Zahlen, bitte!
„Willkommen in Mailand: Hier rollen auf rund 158 Kilometern Gleis noch immer die berühmten Ventotto-Wagen aus dem Jahr 1928 durch die Stadt.“
Wie lang ist das Mailänder Straßenbahnnetz?
→ Ein Netz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Das Straßenbahnnetz von Mailand ist rund 158 Kilometer lang und damit eines der größten Italiens. Auf 17 Linien fahren moderne Niederflurwagen neben historischen Fahrzeugen aus dem Jahr 1928.
Mailand ist für Mode und den Dom bekannt, doch auch für seine Straßenbahn.
Seit über 140 Jahren rollen hier Wagen auf Schienen durch die Stadt.
Die wichtigste Zahl ist eine Länge, die in Italien ihresgleichen sucht.

Die wichtigsten Zahlen
≈ 158 km
Gleislänge im Betrieb
eines der größten Netze Italiens
17
Stadtlinien
durch die ganze Stadt
1928
Baujahr der Ventotto
noch heute im Einsatz
Quelle: Wikipedia-Artikel zur Straßenbahn Mailand. Gleislänge rund 158 Kilometer, Stand der aktuellen Angaben.
Die große Zahl
Das Straßenbahnnetz von Mailand ist rund 158 Kilometer lang.
Gemeint ist die Länge der Gleise, die heute in Betrieb sind.
Damit gehört das Netz zu den größten Straßenbahnnetzen Italiens.
Betrieben wird es vom städtischen Unternehmen ATM.
Die Bahn durchzieht die Stadt von den Vororten bis ins historische Zentrum.
Die Zahl 158 steht für ein dichtes und altes Schienennetz mitten in Mailand.

Siebzehn Linien
Auf diesen Kilometern verkehren 17 Stadtlinien.
Sie verbinden Wohnviertel, Bahnhöfe und das Zentrum miteinander.
Manche Linien führen direkt am Dom und an der Scala vorbei.
Andere erschließen ruhige Wohngegenden am Rand der Stadt.
Zusammen bilden sie ein engmaschiges Netz über der Erde.
Die Straßenbahn ergänzt so die U-Bahn und die vielen Buslinien.
Gut zu wissen
Das Mailänder Straßenbahnnetz ist mit rund 158 Kilometern Gleislänge eines der größten Italiens und wird vom städtischen Unternehmen ATM auf 17 Linien betrieben.
Die Bahn begann 1881 mit Pferden und wurde 1893 elektrifiziert; die zwischen 1927 und 1930 gebauten Ventotto-Wagen der Baureihe 1500 fahren bis heute und zählen zu den ältesten noch regulär genutzten Straßenbahnen der Welt.
Von der Pferdebahn zur Elektrischen
Die Geschichte begann 1881 mit einer von Tieren gezogenen Bahn.
Damit gehört Mailand zu den frühen Straßenbahnstädten Europas.
1893 fuhren die ersten elektrischen Wagen durch die Stadt.
Von da an wuchs das Netz rasch über das Zentrum hinaus.
Die Schiene wurde schnell zum Rückgrat des Nahverkehrs.
Über die Jahrzehnte entstand das große Netz von heute.
Die Ventotto von 1928
Das Besondere an Mailand sind die alten Wagen der Baureihe 1500.
Zwischen 1927 und 1930 wurden gut 500 dieser Fahrzeuge gebaut.
Weil die ersten 1928 kamen, heißen sie im Volksmund Ventotto, also Achtundzwanzig.
Ihr Vorbild waren die damals modernen amerikanischen Peter-Witt-Wagen.
Viele dieser Wagen fahren bis heute im täglichen Betrieb.
Damit zählen sie zu den ältesten noch regulär genutzten Straßenbahnen der Welt.
Eine eigene Spurweite
Mailand nutzt eine ungewöhnliche Spurweite von 1445 Millimetern.
Das ist einen Hauch breiter als die normale Eisenbahnspur von 1435 Millimetern.
Diese italienische Sonderspur stammt noch aus der Frühzeit des Netzes.
