Zahlen, bitte!
„Das Öchsle tuckert seit über hundert Jahren mit schmaler Spur durch die Hügel Oberschwabens.“
Wie lang ist die Öchsle-Bahn?
→ Eine Strecke in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Museumsstrecke des Öchsle von Warthausen nach Ochsenhausen ist rund 19 Kilometer lang. Die ganze historische Bahn von Biberach nach Ochsenhausen maß 22,22 Kilometer.
Das Öchsle ist eine württembergische Schmalspurbahn mit 750 Millimetern Spurweite in Oberschwaben.
Seit 1985 verkehrt auf dem verbliebenen Abschnitt zwischen Warthausen und Ochsenhausen eine Museumsbahn.
Die Länge der Strecke lässt sich aus den alten Kilometrierungen genau ablesen.

Die wichtigsten Zahlen
19 km
Museumsstrecke heute
Warthausen–Ochsenhausen
22,22 km
historische Gesamtlänge
Biberach–Ochsenhausen
750 mm
Spurweite
Schmalspur
Die größte Steigung erreicht 25 Promille, der höchste Punkt liegt bei 598 Metern über dem Meer.
Die kurze Antwort
Die heutige Museumsstrecke des Öchsle von Warthausen nach Ochsenhausen ist rund 19 Kilometer lang.
Die ganze historische Bahn reichte weiter, von Biberach an der Riß bis Ochsenhausen, und maß 22,22 Kilometer.
Der Abschnitt zwischen Biberach und Warthausen wurde jedoch schon 1964 stillgelegt.
Seit 1985 fährt auf dem erhaltenen Teilstück eine Museumsbahn.

Zwischen Biberach und Ochsenhausen
Das Öchsle verläuft vollständig im oberschwäbischen Landkreis Biberach.
Es durchquert dabei das Gebiet der Gemeinden Warthausen, Maselheim und Ochsenhausen.
Die Strecke windet sich durch eine sanft hügelige Landschaft mit Feldern und Wäldern.
Parallel zur Bahn führt heute der beliebte Öchsle-Radweg.
Gut zu wissen
Der Name Öchsle ist der volkstümliche Name der Bahn und bis heute ihr Markenzeichen.
Parallel zur Strecke verläuft der Öchsle-Radweg, der Bahn und Radtour verbindet.
Rund 19 Kilometer Museumsstrecke
In der Kilometrierung liegt Warthausen bei Streckenkilometer 3,24.
Ochsenhausen bildet mit Kilometer 22,22 das Ende der alten Strecke.
Daraus ergibt sich für die heutige Museumsfahrt eine Länge von knapp 19 Kilometern.
Für eine Schmalspurbahn ist das eine ausgewachsene Reise.
Die schmale 750-Millimeter-Spur
Die Schienen des Öchsle liegen nur 750 Millimeter auseinander.
Diese enge Spur war für Nebenbahnen günstig und ließ enge Kurven zu.
Württemberg baute mehrere solcher 750-Millimeter-Bahnen in seinen ländlichen Regionen.
Güter mussten an der Übergangsstelle zwischen schmaler und normaler Spur umgeladen werden.
Steigung bis 25 Promille
Auf ihrem Weg überwindet die Bahn einen Höhenzug zwischen mehreren Tälern.
Dabei erreicht sie Steigungen von bis zu 25 Promille, also 1 zu 40.
Der Scheitelpunkt liegt bei 598 Metern über dem Meer, zwischen Wennedach und Reinstetten.
Diese Stelle erreicht die Strecke bei Kilometer 15,7.
Umladen in Warthausen
In Warthausen traf die Schmalspur auf das normalspurige Netz.
Dort gab es Rollbockgruben, um Normalspurwagen auf die schmale Spur zu heben.
Ein Empfangsgebäude und eine Personenunterführung erleichterten den Übergang.
So konnten Güter zwischen beiden Spurweiten wechseln.
Von der Nebenbahn zum Museum
Den Abschnitt Warthausen–Ochsenhausen eröffnete die Bahn 1899.
Jahrzehntelang beförderte das Öchsle Menschen und Güter der Region.
Mit der wachsenden Straßenkonkurrenz schwand der Verkehr.
Nach dem Ende des regulären Betriebs rettete ein Verein die Strecke.
Seit 1985 fährt die Museumsbahn
Die Öchsle Schmalspurbahn GmbH pachtete die verbliebenen Anlagen von der öffentlichen Hand.
Seit 1985 verkehren an Fahrtagen wieder Züge zwischen Warthausen und Ochsenhausen.
Oft ziehen historische Dampflokomotiven die alten Wagen.
Das Öchsle ist damit ein lebendiges Museum auf Schienen.
Dampf durch Oberschwaben
Die gemächliche Fahrt zeigt die Landschaft Oberschwabens aus Höhe der Gleise.
Unterwegs liegen kleine Bahnhöfe und Haltepunkte aus der Blütezeit der Bahn.
Für viele Gäste ist die Fahrt ein Ausflug in eine ruhigere Zeit.
Der parallele Radweg verbindet Bahn und Natur zu einem Tagesausflug.
Der höchste Punkt auf 598 Metern
Der Scheitelpunkt der Strecke markiert die Wasserscheide zwischen zwei Talsystemen.
Von dort fällt die Bahn wieder in Richtung Ochsenhausen ab.
Solche Scheitelpunkte bestimmten früher, wie stark eine Lok ziehen musste.
Die 598 Meter sind für das Alpenvorland ein ordentlicher Wert.
Die Länge im Vergleich
Mit rund 19 Kilometern gehört das Öchsle zu den längeren erhaltenen 750-Millimeter-Bahnen.
Viele Museumsbahnen betreiben heute nur wenige Kilometer Gleis.
Dass fast die gesamte Strecke Warthausen–Ochsenhausen erhalten blieb, ist ein Glücksfall.
Die alte Kilometrierung macht die Länge bis heute nachprüfbar.
Ein Ausflug mit dem Öchsle
Ein Fahrtag mit dem Öchsle verbindet Technikgeschichte mit Landschaft.
Bahnhöfe, Dampf und Pfiff versetzen die Gäste in die Zeit der Lokalbahnen.
Die Bahn trägt zugleich zum Tourismus in Oberschwaben bei.
So bleibt die schmale Spur auch im 21. Jahrhundert in Betrieb.
Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
