Zahlen, bitte!
„Mit Dampf und Zahnrad klettert die Furka-Bergstrecke im Sommer über den Alpenpass.“
Wie lang ist die Dampfbahn Furka-Bergstrecke?
→ Eine Gebirgsbahn in Zahlen.
Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Zahlen, bitte!
Kurz gesagt
Die Dampfbahn Furka-Bergstrecke ist rund 18 Kilometer lang und führt von Realp nach Oberwald. Ihr höchster Punkt liegt auf 2160 Metern über dem Meer.
Die Dampfbahn Furka-Bergstrecke ist eine meterspurige Zahnradbahn in den Schweizer Alpen.
Sie führt von Realp im Kanton Uri durch einen Tunnel unter dem Furkapass nach Oberwald im Wallis.
Betrieben wird sie von einem gemeinnützigen Verein, vor allem mit ehrenamtlichen Helfern.

Die wichtigsten Zahlen
rund 18 km
Strecke Realp–Oberwald
Zahnradbahn, Meterspur
2160 m
höchster Punkt
Station Furka
118 ‰
größte Steigung
System Abt
Der Scheiteltunnel unter dem Furkapass ist 1874 Meter lang.
Die kurze Antwort
Die ganze Strecke zwischen Realp und Oberwald ist rund 18 Kilometer lang.
Sie ist meterspurig und überwindet die großen Steigungen mit einer Zahnstange.
Ihr höchster Punkt liegt bei der Station Furka auf 2160 Metern über dem Meer.
Im Sommer verkehren dort wieder Dampfzüge.

Über den Furkapass
Die Bahn verbindet den Kanton Uri mit dem Kanton Wallis.
Dazu quert sie den Furkapass in einem Scheiteltunnel.
Von Realp steigt sie hinauf zur Passhöhe und fällt dann ins Rhonetal ab.
Unterwegs liegt die berühmte Station Gletsch.
Gut zu wissen
Die Station Furka auf 2160 Metern ist der höchste Punkt der Strecke.
Bei Oberwald trifft die Bergstrecke wieder auf die Matterhorn-Gotthard-Bahn.
Rund 18 Kilometer über die Alpen
Realp liegt auf 1538 Metern über dem Meer.
Von dort steigt die Bahn zum Kulminationspunkt bei der Station Furka auf 2160 Meter.
Danach geht es über Gletsch auf 1757 Metern hinab.
Oberwald auf 1366 Metern bildet das andere Ende der rund 18 Kilometer langen Strecke.
Der Scheiteltunnel
Unter der Passhöhe führt der Scheiteltunnel durch den Berg.
Er ist 1874 Meter lang.
In ihm kommt die Bahn ohne Zahnstange aus.
Mit einem Gefälle von 35 Promille wechselt sie dort ins Rhonetal.
Steigung bis 118 Promille
In den steilsten Abschnitten greift ein Zahnrad in eine Zahnstange.
Dort erreicht die Bahn Steigungen von bis zu 118 Promille.
Verwendet wird das Zahnstangensystem Abt.
In den flacheren Abschnitten fährt die Bahn allein über die Reibung der Räder.
Zahnrad statt Reibung allein
Eine normale Bahn würde an solchen Steigungen durchdrehen.
Deshalb greift bei einer Zahnradbahn ein Zahnrad in eine Zahnstange im Gleis.
So kann der Zug sicher steigen und bremsen.
Gerade im Hochgebirge ist diese Technik unverzichtbar.
Der Bau ab 1911
Den Bau der Zahnradstrecke begann 1911 die Brig-Furka-Disentis-Bahn.
1915 musste er wegen des Ersten Weltkriegs eingestellt werden.
Finanzielle und technische Probleme kamen hinzu.
1923 ging die Gesellschaft in Konkurs.
Die Furka-Oberalp-Bahn
Ab 1924 übernahm die neu gegründete Furka-Oberalp-Bahn die Strecke.
1942 wurde die Bahn mit einer Oberleitung elektrifiziert.
Bis 1981 war die Bergstrecke Teil dieser durchgehenden Alpenbahn.
Sie verband Brig über die Furka mit Andermatt und Disentis.
Das Ende der Bergstrecke
Ab 1973 wurde der Furka-Basistunnel gebaut.
Er sollte den Verkehr ganzjährig und wettersicher führen.
Damit war das Betriebsende der hohen Bergstrecke absehbar.
1981 verlor die Strecke über den Pass ihre Aufgabe.
Ein Verein baut zurück
Die aufgegebene Bergstrecke drohte zu verschwinden.
Ein Verein setzte sich den Wiederaufbau zum Ziel.
Heute betreibt die gemeinnützige DFB-Dampfbahn-Furka-Bergstrecke AG die Strecke.
Viele Arbeiten leisten freiwillige Helfer unentgeltlich.
Dampf im Sommer
In der schneefreien Zeit verkehren wieder Dampfzüge über die Furka.
Die Fahrt führt durch eine hochalpine Landschaft.
Der Blick reicht über Gletscher, Pässe und Täler.
Für viele Gäste ist die Strecke ein Höhepunkt der Alpen.
Die Zahlen im Vergleich
Rund 18 Kilometer und 2160 Meter Höhe machen die Strecke zu einer echten Hochgebirgsbahn.
Die Steigung von 118 Promille gehört zu den großen Werten im Zahnradbetrieb.
Zahlen wie diese zeigen die Leistung der Erbauer und Erhalter.
Sie erklären zugleich den Aufwand des Wiederaufbaus.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
Der Zug als umweltfreundliche Wahl
Wer mit dem Zug fährt, entscheidet sich fast immer für die grünere Variante.
Die Schiene führt viele Menschen gleichzeitig mit wenig Energie ans Ziel.
Sie braucht weniger Fläche als eine Autobahn und zerschneidet die Landschaft weniger.
Auch in der Stadt hält die Bahn die Luft sauberer und die Straßen freier.
Jeder Umstieg vom Auto in den Zug ist ein Gewinn für die Umwelt.
So verbindet die Bahn das Reisen mit einem guten Gewissen.
