Zahlen, bitte!
„Nächster Halt: Portugal, wo die Gleise ein kleines Stück breiter sind als bei uns.“
Wie lang ist das Schienennetz Portugals?
→ Ein Netz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Das von der Gesellschaft Comboios de Portugal befahrene Schienennetz umfasst etwa 2600 Kilometer. Gebaut ist es in iberischer Breitspur mit 1668 Millimetern, passend zum Nachbarn Spanien.
Portugal liegt am westlichen Rand Europas, und sein Bahnnetz richtet sich stark nach Spanien aus.
Die staatliche Gesellschaft Comboios de Portugal befährt ein Netz von etwa 2600 Kilometern.
Eine Besonderheit ist die Spurweite, die breiter ist als die mitteleuropäische Normalspur.

Die wichtigsten Zahlen
~2600 km
Länge des befahrenen Netzes
Betreiber ist CP
1668 mm
iberische Breitspur
kompatibel mit Spanien
329 km
Hauptstrecke Lissabon–Porto
Strecke des Alfa Pendular
Die Angaben beziehen sich auf das von Comboios de Portugal befahrene Netz.
Die Kernzahl
Das von Comboios de Portugal befahrene Schienennetz umfasst etwa 2600 Kilometer.
Es reicht von Valença ganz im Norden bis nach Lagos und Vila Real de Santo António im Süden.
Für ein vergleichsweise kleines Land ist das eine solide Abdeckung entlang der Küsten.

Die iberische Breitspur
Die auffälligste Zahl ist nicht die Länge, sondern die Spurweite.
Portugals Gleise sind 1668 Millimeter breit und damit breiter als die mitteleuropäische Normalspur von 1435 Millimetern.
Diese iberische Breitspur ist mit der des Nachbarn Spanien kompatibel.
Gut zu wissen
Die iberische Breitspur von 1668 Millimetern teilen sich Portugal und Spanien.
Sie ist breiter als die Normalspur, die in Deutschland und den meisten anderen Ländern Europas üblich ist.
Warum die Spur breiter ist
Auf der Iberischen Halbinsel entschied man sich früh für eine breitere Spur als im übrigen Europa.
Spanien und Portugal teilen diese Spurweite bis heute.
Für durchgehende Züge nach Mitteleuropa ist das eine echte Hürde, weil dort die Normalspur gilt.
Von Norden nach Süden
Das Netz zieht sich am Atlantik entlang nach Süden.
Im Norden liegt mit Valença die Grenze zu Spanien, im Süden reichen die Linien bis an die Algarve.
So verbindet die Bahn die großen Städte des Landes miteinander.
Der schnelle Alfa Pendular
Im Fernverkehr fährt die Zuggattung Alfa Pendular.
Das sind Hochgeschwindigkeitszüge mit Neigetechnik, die ihren Namen an den italienischen Pendolino anlehnen.
Seit 2006 besteht diese Gattung komplett aus Zügen mit Neigetechnik.
Ihre wichtigste Strecke zwischen Lissabon und Porto ist 329 Kilometer lang.
Die Zuggattungen im Überblick
Neben dem Alfa Pendular gibt es die Gattung Intercidades, vergleichbar mit einem InterCity.
Das Basisangebot bilden die Regionalzüge in den Provinzen.
In den Ballungsräumen Lissabon und Porto sorgen die Urbano-Züge für den Nahverkehr.
Grenzüberschreitende Züge
Vom Netz gehen einige internationale Verbindungen aus.
Der Lusitânia fährt von Lissabon nach Madrid, der Sud-Express Richtung französische Grenze.
Im Norden verbindet der Celta Porto mit dem spanischen Vigo.
Was Gesamtlänge bedeutet
Die Länge zählt die Strecken, nicht jedes einzelne Gleis.
Eine zweigleisige Strecke erscheint in der Statistik nur einmal.
Darum sagt die Kilometerzahl allein noch nichts über die Kapazität einzelner Abschnitte.
Im Vergleich mit Spanien
Der große Nachbar Spanien hat ein deutlich längeres Netz.
Portugals rund 2600 Kilometer wirken dagegen bescheiden.
Dafür ist das portugiesische Netz auf die bevölkerungsreichen Küstenregionen konzentriert.
Am westlichen Rand Europas
Portugal ist das westlichste Land des europäischen Festlands.
Sein Bahnnetz ist deshalb vor allem nach Osten zum Nachbarn Spanien hin verbunden.
Eine direkte Schienenverbindung in andere Länder gibt es nur über Spanien.
Warum die Zahl schwanken kann
Angaben zur Netzlänge sind keine festen Größen.
Strecken werden ausgebaut, stillgelegt oder neu vermessen.
Darum nennen verschiedene Quellen leicht unterschiedliche Werte.
Was die Zahl für Reisende heißt
Rund 2600 Kilometer Gleis verbinden die wichtigsten Städte des Landes.
Wer nach Spanien weiterreisen will, profitiert von der gemeinsamen Spurweite.
Für die Fahrt nach Mitteleuropa ist dagegen meist ein Umstieg nötig.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Die Bahn und der Klimaschutz
Kaum ein Verkehrsmittel ist so klimafreundlich wie die Bahn.
Sie fährt in Deutschland zu einem großen Teil mit Strom aus erneuerbaren Quellen.
Ein voll besetzter Zug verbraucht je Reisenden viel weniger Energie als das Auto.
Wer von der Straße auf die Schiene wechselt, spart spürbar Treibhausgase.
Deshalb gilt die Bahn als ein wichtiger Baustein der Verkehrswende.
Jede zusätzliche Fahrt mit dem Zug ist damit auch ein kleiner Beitrag fürs Klima.
