Zahlen, bitte!
„Sehr geehrte Fahrgäste, in Nordhausen wird aus der Straßenbahn kurz hinter der Stadt eine Bahn durch den Harz.“
Wie lang ist das Nordhäuser Straßenbahnnetz?
→ Ein Netz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Das Streckennetz der Nordhäuser Straßenbahn ist nur 6,2 Kilometer lang. Es ist damit eines der kleinsten Deutschlands, hat aber eine Besonderheit: Die Bahnen fahren über die Harzquerbahn weit ins Umland.
Nordhausen liegt am Südrand des Harzes und ist eine überschaubare Stadt.
Ihr Straßenbahnnetz ist entsprechend klein, aber auf eine seltene Weise besonders.
Denn die Bahnen bleiben nicht in der Stadt, sondern fahren weit in den Harz hinein.

Das Nordhäuser Netz in Zahlen
6,2 km
Streckenlänge
das Straßenbahnnetz in der Stadt
3
Linien
eine davon fährt in den Harz hinaus
32
Haltestellen
im Stadtgebiet
1900
Eröffnung
am 25. August
1000 mm
Spurweite
passt zur Harzer Schmalspurbahn
9
Combino-Wagen
einige fahren mit Diesel weiter
Quelle: deutschsprachige Wikipedia, Artikel „Straßenbahn Nordhausen“ (Infobox und Text, Stand 2026). Alle Angaben gerundet.
Die kurze Antwort
Das Straßenbahnnetz in der Stadt Nordhausen ist 6,2 Kilometer lang.
Das ist sehr wenig und macht es zu einem der kleinsten Netze Deutschlands.
Drei Linien teilen sich diese kurzen Strecken.
Doch die Zahl erzählt nur die halbe Geschichte.
Denn eine Linie verlässt die Stadt und fährt weit in den Harz.

Wo die Straßenbahn zur Harzbahn wird
Am Stadtrand treffen die städtischen Gleise auf die Harzquerbahn, eine schmalspurige Gebirgsbahn.
Weil beide dieselbe Spurweite haben, können die Straßenbahnen einfach weiterfahren.
So gelangt man ohne Umsteigen vom Stadtzentrum bis ins Umland nach Ilfeld.
Die durchgehende Verbindung entstand nach der Wiedervereinigung und wurde um das Jahr 2004 verwirklicht.
Damit ist Nordhausen ein seltenes Beispiel für eine Stadt- und Gebirgsbahn aus einem Guss.
Gut zu wissen
Betreiber ist die Verkehrsgesellschaft der Stadtwerke Nordhausen.
Die Verbindung in den Harz nutzt die Gleise der Harzquerbahn, einer schmalspurigen Bahn mit Dampf- und Dieselbetrieb.
Zwei Antriebe in einem Wagen
In der Stadt fahren die Bahnen elektrisch über die Oberleitung.
Die Harzquerbahn ist dagegen nicht elektrifiziert.
Deshalb sind einige Wagen Zweikraftfahrzeuge, die auf der Harzstrecke mit einem Dieselaggregat weiterfahren.
Diese Combino-Duo-Wagen wechseln den Antrieb während der Fahrt.
So überbrücken sie die Lücke zwischen Stadtstrom und dieselbetriebener Gebirgsbahn.
Seit 1900 in Betrieb
Die Nordhäuser Straßenbahn nahm am 25. August 1900 den Betrieb auf.
Seitdem ist sie fester Teil des Nahverkehrs der Stadt.
Sie wuchs nie zu einem großen Netz heran, blieb dafür aber beständig.
In den 1990er und 2000er Jahren wurde sie modernisiert.
Die Verbindung in den Harz war der auffälligste Schritt dabei.
Drei Linien in der Stadt
Innerhalb Nordhausens bedienen drei Linien rund 32 Haltestellen.
Sie verbinden Wohngebiete, Bahnhof und Innenstadt.
Die Wege sind kurz, weil die Stadt selbst kompakt ist.
Dafür fährt eine der Linien weit über die Stadtgrenze hinaus.
Diese Mischung aus Stadt- und Überlandverkehr ist für ein so kleines Netz ungewöhnlich.
Meterspur passt zum Harz
Die Bahn fährt auf Meterspur, die Schienen liegen einen Meter auseinander.
Genau diese Spurweite nutzt auch die Harzer Schmalspurbahn.
Erst dadurch ist das Durchfahren überhaupt möglich.
Die schmale Spur passt zugleich gut in die enge Altstadt.
So verbindet eine einzige Spurweite zwei sehr verschiedene Welten.
Eines der kleinsten Netze
Mit 6,2 Kilometern gehört Nordhausen zu den kleinsten Straßenbahnstädten Deutschlands.
Noch kürzer ist nur die Naumburger Straßenbahn.
Trotzdem lohnt sich der Betrieb, weil die Bahn eine eigene Spur hat.
Und durch die Harzverbindung reicht ihr Einzugsgebiet weit über die Stadt hinaus.
Länge ist hier also kein gutes Maß für Bedeutung.
Warum Länge nicht alles ist
Die 6,2 Kilometer wirken auf dem Papier winzig.
Doch wer von Ilfeld bis in die Innenstadt durchfährt, legt viel mehr zurück.
Die eigentliche Reiseweite entsteht erst durch die Harzquerbahn.
Eine reine Netzzahl kann das nicht abbilden.
Deshalb ist Nordhausen ein gutes Beispiel gegen das Denken in bloßen Kilometern.
Wie sich die Zahl ändern kann
Netzlängen sind nicht für immer festgelegt.
Eine neue Strecke würde die Zahl erhöhen.
Eine Stilllegung würde sie senken.
Nordhausen hält an seinem kleinen Netz und der Harzverbindung fest, feste neue Termine sind nicht gesetzt.
Die genannten 6,2 Kilometer sind der aktuell belegte Stand.
Eine Zahl zum Merken
Wer sich eine Zahl merken will, nimmt die 6,2 Kilometer Streckenlänge.
Sie macht Nordhausen zu einem der kleinsten Netze des Landes.
Die eigentliche Pointe aber ist die Fahrt in den Harz.
Dort wird aus einer Straßenbahn für ein Stück eine Gebirgsbahn.
Kleiner Anfang, große Reise: Das ist Nordhausens Besonderheit.
Zwischen Technik und Menschen
Die Bahn ist ein Zusammenspiel aus ausgefeilter Technik und vielen Händen.
Hinter jedem pünktlichen Zug stehen Lokführer, Fahrdienstleiter und Werkstätten.
Sie sorgen dafür, dass Signale stehen, Weichen greifen und Türen schließen.
Die beste Technik nützt wenig ohne die Menschen, die sie bedienen und warten.
Umgekehrt entlastet moderne Technik die Beschäftigten bei ihrer schweren Arbeit.
Erst beide zusammen bringen den Verkehr Tag für Tag sicher ans Ziel.
Kleine Dinge, große Wirkung
Im Bahnbetrieb entscheiden oft die kleinen Dinge über den großen Ablauf.
Eine klare Ansage, ein sauberer Bahnsteig, ein pünktlicher Anschluss.
Für sich genommen wirken diese Dinge unscheinbar und beinahe nebensächlich.
In der Summe machen sie den Unterschied zwischen Ärger und Freude.
Wer sie beachtet, macht das Reisen für alle ein Stück angenehmer.
So zeigt sich Qualität bei der Bahn gerade im scheinbar Nebensächlichen.
