Zahlen, bitte!
„Achtung an der Bahnsteigkante: Hier rollt die einzige deutsche Straßenbahn mit 1100 Millimeter Spur.“
Wie lang ist das Braunschweiger Straßenbahnnetz?
→ Ein Netz in Zahlen.
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Kurz gesagt
Das Netz umfasst rund 42,3 Kilometer Streckenlänge und 68 Kilometer Linienlänge. Es fährt mit der in Deutschland einmaligen Spurweite von 1100 Millimetern.
Braunschweig hat eine Straßenbahn mit einer echten Besonderheit.
Nirgendwo sonst in Deutschland liegen die Schienen so weit auseinander.
Und das Netz ist mit gut 42 Kilometern Strecke ordentlich groß.

Die wichtigsten Zahlen
42,3 km
Streckenlänge
68 km Linienlänge, 6 Linien
1100 mm
Spurweite
in Deutschland einmalig
seit 1879
Rückgrat des Nahverkehrs
81 % eigener Gleiskörper
Der Strecke von 42,3 Kilometern stehen 68 Kilometer Linienlänge gegenüber.
81 Prozent der Strecken verlaufen auf eigenem Gleiskörper.
Die kurze Antwort
Das Netz umfasst rund 42,3 Kilometer Streckenlänge und 68 Kilometer Linienlänge.
Darauf fahren sechs Linien.
Betrieben wird die Bahn seit 1879 und bildet das Rückgrat des Nahverkehrs.
81 Prozent der Strecken verlaufen auf eigenem Gleiskörper, also abseits des Autoverkehrs.

Strecke oder Linie: der Unterschied
Braunschweig zeigt gut, warum man beide Zahlen kennen sollte.
Die Streckenlänge zählt jede Trasse nur einmal und ergibt 42,3 Kilometer.
Die Linienlänge summiert alle Linienwege und kommt auf 68 Kilometer.
Der Unterschied entsteht, weil sich mehrere Linien dieselben Abschnitte teilen.
Gut zu wissen
Die Spurweite ist der Abstand zwischen den Innenkanten der beiden Schienen.
1100 Millimeter gibt es bei deutschen Straßenbahnen nur in Braunschweig.
Die ungewöhnliche Spur
Die meisten deutschen Straßenbahnen fahren in Meterspur oder Normalspur.
Braunschweig nutzt dagegen 1100 Millimeter zwischen den Schienen.
Diese Spurweite ist in Deutschland einmalig.
Sie ist ein historisches Erbe und macht die Stadt zu einer echten Ausnahme.
Vom Rückbau zum Neubau
In den 1960er Jahren gab es Bestrebungen, das Netz einzustellen.
In der Folge wurden viele Streckenabschnitte stillgelegt.
Ab 1970 wurden dann wieder Neubauabschnitte eröffnet.
So kehrte die Straßenbahn Schritt für Schritt zurück.
Moderne Fahrzeuge
Seit 1995 kamen Niederflurwagen von Adtranz, Alstom und Bombardier zum Einsatz.
Später folgte der Tramino Braunschweig von Solaris und Stadler.
Niederflurwagen erleichtern den Einstieg ohne Stufen.
So wurde das alte Netz für den modernen Alltag fit gemacht.
Warum die Länge zählt
Die Streckenlänge zeigt, wie weit man in einer Stadt auf der Schiene kommt.
Je dichter das Netz, desto mehr Menschen erreichen ihr Ziel ohne Auto.
Ein langes Netz kostet aber viel Geld im Unterhalt.
Deshalb ist jeder Kilometer eine bewusste Entscheidung.
Eigener Gleiskörper als Vorteil
81 Prozent der Strecken liegen auf eigenem Gleiskörper.
Das heißt: Die Bahn steht seltener im Stau mit den Autos.
Dadurch bleiben die Fahrzeiten verlässlich.
Für einen pünktlichen Takt ist das Gold wert.
Braunschweig im Vergleich
Mit 42,3 Kilometern Strecke liegt Braunschweig im Mittelfeld der deutschen Netze.
Die Besonderheit ist weniger die Länge als die Spur.
Keine andere deutsche Stadt fährt mit 1100 Millimetern.
Das macht Braunschweig unter Bahnfans besonders bekannt.
Was die Zahl im Alltag heißt
42,3 Kilometer Strecke bedeuten viele Verbindungen quer durch die Stadt.
Sechs Linien decken die wichtigsten Achsen ab.
Der eigene Gleiskörper hält die Bahn schnell.
So bleibt Braunschweig auch ohne Auto gut erreichbar.
Ausblick
Die 42,3 Kilometer sind ein Zwischenstand.
Netze wachsen mit den Plänen einer Stadt.
Die einmalige Spur bleibt dabei ein besonderes Erbe.
Wichtig ist, dass die Gleise gut in Schuss bleiben.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bahn von morgen soll noch pünktlicher, digitaler und bequemer werden.
Neue Stellwerke steuern den Verkehr aus der Ferne und in Echtzeit.
Moderne Züge fahren leiser, sparsamer und mit mehr Platz für Rad und Gepäck.
Das Netz wird an vielen Stellen ausgebaut, damit mehr Züge fahren können.
Auch die Bahnhöfe werden Schritt für Schritt barrierefrei und freundlicher.
So entsteht nach und nach die Bahn, die sich viele Fahrgäste wünschen.
Warum Verlässlichkeit so wichtig ist
Nichts schätzen Fahrgäste an der Bahn so sehr wie Verlässlichkeit.
Wer sich auf seinen Zug verlassen kann, plant seinen Tag mit ruhigem Gewissen.
Schon eine einzige Verspätung kann eine ganze Reisekette stören.
Deshalb arbeitet die Bahn mit großem Aufwand an einem stabilen Betrieb.
Pünktlichkeit entsteht aus dem Zusammenspiel vieler einzelner Schritte.
Am Ende ist Verlässlichkeit das wertvollste Versprechen der Bahn.
Warum die Bahn für das ganze Land zählt
Die Bahn bringt Tag für Tag sehr viele Menschen sicher ans Ziel.
Sie verbindet große Städte mit kleinen Dörfern und hält so das Land zusammen.
Bei Wind und Wetter fährt sie, wenn andere Verkehrsmittel längst stehen.
Ein gut gefüllter Zug ersetzt viele Autos und entlastet damit die Straßen.
Zugleich schont die Schiene die Umwelt, weil sie je Reisenden wenig Energie braucht.
So ist die Bahn weit mehr als ein Verkehrsmittel, sie ist ein Stück Daseinsvorsorge.
Von der Dampflok bis heute
Die Eisenbahn hat sich in fast zwei Jahrhunderten enorm verändert.
Am Anfang stand die schnaubende Dampflok, langsam und rußig, aber revolutionär.
Später kamen der elektrische Antrieb und immer schnellere Züge hinzu.
Aus einfachen Holzbänken wurden bequeme Sitze mit Steckdose und Klimaanlage.
Vieles, was heute selbstverständlich wirkt, war früher undenkbarer Luxus.
Dieser lange Weg zeigt, wie sehr die Bahn mit der Zeit gegangen ist.
