Zahlen, bitte!
„Bitte einsteigen: Die Straßenbahn von Toronto rollt auf rund 75 Kilometern durch die größte Stadt Kanadas.“
Wie lang ist das Straßenbahnnetz von Toronto?
→ Ein Netz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Das Straßenbahnnetz von Toronto ist rund 75 Kilometer lang und damit das größte klassische Netz in ganz Nordamerika. Es fährt in einer weltweit einzigartigen Spurweite.
In Nordamerika haben die meisten Städte ihre Straßenbahnen vor langer Zeit abgeschafft.
Toronto gehört zu den wenigen großen Ausnahmen und hält an seinen Straßenbahnen fest.
Wer nach der Länge dieses Netzes fragt, bekommt eine klare Zahl.

Die wichtigsten Zahlen
75 km
Streckennetz
größtes in Nordamerika
1861
erste Pferdebahn
Beginn der Geschichte
1495 mm
Spurweite
weltweit einzigartig
Das Netz verläuft zum größten Teil im Zentrum und am Ufer des Ontariosees.
75 Kilometer durch Toronto
Das Straßenbahnnetz von Toronto ist rund 75 Kilometer lang.
Es erstreckt sich vor allem über das Stadtzentrum und das Ufer des Ontariosees.
Damit ist es ein dichtes Netz auf vergleichsweise kleiner Fläche.
Für den Alltag vieler Menschen ist die Straßenbahn das wichtigste Verkehrsmittel.
Sie ergänzt die U-Bahn und die Busse der Stadt.

Das größte Netz Nordamerikas
Mit 75 Kilometern ist es das größte Straßenbahnnetz des gesamten Kontinents.
In vielen anderen Städten Nordamerikas verschwanden die Straßenbahnen schon vor Jahrzehnten.
Toronto ist damit eines der wenigen verbliebenen klassischen Systeme.
Das macht die Stadt unter Verkehrsfreunden besonders bekannt.
Gut zu wissen
Die roten Straßenbahnen gehören so fest zu Toronto, dass sie oft auf Postkarten und in Filmen auftauchen.
Weil die Stadt weiter wächst, werden einzelne Strecken ausgebaut und mit modernen Niederflurwagen bedient.
Straßenbündig durch die Stadt
Die Bahnen fahren überwiegend straßenbündig, also mitten auf der Fahrbahn.
Sie teilen sich den Platz oft mit Autos und Fahrrädern.
Das gibt dem Straßenbild von Toronto ein eigenes Gepräge.
An vielen Kreuzungen gehören die roten Wagen fest ins Bild.
Die Anfänge im Jahr 1861
Die Geschichte der Straßenbahn reicht bis ins Jahr 1861 zurück.
Damals eröffnete eine Pferdebahn den ersten Betrieb.
Gegründet wurde sie von einer Gruppe von Geschäftsleuten als Toronto Street Railway.
Die Stadt vergab dafür eine eigene Konzession.
Strom ab den 1890er Jahren
In den Jahren 1892 bis 1894 wurde das Netz elektrifiziert.
Aus der Pferdebahn wurde so eine moderne elektrische Straßenbahn.
Die Wagen wurden schneller, größer und zuverlässiger.
Das Netz konnte dadurch kräftig wachsen.
Die TTC übernimmt 1921
Im Jahr 1921 übernahm die Toronto Transit Commission den Betrieb.
Diese städtische Gesellschaft führte die vielen einzelnen Strecken zusammen.
Bis 1927 kamen auch Strecken im Umland hinzu.
Seitdem ist die TTC das Rückgrat des Nahverkehrs in Toronto.
Eine Spurweite für sich allein
Toronto besitzt eine weltweit einzigartige Spurweite von 1495 Millimetern.
Keine andere Straßenbahn der Welt nutzt dieses Maß.
Es liegt etwas über der sonst üblichen Normalspur.
Damit ist das Netz technisch ein echter Sonderfall.
Was die eigene Spur bedeutet
Wegen der besonderen Spur passen keine normalen Fahrzeuge von der Stange auf die Gleise.
Die Wagen müssen eigens für Toronto gebaut werden.
Das macht die Beschaffung aufwendiger als in anderen Städten.
Dafür bleibt das System ganz bei sich und seiner Tradition.
Teil eines größeren Nahverkehrs
Die Straßenbahn ist nur ein Teil des Verkehrs in Toronto.
Dazu gehören auch eine U-Bahn und ein dichtes Busnetz.
An vielen Knoten greifen diese Netze ineinander.
Gemeinsam bewegen sie täglich sehr viele Menschen.
Ein Überbleibsel aus alter Zeit
Dass Toronto seine Straßenbahn behielt, war lange keine Selbstverständlichkeit.
Andere Städte rissen ihre Gleise für den Autoverkehr heraus.
Heute gilt das Festhalten als weitsichtige Entscheidung.
Die 75 Kilometer sind damit auch ein Stück gelebte Geschichte.
Warum sich der Blick aufs Detail lohnt
Der Bahnbetrieb steckt voller kleiner Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt.
Und doch hängt der reibungslose Ablauf oft genau an diesen Kleinigkeiten.
Ein einziges Bauteil kann darüber entscheiden, ob ein Zug rollt oder steht.
Wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Alltag eine erstaunlich feine Technik.
Dieses Zusammenspiel unzähliger Teile ist die eigentliche Leistung der Bahn.
Es lohnt sich, dem scheinbar Selbstverständlichen einmal Beachtung zu schenken.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
