Zahlen, bitte!
„Einsteigen bitte: Es geht 46 Kilometer in die Blauen Berge.“
Wie lang ist die Nilgiri-Bergbahn?
→ Eine Zahnradbahn in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Nilgiri-Bergbahn ist 46 Kilometer lang. Auf dieser Strecke liegen 208 Kurven, 16 Tunnel und 250 Brücken.
Eine Bahn kann kurz wirken und doch lange brauchen.
Die Nilgiri-Bergbahn in Südindien ist dafür ein gutes Beispiel.
Ihre Länge erklärt sich erst mit Blick auf die Berge.

Die wichtigsten Zahlen
46 km
Streckenlänge
Mettupalayam–Ooty
1000 mm
Spurweite
Meterspur
1899
fertiggestellt
Abt-Zahnstange
Es ist die einzige Zahnradbahn Indiens.
Indiens einzige Zahnradbahn
Die Nilgiri-Bergbahn liegt in Südindien.
Ihr englischer Name ist Nilgiri Mountain Railway.
Sie verbindet Mettupalayam mit dem Bergort Udagamandalam.
Dieser Ort ist auch als Ooty bekannt.
Beide liegen im Bundesstaat Tamil Nadu.
Es ist die einzige Zahnradbahn Indiens.

Die Frage nach der Länge
Wie lang ist diese Bergbahn eigentlich?
Der Zug legt eine Strecke von 46 Kilometern zurück.
Das entspricht 28 Meilen im angloamerikanischen Maß.
Auf diesem Weg fährt er durch 208 Kurven.
Dazu kommen 16 Tunnel und 250 Brücken.
Die 46 Kilometer sind also alles andere als geradlinig.
Gut zu wissen
Die Bahn ist die einzige Zahnradbahn Indiens und fährt nach dem Abt-System.
Sie zählt zum UNESCO-Welterbe der Bergbahnen Indiens.
Technik mit Zahnstange
An den steilsten Stellen reicht die Reibung der Räder nicht.
Deshalb nutzt die Bahn eine Zahnstange zwischen den Schienen.
Sie arbeitet nach dem Abt-System.
Dieses System geht auf den Schweizer Ingenieur Roman Abt zurück.
Die Zahnstange gibt dem Zug auf der Rampe Halt.
Ohne sie wäre der Aufstieg nicht möglich.
Meterspur im Gebirge
Die Nilgiri-Bergbahn fährt auf einer Spurweite von 1000 Millimetern.
Das nennt man Meterspur.
Sie ist schmaler als die europäische Normalspur.
Mit anderen Schmalspurbahnen ist sie nicht verbunden.
Die schmale Spur passt gut in enges Gelände.
Sie ist typisch für viele Bergstrecken.
Ein langer Weg bis zur Fertigstellung
Geplant wurde die Bahn schon seit 1845.
Doch bis zur Fertigstellung vergingen Jahrzehnte.
Erst 1899 war die Strecke von den Briten vollendet.
Die Pläne stammten vom Schweizer Niklaus Riggenbach.
Riggenbach war ein Pionier des Zahnradbahnbaus.
So kam Schweizer Technik in die indischen Berge.
Vom Betreiber zum Betreiber
Zunächst führte die Madras Railway den Betrieb.
Ab 1908 übernahm die South Indian Railway die Strecke.
Heute gehört sie zur Indischen Staatsbahn.
Die 46 Kilometer blieben dabei dieselben.
Nur die Namen der Betreiber wechselten.
Die Strecke selbst blieb bestehen.
Dampf schiebt den Berg hinauf
Auf den steilen Abschnitten unterhalb von Coonoor helfen Dampfloks.
Sie schieben die Züge den Berg hinauf.
Gebaut wurden diese Maschinen in Winterthur.
Dort sitzt die Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik.
Die Loks drücken, statt zu ziehen.
So bleiben die Wagen sicher auf der Rampe.
46 Kilometer voller Kurven
208 Kurven auf 46 Kilometern sind eine hohe Zahl.
Im Schnitt folgt alle gut 200 Meter eine neue Biegung.
Dazwischen durchfährt der Zug 16 Tunnel.
250 Brücken führen über Schluchten und Bäche.
Jedes dieser Bauwerke kostete Mühe und Zeit.
Die Zahlen zeigen, wie aufwendig die Strecke ist.
Der Zubringer ins Tiefland
Mettupalayam ist der untere Endpunkt der Bergbahn.
Von dort fährt ein Anschlusszug ins Land hinaus.
Dieser Zug trägt Namen wie Nilgiri Express.
Auch Blue Mountain Express ist gebräuchlich.
Er verbindet die Berge mit der Fernstrecke nach Chennai.
So wird Ooty an das große Netz angebunden.
Ein Ziel in den Bergen
Ooty liegt im Nilgiri-Gebirge.
Die Berge gaben der Bahn ihren Namen.
Nilgiri bedeutet so viel wie Blaue Berge.
Die Höhe macht das Klima kühler als im Tiefland.
Das machte Ooty früh zu einem beliebten Ziel.
Die Bahn brachte die Gäste bequem nach oben.
Was die Länge erzählt
46 Kilometer klingen nach einer kurzen Strecke.
Doch Kurven, Tunnel und Steigung machen daraus eine lange Reise.
Der Zug braucht für den Weg mehrere Stunden.
Jeder Kilometer ist dem Berg abgerungen.
Seit 1899 fährt die Bahn diese Strecke.
Die 46 Kilometer sind ihr unverwechselbares Maß.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
Warum Verlässlichkeit so wichtig ist
Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.
Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.
Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.
Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.
Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.
Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.