Für die Fahrgäste macht der kleine Unterschied im Alltag nichts aus.
Für die Technik bedeutet er aber eine eigene Welt an Wagen und Teilen.
So trägt das Netz bis heute die Spuren seiner langen Geschichte.
Alt und neu nebeneinander
Auf den Gleisen begegnen sich zwei sehr verschiedene Welten.
Zum einen rollen die fast hundert Jahre alten Ventotto-Wagen.
Zum anderen fahren moderne Niederflurwagen mit ebenem Einstieg.
Die alten Wagen sind laut, hölzern und voller Geschichte.
Die neuen Wagen sind leise, barrierefrei und klimatisiert.
Gemeinsam halten sie den Betrieb auf dem großen Netz am Laufen.
Mitten durch die Stadt
Viele Linien führen quer durch das Herz von Mailand.
Dabei passieren sie bekannte Plätze, Kirchen und Einkaufsstraßen.
Für Reisende ist eine Fahrt fast wie eine kleine Stadtrundfahrt.
Für die Mailänder ist sie schlicht der Weg zur Arbeit und nach Hause.
Die Schienen liegen oft mitten im dichten Verkehr der Innenstadt.
So gehört das Klingeln der Bahn zum Alltag der Stadt.
Teil eines großen Verkehrsnetzes
Die Straßenbahn ist nur ein Teil des Mailänder Nahverkehrs.
Das gleiche Unternehmen betreibt auch die U-Bahn und viele Busse.
So greifen Schiene, Tunnel und Straße eng ineinander.
An vielen Knoten kann man bequem zwischen den Mitteln wechseln.
Das macht die Stadt auch ohne eigenes Auto gut erreichbar.
Die 158 Kilometer Gleis sind dabei das sichtbarste Stück des Netzes.
Ein rollendes Denkmal
Die alten Ventotto-Wagen sind weit mehr als ein Verkehrsmittel.
Sie gelten als Wahrzeichen und als rollendes Stück Stadtgeschichte.
Touristen fotografieren sie, Filme nutzen sie als Kulisse.
Trotzdem stehen sie nicht im Museum, sondern im täglichen Dienst.
Dass so alte Wagen noch fahren, ist in Europa eine Seltenheit.
Mailand pflegt damit ein Erbe, das andere Städte längst abgelegt haben.
Warum so viele alte Wagen bleiben
Die Ventotto-Wagen sind einfach gebaut und sehr robust.
Über Jahrzehnte wurden sie immer wieder überholt und erhalten.
Viele Mailänder lieben die Wagen und ihr vertrautes Rumpeln.
Zugleich sind sie gut für enge Kurven im alten Stadtkern geeignet.
So bleibt ein Teil der Flotte bewusst in Betrieb.
Alt und praktisch schließen sich bei dieser Bahn nicht aus.
Was die Länge bedeutet
Rund 158 Kilometer sind mehr als eine bloße Zahl.
Sie stehen für ein Netz, das über 140 Jahre gewachsen ist.
Jeder Kilometer verbindet ein Viertel mit dem Rest der Stadt.
Auf diesen Gleisen trifft fast hundertjährige Technik auf die Gegenwart.
Die Länge zeigt, wie sehr Mailand auf die Schiene in der Stadt setzt.
Genau deshalb bleibt die Bahn ein Markenzeichen der Modestadt.
Warum sich der Blick aufs Detail lohnt
Der Bahnbetrieb steckt voller kleiner Dinge, die kaum jemand bewusst wahrnimmt.
Und doch hängt der reibungslose Ablauf oft genau an diesen Kleinigkeiten.
Ein einziges Bauteil kann darüber entscheiden, ob ein Zug rollt oder steht.
Wer genauer hinschaut, entdeckt hinter dem Alltag eine erstaunlich feine Technik.
Dieses Zusammenspiel unzähliger Teile ist die eigentliche Leistung der Bahn.
Es lohnt sich, dem scheinbar Selbstverständlichen einmal Beachtung zu schenken.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
