Zahlen, bitte!
„Auf Gleis eins steht der Zug für die 114 Kilometer hinab zum Fjord.“
Wie lang ist die Raumabahn?
→ Eine Strecke in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Raumabahn ist 114 Kilometer lang. Sie führt von Dombås hinab an den Fjord bei Åndalsnes.
Durch eines der wildesten Täler Norwegens führt eine Bahn.
Sie fällt von den Bergen hinab zum Meer.
Dabei kommt sie an einer gewaltigen Felswand vorbei.

Die wichtigsten Zahlen
114 km
Streckenlänge
Dombås–Åndalsnes
659 m
Höhe Start
Bahnhof Dombås
1924
Eröffnung
am 29. November
Hundertvierzehn Kilometer führen von den Bergen zum Fjord.
Die Bahn hinab zum Fjord
Die Raumabahn ist eine Bahnstrecke im Süden Norwegens.
Auf Norwegisch heißt sie Raumabane.
Sie ist eingleisig und nicht elektrifiziert.
Sie beginnt im Ort Dombås auf 659 Metern Höhe.
Dort schließt sie an die Dovrebahn zwischen Oslo und Trondheim an.
Ihr Ziel ist der Fjord bei Åndalsnes.

Wie lang ist die Strecke?
Die Raumabahn ist nach Angaben der Wikipedia 114 Kilometer lang.
Auf dieser Strecke fällt sie von 659 Metern bis fast auf Meereshöhe.
Sie folgt dabei dem Tal des Flusses Rauma.
Von den kargen Bergen führt sie in grüne Täler.
Am Ende liegt der Fjord direkt am Bahnhof.
Die Fahrt gilt als eine der schönsten Norwegens.
Gut zu wissen
Die Raumabahn führt direkt an der Trollwand vorbei, mit rund 1100 Metern eine der höchsten senkrechten Felswände Europas.
Die Kylling-Brücke über den Fluss Rauma gilt als eines der eindrucksvollsten Bauwerke der Strecke.
Normalspur durch die Berge
Die Bahn ist in Normalspur mit 1435 Millimetern gebaut.
So kann sie an die Dovrebahn anschließen.
Reisende müssen in Dombås nicht umsteigen.
Die Strecke ist jedoch nicht elektrifiziert.
Daher fahren hier Dieselzüge.
Die Fahrt folgt dem ruhigen Lauf des Tals.
Ein langer Bau
Das norwegische Parlament beschloss die Bahn am 9. Juli 1908.
Der Bau begann im Januar 1912.
Die Arbeiten liefen auch während des Ersten Weltkriegs weiter.
Wegen Materialmangels griff man auf alte Techniken zurück.
So wurde Fels durch Erhitzen und Abkühlen gesprengt.
Der Bau verschlang mehr als 14 Millionen Arbeitsstunden.
Abschnitt für Abschnitt
Die Strecke wurde nach und nach in Betrieb genommen.
Der erste Teil bis Bjorli öffnete am 21. November 1921.
Weiter bis Verma ging es ab dem 25. November 1923.
Die gesamte Strecke wurde am 29. November 1924 eröffnet.
Die Kosten lagen bei 49 Millionen norwegischen Kronen.
Damit war ein großes Bauwerk vollendet.
Gold im Krieg
Im Zweiten Weltkrieg spielte die Bahn eine besondere Rolle.
Sie wurde für Militär- und Goldtransporte genutzt.
1940 brachte man Norwegens Goldreserven über die Strecke.
Das Gold kam aus Oslo und sollte in Sicherheit gebracht werden.
Von der Küste aus gelangte es nach Übersee.
So wurde die Bahn Teil der Kriegsgeschichte des Landes.
Vorbei an der Trollwand
Die Strecke führt an einer der gewaltigsten Felswände Europas vorbei.
Diese Wand ist als Trollveggen bekannt, die Trollwand.
Sie ragt steil über dem Tal des Rauma empor.
Für Reisende ist der Blick ein Höhepunkt der Fahrt.
Auch mehrere Brücken und Kehren prägen die Strecke.
Die berühmte Kylling-Brücke überspannt den Fluss.
Eine Bahn für Reisende
Heute ist die Raumabahn vor allem bei Touristen beliebt.
Viele reisen eigens wegen der Landschaft an.
Im Sommer verkehren besondere Panoramazüge.
Diese halten an den schönsten Aussichtspunkten.
So verbindet die Bahn Nahverkehr und Tourismus.
Die wilde Natur ist ihr größtes Kapital.
Die Länge im Vergleich
Hundertvierzehn Kilometer sind eine mittlere Streckenlänge.
Doch in ihnen steckt ein großer Höhenunterschied.
Die Bahn fällt von den Bergen bis zum Meer.
Entscheidend ist hier das Zusammenspiel von Länge und Gefälle.
Jeder Kilometer führt tiefer ins Tal hinab.
So wird aus der Fahrt ein stetiger Abstieg.
Warum die Zahl mehr ist
Die 114 Kilometer sind mehr als eine nüchterne Angabe.
Sie beschreiben den Weg von den Bergen zum Fjord.
In ihnen stecken Tunnel, Brücken und steile Täler.
Zugleich tragen sie ein Stück Kriegsgeschichte.
Von der Trollwand bis zum Meer reicht die Spanne.
So wird die Länge zum Maß eines großen Erlebnisses.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
Warum Verlässlichkeit so wichtig ist
Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.
Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.
Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.
Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.
Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.
Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
