Zahlen, bitte!
„Sehr geehrte Fahrgäste, vor Ulm geht es gut acht Kilometer in den Berg: willkommen im Albvorlandtunnel.“
Wie lang ist der Albvorlandtunnel?
→ Ein Tunnel in Zahlen.
Lesezeit: 8 Minuten · Schalter: Zahlen, bitte!
Kurz gesagt
Der Albvorlandtunnel gehört zur Neubaustrecke Wendlingen–Ulm. Er ist 8174 Meter lang und wird mit bis zu 250 Kilometern pro Stunde durchfahren. Damit zählt er zu den zehn längsten Eisenbahntunneln Deutschlands.
Am Fuß der Schwäbischen Alb verschwindet die schnelle Bahn im Berg.
Dort liegt der Albvorlandtunnel.
Auf über acht Kilometern führt er die Gleise durchs Gestein.

Der Albvorlandtunnel in Zahlen
8174 m
Länge
rund 8,2 Kilometer
250 km/h
zugelassenes Tempo
durchgehend befahrbar
2
Röhren
je eine pro Fahrtrichtung
Top 10
in Deutschland
einer der zehn längsten Eisenbahntunnel
Quelle: Wikipedia „Albvorlandtunnel“. Werte gerundet, Stand 2026.
Die kurze Antwort
Der Albvorlandtunnel ist 8174 Meter lang.
Das sind rund 8,2 Kilometer.
Er gehört zur Neubaustrecke Wendlingen–Ulm.
Die Züge fahren mit bis zu 250 Kilometern pro Stunde hindurch.
Damit zählt er zu den zehn längsten Eisenbahntunneln Deutschlands.

Gut acht Kilometer
Bei vollem Tempo ist der Tunnel in etwa zwei Minuten durchfahren.
So lange bleibt es für die Fahrgäste dunkel.
Für Züge aus Stuttgart ist es der erste lange Tunnel Richtung Ulm.
Seine Länge ist für deutsche Verhältnisse beachtlich.
Nur wenige Tunnel im Land sind länger.
Gut zu wissen
Die Neubaustrecke Wendlingen–Ulm ging im Dezember 2022 in Betrieb und verkürzt die Fahrzeit zwischen Stuttgart und Ulm deutlich.
Moderne Eisenbahntunnel erhalten aus Sicherheitsgründen meist zwei getrennte Röhren mit Querverbindungen.
Zwei getrennte Röhren
Der Tunnel besteht aus zwei getrennten Röhren.
Für jede Fahrtrichtung gibt es eine eigene.
Quergänge verbinden die beiden Röhren.
Im Notfall dienen sie als Fluchtweg.
Diese Bauweise entspricht dem heutigen Sicherheitsstandard.
Teil der Neubaustrecke Wendlingen–Ulm
Die Neubaustrecke verkürzt die Fahrt zwischen Stuttgart und Ulm.
Sie gehört zum großen Bahnprojekt im Raum Stuttgart.
Der Albvorlandtunnel ist eines ihrer Bauwerke.
Gemeinsam mit weiteren Tunneln führt die Strecke durch die Alb.
Seit Dezember 2022 ist die Neubaustrecke in Betrieb.
Unter dem Albvorland
Der Tunnel verläuft unter dem Vorland der Schwäbischen Alb.
Daher hat er seinen Namen.
Er unterfährt unter anderem den Ort Lindorf bei Kirchheim unter Teck.
Oben bleibt die Landschaft unberührt.
Unten rollt der Verkehr durch den Berg.
Unter der Autobahn A8
Auf seinem Weg kreuzt der Tunnel die Autobahn A8.
Er unterquert sie im Bereich der Anschlussstelle Kirchheim-Ost.
Straße und Schiene teilen sich so denselben Raum.
Die Autofahrer oben merken davon nichts.
Die Bahn läuft störungsfrei darunter hindurch.
Durchgehend Tempo 250
Der Tunnel ist durchgehend für 250 km/h ausgelegt.
So verliert der schnelle Zug im Berg kein Tempo.
Das beschleunigt die Achse Stuttgart–Ulm–München.
Reisezeiten werden dadurch spürbar kürzer.
Der Tunnel trägt seinen Teil dazu bei.
Bau und Inbetriebnahme
Gebaut wurde der Tunnel in den 2010er Jahren.
Riesige Maschinen trieben die Röhren durch den Untergrund.
Danach folgten Gleise, Oberleitung und Technik.
Mit der Neubaustrecke ging der Tunnel 2022 in Betrieb.
Seither trägt er den schnellen Verkehr.
Zum Vergleich
Der nahe Fildertunnel ist mit rund 9,5 Kilometern noch länger.
Der Landrückentunnel in Hessen führt mit 10,8 Kilometern die Liste an.
Der Albvorlandtunnel folgt dahinter in der Spitzengruppe.
Alpine Basistunnel sind um ein Vielfaches länger.
Innerhalb Deutschlands aber gehört er zu den längsten.
Was die Zahl im Alltag heißt
Für die Reisenden ist der Tunnel nur ein kurzer dunkler Abschnitt.
Kaum jemand ahnt, wie lang er wirklich ist.
Für die Bahn ist er ein Schlüsselbauwerk.
Er macht die schnelle Fahrt durch die Alb erst möglich.
Die 8174 Meter arbeiten dafür im Verborgenen.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
Die Bahn als Teil des Alltags
Für Millionen Menschen gehört die Bahn ganz selbstverständlich zum Tag dazu.
Sie bringt Pendler zur Arbeit, Schüler zur Schule und Familien zu Ausflügen.
Am Bahnsteig treffen sich für einen Moment die unterschiedlichsten Lebenswege.
Der eine liest, die andere telefoniert, ein Dritter döst vor sich hin.
So ist der Zug nicht nur ein Fahrzeug, sondern ein Stück gelebter Alltag.
Und genau das macht die Bahn zu einem so besonderen öffentlichen Ort.
Warum Verlässlichkeit so wichtig ist
Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.
Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.
Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.
Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.
Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.
Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.
