach gewandelt.
Eine Zahl zum Merken
738 Meter sind die Länge, die die Sommerbergbahn ausmacht.
Die Zahl ist belegt und bezieht sich auf die gesamte Strecke.
Sie zeigt, wie kompakt eine Standseilbahn sein kann.
Entscheidend ist nicht die Länge, sondern die gewonnene Höhe.
Auf 738 Metern schafft die Bahn fast 300 Höhenmeter.
Das macht die kleine Bahn in Bad Wildbad zu einem besonderen Stück Technik.
Was ein Bahnhof für eine Stadt bedeutet
Ein Bahnhof ist für viele Städte weit mehr als nur ein Verkehrsbauwerk.
Er ist oft das Erste, was Reisende von einem Ort zu sehen bekommen.
Rund um den Bahnhof entstehen Geschäfte, Cafés und ein reges Treiben.
Er verbindet die Stadt mit der weiten Welt und die Welt mit der Stadt.
Ein gepflegter Bahnhof ist deshalb auch eine Visitenkarte des Ortes.
So prägt er das Bild einer Stadt weit über die Gleise hinaus.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
