Zahlen, bitte!
„Dampf im Kandertal: 12,9 Kilometer von Haltingen hinauf nach Kandern mit dem Chanderli.“
Wie lang ist die Kandertalbahn?
→ Eine Museumsbahn in Zahlen.
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Kurz gesagt
Die Kandertalbahn in Südbaden ist 12,9 Kilometer lang und führt von Haltingen hinauf nach Kandern. 12,9 Kilometer überwindet die als Chanderli bekannte Museumsbahn, dabei klettert sie 77 Meter in die Höhe.
Im äußersten Südwesten Deutschlands zweigt bei Haltingen eine kleine Bahn von der großen Rheintalstrecke ab.
Sie klettert gemächlich das Kandertal hinauf bis in das Städtchen Kandern.
Als Museumsbahn trägt sie den liebevollen Namen Chanderli.

Die wichtigsten Zahlen
12,9 km
Länge der Strecke
Haltingen–Kandern
77 m
Höhenunterschied
hinauf nach Kandern
1895
in Betrieb genommen
seit 1986 Museumsbetrieb
Die Bahn zweigt in Haltingen von der Rheintalbahn ab und führt als Stichstrecke hinauf nach Kandern.
Knapp dreizehn Kilometer durchs Kandertal
Die Kandertalbahn ist 12,9 Kilometer lang.
Sie führt von Haltingen hinauf in das Städtchen Kandern.
Die Strecke folgt dabei dem Lauf des Flusses Kander.
Für diese kurze Strecke nimmt sich die Bahn viel Zeit.

Von Haltingen nach Kandern
Ausgangspunkt der Bahn ist der Ort Haltingen.
Dort zweigt sie von der großen Rheintalbahn ab.
Von da an verläuft sie als eigene Stichstrecke.
Ihr Ziel ist das Städtchen Kandern im Markgräflerland.
Gut zu wissen
Der Spitzname Chanderli zeigt, wie eng die Bahn mit dem Dialekt und dem Tal der Kander verbunden ist.
Weil die Strecke in normaler Spur liegt, können historische Fahrzeuge der großen Eisenbahn hier ohne Umbau fahren.
Siebenundsiebzig Meter bergauf
Auf ihrem Weg überwindet die Bahn einen Höhenunterschied von 77 Metern.
Von der Rheinebene geht es langsam ins Hügelland hinauf.
Die Steigung ist für die kleinen Dampfzüge gut zu bewältigen.
Am Ende der Fahrt liegt Kandern deutlich höher als der Start.
Normale Spur, kleine Bahn
Anders als viele Museumsbahnen fährt die Kandertalbahn in normaler Spur.
Ihre Gleise sind so breit wie die der großen Eisenbahn.
Dadurch konnte sie früher direkt an die Rheintalbahn anschließen.
Als Stichstrecke blieb sie dennoch eine kleine, überschaubare Bahn.
In Betrieb seit 1895
Die Kandertalbahn wurde am 1. Mai 1895 in Betrieb genommen.
Damit gehört sie zu den älteren Bahnen der Region.
Von Beginn an verband sie Kandern mit dem Rheintal.
Güter und Fahrgäste nutzten die Strecke über viele Jahrzehnte.
Wechselnde Betreiber
Schon 1899 übernahm eine eigene Eisenbahngesellschaft die Bahn.
Im Jahr 1963 ging sie an die Südwestdeutsche Verkehrs-AG über.
Mehrere Gesellschaften prägten so die Geschichte der Strecke.
Immer blieb die Bahn dabei eine kleine Nebenstrecke.
Vom Alltag zum Museum
Lange diente die Bahn dem ganz normalen Verkehr im Tal.
Mit der Zeit übernahmen Straße und Bus immer mehr Fahrten.
Der regelmäßige Alltagsverkehr lohnte sich schließlich nicht mehr.
Seit 1986 verkehren auf der Strecke regelmäßig nur noch Museumszüge.
Das Chanderli
Im Volksmund heißt die Bahn liebevoll Chanderli.
Der Name stammt aus dem alemannischen Dialekt der Region.
Er leitet sich vom Fluss Kander und vom Tal ab.
Unter diesem Namen ist die Bahn weit über die Gegend hinaus bekannt.
Museumsbetrieb seit 1969
Schon seit 1969 gab es auf der Strecke einen Museumsbetrieb.
Zunächst fuhren historische Fahrzeuge an einzelnen Tagen.
Nach dem Ende des regulären Betriebs wurde dieser Betrieb fortgeführt.
So blieb die alte Bahn für Ausflügler erhalten.
Wer die Bahn heute trägt
Heute wird die Bahn von einem Zweckverband und einem Verein getragen.
Sie kümmern sich um Gleise, Fahrzeuge und den Fahrplan.
Viele Arbeiten übernehmen ehrenamtliche Helfer.
Ohne dieses Engagement gäbe es die Fahrten heute nicht mehr.
Dampf im Kandertal
An vielen Betriebstagen zieht eine Dampflokomotive den Zug.
Das Schnaufen der Maschine gehört für die Gäste zum Erlebnis.
Alte Wagen sorgen für das passende Bild vergangener Zeiten.
Die Fahrt wird so zu einer kleinen Reise in die Geschichte.
Ausflug im Dreiländereck
Die Bahn liegt in der Nähe des Dreiländerecks bei Basel.
Hier treffen Deutschland, Frankreich und die Schweiz aufeinander.
Viele Gäste verbinden die Fahrt mit einem Ausflug in die Region.
Kandern und das Markgräflerland bieten Ziele für einen ganzen Tag.
Warum solche Bahnen erhalten bleiben
Viele kleine Nebenstrecken wurden im Lauf der Zeit aufgegeben.
Einige davon leben als Museumsbahnen weiter.
Sie bewahren alte Fahrzeuge und ein Stück Technikgeschichte.
Zugleich sind sie ein beliebtes Ziel für Familien und Bahnfreunde.
Das Fazit
Die Kandertalbahn ist 12,9 Kilometer lang und führt von Haltingen hinauf nach Kandern.
Dabei überwindet sie einen Höhenunterschied von 77 Metern.
Als Museumsbahn Chanderli hält sie seit 1986 ein Stück Südbadens Verkehrsgeschichte lebendig.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
